Amerikanische Wirtschaftskammer kritisiert den UN Report zum Patentschutz

Washington, Wien (OTS) - „Grundlegende Fehler bei der Auswertung von Daten“, die in die Empfehlung des United Nations High-Level Panel on Access to Medicines, eingeflossen sind, ortet Mark Elliot.

Elliot ist Vice President des Global Intellectual Property Center GIPC), das in der amerikanischen Wirtschaftskammer angesiedelt ist. Besonders kritisiert wird die voreilige Schlussfolgerung, dass Patentschutz den Zugang zu medizinischer Versorgung prinzipiell erschwert.

Auch in Europa ist der Bericht des UN High Panel nicht unumstritten. Das Austrian Economics Center (AEC) ist Teil der International Property Rights Alliance (IPRA), die regelmäßige Vergleiche zum Schutz von Eigentumsrechten veröffentlicht. Im IPRA Netzwerk wird die Ansicht vertreten, dass Rechtssicherheit und Patentschutz die wichtigsten Faktoren für eine prosperierende Gesellschaft sind und damit auch Grundlage für eine funktionierende medizinische Versorgung.

„Das Ziel des UN Panels, die medizinische Versorgung in Schwellen-und Entwicklungsländern zu verbessern, steht natürlich völlig ausser Frage.“ Sagt Barbara Kolm, Direktorin der AEC und stellt klar: „Nur sind wir davon überzeugt, dass das langfristig nur durch marktwirtschaftliche Mittel erreicht werden kann. Der Index of Property Rights verdeutlicht es: Dort wo Rechtsstaatlichkeit und Eigentumsrechte gestärkt werden, wächst der Forschungssektor und ganz allgemein der Wohlstand.“

Das amerikanische Hudson Institute hat kürzlich einen report veröffentlicht, der die erfreulichen Entwicklungen der globalen Gesundheitssituation aufzeigt und als Gegenargument zur UN Forderung nach Aufweichung des Patentschutzes gelesen werden kann. Die in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommenen Empfehlungen von UN Arbeitskreisen haben weitreichende Folgen in der nationalen Gesetzgebung und in internationalen Abkommen. „Wir bedauern sehr, dass diese Themen in unseren Breiten so wenig Beachtung finden“, mahnt Kolm und hofft auf mehr Problembewusstsein vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen, „die ihre Innovationen doch auch nicht verschenken wollen.“

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