- 21.09.2016, 19:00:16
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Architekturpreis des Landes Salzburg für Autobahnmeisterei
LR Schellhorn bei Preisverleihung an Marte.Marte Architekten / Zwei Anerkennungspreise und ein Stipendium vergeben
Utl.: LR Schellhorn bei Preisverleihung an Marte.Marte Architekten /
Zwei Anerkennungspreise und ein Stipendium vergeben =
Salzburg (OTS) - Die Marte.Marte Architekten (Bernhard und Stefan
Marte) aus Weiler in Vorarlberg sind Preisträger des erstmals mit
10.000 Euro dotierten Architekturpreises des Landes Salzburg 2016 und
zwar für ihr Projekt der Autobahnmeisterei Salzburg. Vergeben wurden
weiters zwei Anerkennungspreise für den "Zugang Schallmoos" zum
Hauptbahnhof Salzburg (kadawittfeldarchitektur) und für die
Panzerhalle in Taxham (Arge Panzerhalle: LP architektur, hobby a.
schuster & maul, cs-architektur, strobl architekten). Außerdem erhält
Wilhelm E. Scherübl ein Stipendium in der Höhe von 5.000 Euro. Damit
wird sein Forschungsvorhaben "Urbane Adaptation" unterstützt.
Kulturlandesrat Heinrich Schellhorn überreichte diese Auszeichnungen
heute, Mittwoch, 21. September, in der ARGEkultur in Salzburg.
"Bei der Überarbeitung der Kultur-Preislandschaft konnten wir die
lange geforderte Dotierung des Architekturpreises umsetzen. Heuer
werden erstmalig 10.000 Euro vergeben. Der Architekturpreis ist somit
aufgewertet und erzielt nun österreichweit ein größeres Echo",
betonte der Kulturreferent. "Die Vielzahl an Einreichungen zeigt
nicht nur den hohen Stellenwert dieser Auszeichnung auf, sondern auch
die Unterschiedlichkeit der Objekte: von einem Ferienhaus über ein
Seniorenwohnhaus bis hin zu einem ehemaligen Militärgebäude. Es war
vermutlich schwer, die Auswahl für den Hauptpreis, die beiden
Anerkennungspreise und das Stipendium zu treffen."
Autobahnmeisterei Salzburg - Ästhetik und Funktion
"Aus den banalen Ingredienzen einer Nutzanlage wurde eine präzise und
erstklassige Anlage gestaltet, mehr noch: ein hochwertiger Platz",
sagt Marie-Claude Bétrix, die Vorsitzende der Jury. "Hier weist der
Negativraum, der eigentliche Innenhof, so hohe Qualitäten auf wie all
die Bauten, die ihn rundum bestimmen. Proportionen und Nutzungen,
Materialien und Betrieb, Ästhetik und Gebrauch, die Qualitäten zeigen
sich ununterbrochen in allen Teilen."
Der Entwurf von Marte.Marte Architekten beweist, dass auch technische
Arbeitsplätze architektonisch nicht stiefmütterlich behandelt werden
müssen. Von Anfang an gut durchdacht und präzise organisiert, sind
sie im Aufbau nicht teurer, im Betrieb aber übersichtlicher und
effizienter zu nutzen.
Etwas Verbindendes zeichnet auch die beiden Objekte aus, die mit
einem Anerkennungspreis ausgezeichnet wurden: Der neue "Zugang
Schallmoos" zum Hauptbahnhof Salzburg verbindet, was die Gleisanlagen
jahrzehntelang skalpellartig zerschnitten haben. Die Stadt wächst
hier wieder zusammen, weil in der notwendigen Größenordnung und
Qualität mutig geplant und gebaut wurde. Auch die Panzerhalle
verbindet – Quartiere einerseits – andererseits aber auch den
großzügigen Altbestand der ehemaligen Kaserne mit moderner Funktion
und Architektur.
Stipendium für Projekt "Urbane Adaptation"
Um auch für die Zukunft gerüstet zu sein, wird aber nicht nur bereits
Gebautes ausgezeichnet. Mit einem Stipendium in der Höhe von 5.000
Euro wird dieses Jahr Wilhelm E. Scherübl in seinem
Forschungsvorhaben unterstützt. Mit seinem Projekt "Urbane
Adaptation" erforscht und dokumentiert er multimedial, welche
Möglichkeiten Stadt bietet und wie diese vom Menschen auf
unterschiedliche Art genutzt und verändert werden.
Auswahl durch Fachjury
Eine von fünf Salzburger Institutionen (ZT-Kammer für Oberösterreich
und Salzburg, Initiative Architektur, Landesbaudirektion sowie
Kulturabteilung des Landes und Landes-Kulturbeirat) in einem
demokratischen Prozess vorgeschlagene Jury beurteilte die 35
eingereichten Bauten sowie die zwölf eingereichten Objekte zum
Stipendium. 2016 konnten mit Marie-Claude Bétrix (Architektin,
Architektenbüro Bétrix & Consolascio), Eva Hody (Leiterin der
Zweigstelle Salzburg des Bundesdenkmalamtes) und Roland Winkler
(Architekt, winkler + ruck architektendrei) hochkarätige
Jurymitglieder gewonnen werden. Sie garantieren mit ihren
unterschiedlichen Blickwinkeln auf das Architekturgeschehen eine
umfassende Betrachtung und Beurteilung der Projekte.
Ausstellung im Künstlerhaus
Alle eingereichten Projekte sind von 24. September bis 23. Oktober in
einer Ausstellung im Ausstellungsraum der Initiative Architektur im
Künstlerhaus (Hellbrunner Straße 3 in Salzburg) zu sehen.
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