Afghanistan: Die Arbeit des Roten Kreuzes darf keinem Risiko ausgesetzt werden

Wien/Genf/Kabul (OTS/Rotes Kreuz) - „Angriffe auf Spitäler, medizinisches Personal und freiwillige Helfer sind auf das Schärfste zu verurteilen“, sagt Werner Kerschbaum, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes anlässlich des jüngsten Angriffs auf die vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) unterstützte Mirwais-Klinik im Süden Afghanistans. „Es ist besorgniserregend, dass in Zeiten größter Not, Gesundheitseinrichtungen angegriffen und tausende Menschen nicht mehr medizinisch versorgt werden können“, so Kerschbaum.

„Das sind schwere Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht, die zu Leid und Flucht führen“, sagt der Rotkreuz-Generalsekretär. Kerschbaum verweist darauf, dass Afghanen die zweitgrößte Gruppe von Flüchtlingen sind, die in Europa ankommen.

Das IKRK arbeitet seit 1987 in Afghanistan und verfügt im Land über 12 nationale Büros. 110 internationale Experten und 1.800 lokale Helfer unterstützen den Afghanischen Roten Halbmond in der Durchführung seiner humanitären Aufgabe.

In dem jahrelangen Konflikt leistet das IKRK humanitäre Nothilfe und verteilt Lebensmittel und Hilfsgüter. Zusätzlich werden in der langfristigen Hilfe unter anderem Krankenhäuser und mobile Kliniken mit medizinischem Personal unterstützt, Physiotherapeuten ausgebildet, orthopädische Zentren betrieben, die Wasserversorgung sichergestellt und bedürftige Familien mit einkommensschaffenden Maßnahmen in der Landwirtschaft gefördert.

„Diese Maßnahmen sind in dem vom Konflikt schwer betroffenen Land für die Menschen überlebensnotwendig“, so Kerschbaum, „der Zugang zu den bedürftigsten Menschen in Not ist nur möglich, weil das IKRK als neutrale humanitäre Organisation das Vertrauen aller Konfliktparteien hat. Diese Arbeit darf keinem Risiko ausgesetzt werden und braucht vor allem eine langfristige Finanzierung.“

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