• 13.09.2016, 10:27:11
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Neuer «GDI Impuls» zu «Liquid Leadership» erschienen

Rüschlikon (ots) - Mit «Liquid Leadership» beschäftigt sich das
renommierte Wissensmagazin «GDI Impuls» in seiner aktuellen Ausgabe.
Denn neue Technologien, Kommunikations- und Arbeitsformen lassen auch
neue Führungsmodelle entstehen. Führung wird kollaborativer und
situativer, und das nicht nur bei Start-ups aus der
Technologie-Branche, sondern in der gesamten Wirtschaftswelt.

Ein Zukunftsmodell der Schwarm-Leadership zeichnet MIT-Forscher Peter
Gloor in seinem Beitrag für «GDI Impuls». In der Netzwerk-Ökonomie
gehe es nicht darum, ein furchtloser Leader zu sein, sondern darum,
einen Schwarm zu schaffen, der mit gemeinsamem Bewusstsein daran
arbeite, Grosses zu leisten. Anders als oft vermutet, führe die
Schwarm-Organisation aber nicht zu einem Verschwinden von
Führungskraft, sondern zu einem neuen Leader-Typus: Es handle sich
eher um Bienenköniginnen ihrer Schwärme als um Leitwölfe. Als
Beispiele für diesen Typus nennt Gloor Jimmy Wales (Wikipedia) und
Linus Torvalds (Linux): «Sie gehen weg vom 'homo competitivus' eines
Donald Trump, hin zu einem 'homo collaborensis', wobei sie die dem
Menschen angeborene Wettbewerbsenergie in Richtung Zusammenarbeit
kanalisieren.»

Leadership ist dabei kein fester, unveränderlicher Bestandteil des
Arbeitslebens, weder für Führende noch für die Geführten. Bei
letzteren konstatiert Nico Lumma, COO des Hamburger Unternehmens
«Next Media Accelerator», eine Art Lebensabschnitts-Leadership: «Wir
müssen Führung sehr facettenreich definieren, für jedes Unternehmen
und jede Person neu austarieren - und alle sechs Monate von vorne
anfangen. Jungen Talenten ist klar, dass sie in kurzer Zeit viel
lernen können, wenn sie mit den richtigen Leuten zusammenarbeiten. Es
wird für Unternehmen immer schwieriger werden, diese Ansprüche
angemessen zu befriedigen, wenn sie weiterhin Führung eher
hierarchisch definieren.»

Für die Führungskräfte selbst wird eine immer häufiger gewählte
Lösung darin bestehen, Karriere nicht als Einbahnstrasse zu sehen.
Gar eine «Rücktrittskultur» fordert Hermann Arnold, Gründer und
Chairman des Software-Unternehmens Haufe Umantis. Heute würden
Mitarbeiter befördert, bis sie ihren Aufgaben nicht mehr gewachsen
seien und das Unternehmen verlassen müssten. Das sei unmenschlich und
unproduktiv, so Arnold.

«GDI Impuls» ist zu beziehen vom GDI Gottlieb Duttweiler Institute.
Summaries und Bestellmöglichkeiten: www.gdi-impuls.ch

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