• 15.09.2016, 12:46:19
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KO Hirz: Kein verlängerter Schulbesuch für Flüchtlingskinder: Missmanagement bringt Tränen, Chaos und bremst Integration

Am ersten Schultag in der Schule, am zweiten Tag ausgesperrt

Utl.: Am ersten Schultag in der Schule, am zweiten Tag ausgesperrt =

Linz (OTS) - „Ein derartiges Missmanagement der Schulbehörden grenzt
an einen Skandal. Am ersten Schultag kommen die betroffenen
SchülerInnen in die Schule. Am zweiten Schultag können sie gleich
wieder einpacken und gehen. Die Folgen sind Unverständnis, Tränen,
ein Chaos im Schulbetrieb und ein Bärendienst an der Integration.
Und das einfach deshalb, weil Informationen erst in letzter Sekunde
weitergegeben werden“. Schwer verärgert zeigt sich der Klubobmann und
Bildungssprecher der Grünen OÖ LAbg. Gottfried Hirz über die aktuelle
Situation an etlichen Pflichtschulen in Oberösterreich nach dem
Erlass des Bildungsministeriums. Dieser Erlass verwehrt jenen
SchülerInnen, die als außerordentliche SchülerInnen geführt werden,
das freiwillige 10. Schuljahr. Betroffen sind klarerweise
Flüchtlingskinder bzw. jene mit Migrationshintergrund.

Noch zu Schulschluss sind die betroffenen SchülerInnen und ihre
Eltern zu Recht davon ausgegangen, dass der weitere Schulbesuch
gesichert ist. Jetzt werden sie und mit ihnen die PädagogInnen am
allerletzten Abdruck vor geänderte Tatsachen gestellt. „Man schafft
es nicht rechtzeitig vor Schulstart den nötigen Überblick zu haben.
Was sind die geänderten Rahmenbedingungen, wie viele SchülerInnen
sind an der Schule, wieviele LehrerInnen werden gebraucht. Das sind
die fundamentalen Informationen, die bereits vor dem Schulstart
vorliegen müssen. Das ist scheinbar nicht möglich und das geht zu
Lasten der SchülerInnen“, kritisiert Hirz, der mit PädagoInnen
gesprochen und sich ein Bild von der Lage gemacht hat. „Die
LehrerInnen berichten von erschütternden Szenen. Sie müssen den
lernwilligen Kindern am zweiten Schultag erklären, dass sie nicht
mehr in die Klasse dürfen, die Schule nicht mehr besuchen dürfen und
sich von ihnen verabschieden. Eine reife der Leistung der
Schulbürokratie “, meint Hirz.

Für die Grünen stehen jetzt zwei Punkte im Vordergrund. Erstens
müssen Mittel und Wege gefunden werden, die betroffenen SchülerInnen
im Bildungssystem zu halten. Sollte das Bildungsministerium meinen,
dass diese Jugendlichen in Erwachsenenbildungskursen zur Basisbildung
und Vorbereitung für den Pflichtschulabschluss besser aufgehoben
sind, so muss das Ministerium auch hier das Angebot deutlich erhöhen.
Zweitens muss aufgerollt werden, wie es zu einer solch unzumutbaren
Situation an den Schulen kommen kann. „Wir müssen herausfinden, was
da in der Schulbürokratie schiefläuft und die Konsequenzen ziehen.
Wir Grüne werden mit Sicherheit an diesem Thema dranbleiben“, kündigt
Hirz an.

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