- 15.09.2016, 13:24:58
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Vana zu Globalisierungsfonds: „In sichere, ökologisch nachhaltige Arbeitsplätze investieren“
Grüne im Europaparlament fordern Reform des Fonds
Utl.: Grüne im Europaparlament fordern Reform des Fonds =
Straßburg (OTS) - Das Europaparlament hat heute einen Bericht zu den
Tätigkeiten des Europäischen Globalisierungsfonds behandelt. „Für uns
Grüne ist der Globalisierungsfonds ein wichtiges sozial- und
arbeitsmarktpolitisches Steuerungsinstrument, wenn Menschen aufgrund
der Folgen von Globalisierung oder Wirtschaftskrise ihren Job
verlieren und in die Armutsfalle geraten, da er ArbeitnehmerInnen
direkt zu Gute kommt. Der Fonds kann aber die Folgen einer
fehlgeleiteten Handelspolitik oder falscher Konzernstrategien nicht
auffangen. Angesichts der Rekordarbeitslosigkeit sind die vorhanden
Mittel ohnehin nur ein Tropfen auf dem heißen Stein und müssen
zielgerichtet eingesetzt werden. Sie sind nicht dazu da, um
kurzfristig Finanzlöcher von großen Unternehmen zu stopfen, sondern
strategisch in nachhaltige Integration von ArbeitnehmerInnen zu
investieren“, betont die Grüne Europaabgeordnete Monika Vana,
Mitglied im Sozialausschuss des EP.
Der Fonds verfügt über ein maximales Jahresbudget von 150 Millionen
Euro. „Das ist viel zu wenig, wir brauchen dringend eine Erhöhung.
Aus Grüner Sicht ist es notwendig, dass die Mittel vor allem in
nachhaltige, sichere Arbeitsplätze, Green Jobs und Zukunftsbranchen
fließen. Besonders Frauen, die von der Wirtschaftskrise am stärksten
betroffen sind, müssen vom Fonds profitieren“, sagt Vana.
Zwischen 2007 und 2014 wurden mehr als 122.000 ArbeitnehmerInnen aus
Mitteln des EGF unterstützt. Nach Österreich sind bisher insgesamt
mehr als 22 Millionen Euro geflossen. Unterstützt wurden Beschäftigte
aus ganz unterschiedlichen Bereichen wie Soziale Dienstleistungen
oder Straßenbau. "Insgesamt braucht es als Ergänzung zu einer
verstärkten, aktiven Arbeitsmarktpolitik mehr Präventionsmaßnahmen,
mehr beschäftigungswirksame Investitionen und öffentliche
Dienstleistungen, den Ausbau der Kinderbetreuung und europaweite
Mindestlöhne“, so Vana abschließend.
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