- 10.09.2016, 08:00:16
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„profil“: Ermittlungen gegen FPÖ-Nationalratsabgeordneten Schellenbacher
Betrugsanzeige durch Asfinag, Panhans-Deal 2012 unter Geldwäscheverdacht
Utl.: Betrugsanzeige durch Asfinag, Panhans-Deal 2012 unter
Geldwäscheverdacht =
Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, steht der niederösterreichische
FPÖ-Nationalratsabgeordnete und Unternehmer Thomas Schellenbacher im
Zentrum eines umfangreichen Ermittlungsverfahrens, das gleich zwei
Staatsanwaltschaften und das Landeskriminalamt (LKA) Niederösterreich
beschäftigt. Im März dieses Jahres hatte die staatliche Asfinag, ein
früherer Geschäftspartner des Abgeordneten, Schellenbacher bei der
Staatsanwaltschaft St. Pölten wegen des Verdachts des Betrugs
angezeigt, die daraufhin das LKA mit Ermittlungen beauftragte.
Schellenbacher soll über sein früheres Planungsbüro IBS Umwelt- und
Verkehrstechnik GmbH (es schlitterte 2015 in den Konkurs) einen
Asfinag-Auftrag im Jahr 2013 nicht korrekt abgerechnet und dabei
einen Schaden von annähernd zwei Millionen Euro verursacht haben.
Asfinag-Sprecher Christian Spitaler bestätigte gegenüber „profil“ die
gegen Schellenbacher gerichtete Sachverhaltsdarstellung. Parallel
dazu ermittelt das LKA im Auftrag der Wiener Wirtschafts- und
Korruptionsstaatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Geldwäsche.
2012 hatte Schellenbacher (über seine IBS) gemeinsam mit ukrainischen
Partnern das insolvente Grandhotel Panhans am Semmering für fünf
Millionen Euro erworben, der Kaufpreis soll über eine Gesellschaft
mit Sitz in Limassol, Zypern, nach Österreich geflossen sein. „Ich
kann bestätigen, dass bei uns rund um den Verkauf des Hotels Panhans
im Jahr 2012 ein Verfahren wegen § 165 Abs. 1 und 4 Fall 1 StGB gegen
teils bekannte, teils unbekannte Täter anhängig ist. Die Ermittlungen
laufen, haben Auslandsbezug“, so Oberstaatsanwalt Konrad Kmetic
gegenüber „profil“.
Noch handelt es sich nur um Verdachtsmomente, für Schellenbacher
gilt die Unschuldsvermutung. Der Abgeordnete wurde auch noch nicht
einvernommen. Über seinen Anwalt Rüdiger Schender ließ Schellenbacher
mitteilen, dass an der „gesamten Sache inhaltlich nichts dran“ sei.
Selbstverständlich werde Schellenbacher mit den Behörden umfassend
kooperieren, um die Angelegenheit aufzuklären und die Vorwürfe aus
der Welt zu schaffen.
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