• 16.09.2016, 13:41:58
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Amerikanische Wirtschaftskammer kritisiert den UN Report zum Patentschutz

Washington, Wien (OTS) - „Grundlegende Fehler bei der Auswertung von
Daten“, die in die Empfehlung des United Nations High-Level Panel on
Access to Medicines, eingeflossen sind, ortet Mark Elliot.

Elliot ist Vice President des Global Intellectual Property Center
GIPC), das in der amerikanischen Wirtschaftskammer angesiedelt ist.
Besonders kritisiert wird die voreilige Schlussfolgerung, dass
Patentschutz den Zugang zu medizinischer Versorgung prinzipiell
erschwert.

Auch in Europa ist der Bericht des UN High Panel nicht unumstritten.
Das Austrian Economics Center (AEC) ist Teil der International
Property Rights Alliance (IPRA), die regelmäßige Vergleiche zum
Schutz von Eigentumsrechten veröffentlicht. Im IPRA Netzwerk wird die
Ansicht vertreten, dass Rechtssicherheit und Patentschutz die
wichtigsten Faktoren für eine prosperierende Gesellschaft sind und
damit auch Grundlage für eine funktionierende medizinische
Versorgung.

„Das Ziel des UN Panels, die medizinische Versorgung in Schwellen-
und Entwicklungsländern zu verbessern, steht natürlich völlig ausser
Frage.“ Sagt Barbara Kolm, Direktorin der AEC und stellt klar: „Nur
sind wir davon überzeugt, dass das langfristig nur durch
marktwirtschaftliche Mittel erreicht werden kann. Der Index of
Property Rights verdeutlicht es: Dort wo Rechtsstaatlichkeit und
Eigentumsrechte gestärkt werden, wächst der Forschungssektor und ganz
allgemein der Wohlstand.“

Das amerikanische Hudson Institute hat kürzlich einen report
veröffentlicht, der die erfreulichen Entwicklungen der globalen
Gesundheitssituation aufzeigt und als Gegenargument zur UN Forderung
nach Aufweichung des Patentschutzes gelesen werden kann. Die in der
Öffentlichkeit kaum wahrgenommenen Empfehlungen von UN Arbeitskreisen
haben weitreichende Folgen in der nationalen Gesetzgebung und in
internationalen Abkommen. „Wir bedauern sehr, dass diese Themen in
unseren Breiten so wenig Beachtung finden“, mahnt Kolm und hofft auf
mehr Problembewusstsein vor allem in kleinen und mittleren
Unternehmen, „die ihre Innovationen doch auch nicht verschenken
wollen.“

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NPI

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