AK Kaske: „Sparpolitik ist Sackgasse“

Mehr öffentliche Investitionen führen Europa aus der Krise

Wien (OTS) - Der Ausbau der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur, des sozialen Wohnbaus, ein verstärktes Angebot an Ganztagsschulen: Gerade in Ländern mit rasch zunehmender Bevölkerung wie Österreich muss in Infrastruktur investiert werden, um auch in Zukunft den Menschen faire Bedingungen in der Ausbildung und am Arbeitsmarkt zu ermöglichen. „Sinnvolle Wirtschaftspolitik muss die Sorgen der Menschen in den Mittelpunkt stellen. Wohnen muss leistbar sein, es braucht ein gutes Angebot an sozialen Dienstleistungen“, sagt AK Präsident Rudi Kaske. Zumal die Bedingungen für öffentliche Investitionen dank der niedrigen Zinsen so günstig wie selten zuvor sind.

„Alle wesentlichen Wirtschaftsforscher sehen mittlerweile ein, dass die Austeritätspolitik der EU der falsche Weg war. Sparpolitik führt in eine Sackgasse“, betont Kaske. Das Beispiel USA verdeutliche, dass Investitionen sich lohnen. Das Land ist weitaus früher aus der Krise gekommen und hat die Phase der Stagnation längst hinter sich gelassen. Die Schuldenbremse in Europa hat indes zu hoher Arbeitslosigkeit und einer Selbstlähmung geführt. Die Verschärfungen der Regeln des Stabilitäts- und Wachstumspaktes verringern den Handlungsspielraum der Staaten zur Bekämpfung der Krise durch wachstums- und beschäftigungsfördernde Maßnahmen.

„Es ist höchste Zeit für einen Kurswechsel in Europa, denn ohne gezielte Investitionen werden weder die erforderliche Infrastruktur noch ausreichend neue Arbeitsplätze entstehen, um allen Menschen in diesem Land gute Beschäftigungs-, Bildungs- und Mobilitätschancen sowie adäquaten Wohnraum zu ermöglichen“, erklärt Kaske. Die Finanzierung der öffentlichen Investitionen ist derzeit besonders günstig, die Staaten können sich quasi zum Nulltarif verschulden, um sinnvolle Zukunftsinvestitionen gerade in den Bereichen Wohnen, Bildung und Mobilität zu tätigen.

Service: AK Blog zu dem Thema
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ales-element-einer-sozial-oekologischen-erneuerung/

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