• 13.09.2016, 12:35:55
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Landau: Hohe Erwartungen an UN-Gipfel zu Flucht und Migration

Caritas-Präsident: New Yorker Versammlung am 19. September soll internationale Diskussion in Gang setzen und gemeinsames Vorgehen vorbereiten

Utl.: Caritas-Präsident: New Yorker Versammlung am 19. September
soll internationale Diskussion in Gang setzen und gemeinsames
Vorgehen vorbereiten =

Wien (KAP) - Hohe Erwartungen hat Caritas-Präsident Michael Landau an
den Flüchtlings- und Migrationsgipfel, den die Vereinten Nationen am
Montag, 19. September, in New York veranstalten. Lösungsansätze für
ein gemeinsames und koordiniertes Vorgehen bei den heutigen und
künftigen Migrations- und Flüchtlingsbewegungen könnten präsentiert
und in die Wege geleitet werden, denn "die jüngsten Monate haben
gezeigt, dass kein Land der Welt die Aufgaben alleine schaffen kann",
so Landau gegenüber "Kathpress" im Vorfeld des Gipfels. Wichtig sei
es, die internationale Diskussion über Migration in Gang zu setzen.

Nie zuvor sei auf derart hoher Ebene über die Themen Flucht und
Migration beraten worden, verwies Landau auf die 150 Staats- und
Regierungschefs, die in New York erwartet werden. Bei der
Auftaktveranstaltung sprechen neben Generalsekretär Ban-Ki-Moon und
Weltbank-Präsident Jim Yong Kim auch Flüchtlingshochkommissar Filippo
Grandi, Menschenrechtskommissar Zeit Ra'ad Al Hussein, der
Generaldirektor der Internationalen Organisation für Migration, Peter
Sutherland sowie Vertreter internationaler Flüchtlings- und
Freiwilligenorganisationen.

Das Finden von Lösungen im weltweiten Kontext bezeichnete der
Caritas-Präsident als ein "Muss": Migration sei "ein Stück
Wirklichkeit der Menschheit von Anfang an", und es sei "Chance und
zugleich Auftrag des 21. Jahrhunderts", sie zu gestalten. Komme die
Welt in der Diskussion über Migration und Flucht zum gemeinsamen
Punkt, "dass die Aufgabe bewältigbar ist, dann wäre schon viel
gewonnen", so Landau. Fest stehe weiterhin, dass nicht jeder, der
Asyl beanträgt, dieses auch erhalten werde, "doch jeder hat Recht auf
ein faires Verfahren".

Globale Nachhaltigkeitsziele

Caritas Auslandshilfechef Christoph Schweifer erinnerte gegenüber
"Kathpress" an die im vergangenen Herbst im Rahmen der
UN-Generalversammlung verabschiedeten globalen Nachhaltigkeitsziele
("Sustainable Development Goals"/SDGs), mit denen bis 2030 Hunger und
Armut weltweit überwunden werden sollen. Insgesamt umfasst diese
Agenda siebzehn Entwicklungsziele, die über die bisherige
Entwicklungspolitik hinausgehen und Leitlinien für nachhaltige
Entwicklung auf wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Ebene
bilden. Diese "Sustainable Development Goals" müssten den Staaten als
"Masterplan für eine gerechtere Welt", forderte Schweifer. Er hoffe
sehr, "dass auf der Konferenz kommende Woche in New York dafür die
Weichen gestellt werden".

O-Töne von Caritas-Präsident Landau sind in Kürze unter
www.kathpress.at/audio abrufbar.

((ende)) PER/GPU
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