• 27.09.2016, 09:42:21
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  • OTS0025

ÖAMTC: Missachtung des Rechtsfahrgebotes gefährdet Verkehrssicherheit

Jeder dritte Autobahnunfall ist ein Auffahrunfall

Utl.: Jeder dritte Autobahnunfall ist ein Auffahrunfall =

Wien (OTS) - Im Jahr 2015 verunglückten rund 3.000 Personen auf
Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen, 50 davon tödlich. Auf
Landesstraßen kamen im gleichen Zeitraum 313 Personen ums Leben.
"Zwar sind Autobahnen im Vergleich zum niederrangigen Straßennetz
sicherer. Dennoch wird das Fahren auf Autobahnen und Schnellstraßen
von vielen Lenkern als gefährlicher empfunden. Vor allem dichtes
Auffahren und die Missachtung des Rechtsfahrgebotes sind ein
besonderes Ärgernis", weiß ÖAMTC-Verkehrsexperte Felix Etl. Die
Statistik zeigt: Jeder dritte Autobahnunfall ist ein Auffahrunfall
und damit auf zu geringen Sicherheitsabstand oder mangelnde
Aufmerksamkeit zurückzuführen.

Das Rechtsfahrgebot laut StVO bedeutet, dass auf Autobahnen
prinzipiell der rechte Fahrstreifen benützt werden muss. Links
bleiben darf man nur im Zuge eines Überholvorgangs und wenn weiter
vorne ein weiteres langsameres Fahrzeug auf der rechten Spur fährt.
Wenn das Wechseln auf den ersten Fahrstreifen unzumutbar ist, weil
man unmittelbar darauf gleich wieder einen Spurwechsel vornehmen
müsste, darf man auf der linken Spur bleiben. Nebeneinanderfahren ist
nur im Kolonnenverkehr (mindestens drei Fahrzeuge) erlaubt.

Zu wenig Abstand – ein Drittel der Autobahn-Unfälle sind
Auffahrunfälle

Dennoch sieht man auf Autobahnen immer wieder Fahrer am mittleren
oder linken Fahrstreifen, obwohl ein Wechsel auf den rechten
Fahrstreifen problemlos möglich wäre. "Als Begründung nennen die
Lenker Unwissenheit über die rechtlichen Bestimmungen, Unsicherheit
und Ortsunkundigkeit. Manche sind auch der Meinung, dass sie auf der
linken Spur prinzipiell schneller vorankommen", fasst der
ÖAMTC-Experte die Ergebnisse aus früheren Befragungen des Clubs
zusammen. Allerdings wirkt sich die Missachtung des Rechtsfahrgebotes
negativ auf das Verkehrsklima und die Verkehrssicherheit aus. "Durch
andauerndes Linksfahren wird der Verkehrsfluss gehemmt, es sorgt für
Ärgernis oder Provokationen und andere werden zu groben
Regelverstößen wie Drängeln oder Rechtsüberholen verleitet", so Etl.

"Nach Überholvorgängen muss der Lenker wieder auf den rechten
Fahrstreifen wechseln – freilich abhängig vom Verkehrsgeschehen", so
der ÖAMTC-Verkehrsexperte. Er warnt allerdings vor Ungeduld, denn
rechts zu überholen oder nahes Auffahren sind prinzipiell verboten
und gefährlich. "Mehr Aufklärung, beispielsweise über Hinweisschilder
am Straßenrand, Überkopfanzeiger, Bodenmarkierungen und eine
verstärkte Thematisierung in der Fahrausbildung können mithelfen,
dass die gültige Vorschrift in der Praxis eingehalten wird",
bekräftigt Etl abschließend.

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