„Kulturmontag“: Türkei-Schwerpunkt, Kippenberger-Schau und „Sex in Wien“

Außerdem: Neue Dokumentation „London’s burning: Campino auf den Spuren des Punk“

Wien (OTS) - Einen facettenreichen „Kulturmontag“ präsentiert Clarissa Stadler am 12. September 2016 um 22.30 Uhr in ORF 2:
Anlässlich des durch die Türkei verhängten Stopps der österreichischen Ausgrabungen in Ephesos nimmt sich die Sendung im Rahmen eines Schwerpunkts u. a. der aktuellen (kultur-)politischen Ereignisse in der Türkei an. Im Studio ist dazu Nahostexpertin Karin Kneissl zu Gast. Weiters gibt das Magazin einen Ausblick auf zwei interessante neue Ausstellungen: das Thema „Sex in Wien“ arbeitet das Wien Museum ausführlich auf, dem Werk von Martin Kippenberger widmet sich das Wiener Kunstforum. Anschließend an das Magazin ist die neue Dokumentation „London’s burning: Campino auf den Spuren des Punk“ von Simon Witter und Hannes Rossacher zu sehen.

Graben-Kämpfe in Ephesos –Türkei-Schwerpunkt

Der türkische Ausgrabungsort Ephesos ist Weltkulturerbe ersten Ranges – und touristischer Anziehungspunkt. Seit 123 Jahren engagiert sich Österreich für das Grabungsprojekt. Die abrupte Beendigung der Forschungsarbeit des Österreichischen Archäologischen Instituts durch das türkische Außenministerium ist eine direkte Folge der Haltung der österreichischen Bundesregierung in Bezug auf die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. Aber Politik und Archäologie – das zeigt die Geschichte – waren immer schon eng miteinander verknüpft. Grabungsleiterin Sabine Ladstätter übt sich derweil in Zweckoptimismus – immer noch besteht Hoffnung, dass die Grabungslizenz im nächsten Jahr erneuert werden könne. Anlässlich der aktuellen Entwicklungen zu Ephesos setzt der „Kulturmontag“ einen Türkei-Schwerpunkt, berichtet über den rigiden Umgang der Erdogan-Regierung mit ihren Kritikern ebenso wie über den preisgekrönten Orientalistik-Roman „Kompass“ von Mathias Enard. Gast im Studio ist Nahostexpertin Karin Kneissl.

„Sex in Wien“: Große Schau über „Lust, Kontrolle und Ungehorsam“ im Wien Museum

Die moderne Großstadt verspricht Anonymität und die Erfüllung jeglicher sexueller Wünsche. Um das Thema Sex ranken sich in Wien bis heute viele Geschichten. Nicht zuletzt Sigmund Freuds Versuche, die verborgenen Fantasien der Menschen zu enträtseln, machten Wien zum Wegbereiter des modernen Verständnisses von Sexualität. Das Wien Museum widmet dem Thema die Ausstellung „Sex in Wien. Lust. Kontrolle.Ungehorsam“ und wagt sich damit an die enorme Herausforderung, die Kulturgeschichte der Sexualität in Wien darzustellen – und das in besonderer Dramaturgie. In drei Akten – „Vor dem Sex“, „Beim Sex“ und „Nach dem Sex“.

Martin Kippenberger – Der Alles-Künstler im Wiener Kunstforum

Der 1997 im Alter von 44 Jahren verstorbene deutsche Maler, Installations- und Performancekünstler, Bildhauer und Fotograf Martin Kippenberger erregte schon zeitlebens die Gemüter, doch blieb ihm der große Durchbruch stets verwehrt. Heute gilt er als einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Leben und Kunst waren für ihn eins. Mit seinen Arbeiten schockierte der auch als Autor, Entertainer, Nachtclubchef und Sänger aktive Exzentriker die Menschen, um sie einen Augenblick später zum Lachen zu bringen und im nächsten Moment ratlos zurückzulassen. Wie sehr Kippenberger dabei auch auf die Sprache setzte, zeigt jetzt eine große Schau im Bank Austria Kunstforum in Wien. Der „Kulturmontag“ versucht dem Mythos Kippenberger näherzukommen und hat mit starken Frauen gesprochen, die sein Leben begleitet haben.

Dokumentation: „London’s burning: Campino auf den Spuren des Punk“ (23.15 Uhr)

Skandale waren immer ein fester Bestandteil der populären Musik; die wohl schockierendste aller musikalischen Jugendbewegungen war eindeutig der Punk. Campino, Frontmann der legendären Toten Hosen, führt in dieser neuen Dokumentation von Simon Witter und Hannes Rossacher durch die Entstehungsgeschichte des Punk mit Fokus auf die Städte New York, London und Düsseldorf und teilt sein Wissen und seine Erfahrungen aus erster Hand. Er begleitet das Publikum zu den Orten der ersten und entscheidenden Punk-Konflikte und trifft Rebellen und Insider von damals wie Tony James, Charlie Harper, Viv Albertine, Julien Temple, Chris Sullivan, TV Smith oder Bob Geldof.

Der „Kulturmontag“ – produziert in HD – wird als Live-Stream sowie nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) bereitgestellt.

Das gesamte TV-Angebot des ORF - ORF eins, ORF 2, ORF III sowie ORF SPORT + - ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

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