• 14.09.2016, 10:40:41
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TTIP und CETA: Export und Freihandel sichern 230.000 Arbeitsplätze in der Maschinen- und Metallwarenindustrie

Appell an Bundesregierung und Parlamentarier zu mehr Engagement für den Industriestandort

Utl.: Appell an Bundesregierung und Parlamentarier zu mehr
Engagement für den Industriestandort =

Wien (OTS) - Die aktuelle Debatte um TTIP und CETA steht mittlerweile
stellvertretend für die Frage, ob und wie Österreich sich in Zukunft
in Sachen Freihandel verhalten will und wie sich die Politik für den
Industriestandort einsetzt. Die Maschinen-, Metallwaren- und
Gießereiindustrie (MMGI) ist Österreichs stärkste Branche. Mehr als
1.200 Unternehmen, 85 % davon sind Familienbetriebe, beschäftigen
rund 120.000 Menschen und sichern indirekt an die 230.000
Arbeitsplätze. Über 80 % ihrer Produkte gehen in den Export. Die USA
sind nach Deutschland der zweitwichtigste Handelspartner mit rund 3
Mrd. € Exportvolumen.

Christian Knill, Obmann des Fachverbands der MMGI: „Die
Zukunftsfähigkeit unserer Industrie und von Österreichs Wohlstand
generell ist entscheidend vom Export abhängig. TTIP und CETA sind für
die österreichische Industrie klare Maßnahmen zur Verbesserung der
Exportbedingungen und Sicherung der daran hängenden Arbeitsplätze.
Ich rufe die Vertreter der österreichischen Politik, vor allem den
Bundeskanzler und die Bundesregierung sowie alle Parlamentarier dazu
auf, sich sachlich und konstruktiv mit dem Thema TTIP und CETA zu
beschäftigen.“ Knill weiter: „Wir sind auf einen erfolgreichen und
freien Welthandel angewiesen. Andernfalls werden andere
Wirtschaftsräume Österreich im internationalen Wettbewerb
zurückdrängen. Deshalb brauchen wir ein klares Votum für den Export.
Handelsabkommen, die diesen Export unterstützen, sind für uns
überlebensnotwendig. Opfern sie dies nicht auf dem Altar des
parteipolitischen Taktierens.“

Die MMGI sieht in CETA ein gut verhandeltes Abkommen, es wurde sogar
noch einmal aufgeschnürt, um das Thema Schiedsgerichtsbarkeit zu
verbessern. Auch TTIP ist nicht ausverhandelt, gewisse soziale und
ökologische Themen lassen sich sicher lösen. Dazu muss man aber
verhandeln.

Knill appelliert an alle verantwortlichen Politiker: „Wenn Sie
Standort und Arbeitsplätze sichern wollen, dann unterstützen Sie den
Freihandel. Der Bundeskanzler will 200.000 Arbeitsplätze schaffen,
das geht jedoch nur mit Wachstum und einer starken Industrie. Wir
stehen zu unser Verantwortung, aber es braucht auch eine Politik, die
Chancen ergreift und für den Standort kämpft. Im Moment sehen wir das
leider nicht.“

Über den FMMGI

Die Maschinen-, Metallwaren- und Gießereiindustrie umfasst in
Österreich alle Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinenbau,
Anlagenbau, Stahlbau, Metallwaren und Gießerei. Mit über 1.200
Unternehmen und 118.000 Beschäftigten erwirtschaftete die Maschinen-
und Metallwarenindustrie im Jahr 2015 einen Produktionswert von 33,4
Milliarden Euro. Die Gießereiindustrie mit 7.000 Beschäftigten
erzielte einen Produktionswert von 1,5 Milliarden Euro. Die
mittelständisch strukturierte Branche stellt das Rückgrat der
industriellen Beschäftigung in Österreich dar.

Oberstes Ziel des Fachverbandes ist die Mitwirkung an der Gestaltung
von maßgeblichen rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen,
um den erfolgreichen Fortbestand der Unternehmen der Maschinen-,
Metallwaren- und Gießereibranche im internationalen Wettbewerb zu
sichern.

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