HABAU-Fertigteilwerk: Revolution im internationalen Industriebau 1.000.000 kWh vollsolarer Wärmeertrag in zwei Jahren

Perg (OTS) - Rund zwei Jahre nach Inbetriebnahme der neuen Produktionshallen im HABAU-Fertigteilwerk Perg wurden mit den ersten vollsolaren Industriehallen der Welt bereits mehr als 1.000.000 Kilowattstunden Wärmeertrag erzeugt, eine enorme Menge an fossilen Energieträgern eingespart und zahlreiche Auszeichnungen gewonnen.

Ganz im Sinne der Unternehmensphilosophie „Wir bauen heute für morgen“ nahm HABAU im Juni 2014 nach nur einjähriger Planungs- und Bauzeit vier neue Produktionshallen im Fertigteilwerk in Perg in Betrieb. Die neuen Hallen mit einer Fläche von 7.315 Quadratmetern werden durch eine 1.410 Quadratmeter große thermische Solaranlage ausschließlich mit Sonnenenergie beheizt. Die Solarwärme-Anlage ist nicht zu verwechseln mit einer Photovoltaik-Anlage, sie ist im Vergleich sogar wesentlich effizienter für den Wärmeertrag. Die in den Monaten April bis Oktober solar gewonnene Energie und die Überschussenergie während der Heizperiode werden als Prozesswärme in der Produktion von Stahlbetonfertigteilen ganzjährig optimal genutzt.

Für dieses Vorzeigeprojekt wurde HABAU mit dem Oberösterreichischen Landespreis für Umwelt und Nachhaltigkeit 2014, dem Ökostar 2015 und dem Bautech-Preis Austria 2015 ausgezeichnet. Bereits im ersten Betriebsjahr wurden 540.000 kWh thermische Solarenergie gewonnen. Das entspricht einer Einsparung von fossilen Energieträgern im Umfang von 70.000 Kubikmeter Erdgas oder 62.500 Litern Erdöl sowie einer Reduktion der Umweltbelastung durch den CO2-Ausstoß um 190 Tonnen. Insgesamt liegt der Wärmeertrag nach knapp zwei Jahren über 1.000.000 kWh. Mit dieser Wärmemenge könnte man mehr als 200 Einfamilienhäuser ein ganzes Jahr beheizen und mit Warmwasser versorgen.

„Wir sind mit diesem Projekt ganz bewusst völlig neue Wege gegangen und haben unsere Ziele bislang deutlich erreicht. Mit diesem Novum im internationalen Industriebau betonen wir unsere strategische Ausrichtung auf Nachhaltigkeit und ökologisches Bewusstsein im Bauwesen sowie den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Denn die Sonne stellt schließlich keine Rechnung“, sagt Geschäftsführer Anton Karner. „Zudem geht es darum, den Standort Perg punkto Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität zukunftsfit zu machen sowie die Arbeitsbedingungen zu verbessern.“

Die ökologisch nachhaltige Effizienz des Projektes ergibt sich nicht nur aus der Art der Energiegewinnung, sondern auch durch die Verwendung von heimischen Baumaterialien und inländischen Erzeugnissen, von den Solarkollektoren bis zu den Rohrleitungen. Die Produktion der Solaranlage bei GASOKOL erfolgt nur 15 Kilometer von Perg entfernt. Ein ehemaliger Gastank mit dem Baujahr 1943 mit 80.000 Litern Volumen wurde nicht verschrottet, sondern zu einem Pufferspeicher für die gewonnene Solarenergie umgebaut. Auch ökonomisch wird sich das Projekt aufgrund von Förderungen und den vernachlässigbaren Betriebs- und Wartungskosten rasch rechnen, die Investitionskosten werden sich schon in den nächsten fünf Jahren amortisieren.

Daten und Fakten:

  • 7.315 m2 Fläche Produktionshallen
  • 12,2 m Durchschnittliche Hallenhöhe
  • 1.410 m2 Solarkollektorfläche
  • 2.200 m3 Speichermasse Beton
  • 80.000 Liter Pufferspeicher, ein ehemaliger Gastank BJ. 1943
  • 540.000 kWh Solarer Wärmeenergieertrag im ersten Jahr
  • 590.000 kWh möglicher solarer Wärmeenergieertrag pro Jahr
  • 190 Tonnen Einsparung CO2 pro Jahr
  • 70.000 m3 Einsparung Erdgas pro Jahr

HABAU Hoch- und Tiefbaugesellschaft m.b.H
Die HABAU Hoch- und Tiefbaugesellschaft m.b.H. mit Sitz in Perg/Oberösterreich feierte im Jahr 2013 ihr 100-jähriges Firmenjubiläum. Das erfolgreich gewachsene Familien-Bauunternehmen stieg mittlerweile unter die Top 4 der österreichischen Bauindustrie auf. Die HABAU Unternehmensgruppe bietet projektbezogen weltweit umfassende Systemleistungen in den Bereichen Hochbau, Tiefbau, Pipelinebau, Tunnel- und Schachtbau sowie Fertigteilbau an. Grundlage hierfür sind die bei der HABAU Hoch- und Tiefbaugesellschaft m.b.H. und bei den Tochterunternehmen Held & Francke Baugesellschaft m.b.H., ÖSTU-STETTIN Hoch- und Tiefbau GmbH, PPS Pipeline Systems GmbH, Universalbeton Heringen GmbH & Co KG, Karl Seidl Bau GmbH, Hans Holzner Baugesellschaft mbH, MCE GmbH, LEN-BAU GmbH und Fuchs Transport Logistik GmbH vorhandenen technischen und personellen Kompetenzen. Derzeit beschäftigt die HABAU Unternehmensgruppe ca. 5.000 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2016/2017 wird eine Bauleistung von ca. 1.200 Millionen Euro erwartet. Mehr dazu unter www.habau.at

Rückfragen & Kontakt:

Philipp Schneider
Milestones in Communication
Mobil: +43 664 88 31 85 62
Mail: philipp.schneider@minc.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MST0001