• 07.09.2016, 10:22:40
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Geiringer-Stipendium 2016 geht an APA-Journalist Schlemmer

Von der APA gestifteter Fonds zur journalistischen Weiterbildung in Oxford zum zwölften Mal vergeben

Utl.: Von der APA gestifteter Fonds zur journalistischen
Weiterbildung in Oxford zum zwölften Mal vergeben =

Wien (OTS) - Christoph Schlemmer (31) erhält das Alfred
Geiringer-Stipendium 2016. Der von der APA - Austria Presse Agentur
gestiftete Fonds zur journalistischen Weiterbildung dient der
Förderung des Qualitätsjournalismus und ermöglicht einen
dreimonatigen Studienaufenthalt am Green College der Universität
Oxford sowie die Teilnahme am exklusiven "Journalism Training
Programme" der Thomson Reuters Foundation.

Schlemmer studierte Volkswirtschaftslehre an der WU Wien und
absolvierte den Journalistenlehrgang am Kuratorium für
Journalistenausbildung. Nach Praktika beim "Standard" und dem
Online-Magazin "Eurozine" landete er in der Wirtschaftsredaktion der
APA. In seiner wissenschaftlichen Arbeit am Reuters Institute wird
sich Schlemmer mit der Frage beschäftigen, welche Nutzer- bzw.
Kundendaten wie Online-Verweildauer, Klickraten oder Verbreitung über
soziale Medien neben den traditionellen Maßstäben wie Ausgewogenheit
oder Schnelligkeit im digitalen Zeitalter die Berichterstattung einer
Nachrichtenagentur beeinflussen können.

Der Namensgeber des Stipendiums, Alfred Geiringer, legte den
Grundstein für den Weg zur Unabhängigkeit, den die APA - Austria
Presse Agentur seit 1946 gegangen ist. Geiringer musste 1938 aus
Österreich emigrieren und kehrte 1945 als Reuters European Editor
zurück. Die APA verdankt ihm maßgeblich die Loslösung aus fast einem
Jahrhundert staatlicher Bindung und die Transformation zu einer
Nachrichtenagentur, die heute allein den Grundsätzen Unabhängigkeit,
Zuverlässigkeit und Ausgewogenheit verpflichtet ist.

Dank Geiringers Aufbauarbeit zählt die APA heute zur kleinen
Gruppe von etwa 20 Agenturen weltweit, die sich im privaten Eigentum
der Medien befinden, während die große Mehrzahl der
Nachrichtenagenturen, nämlich etwa 90 Prozent, in staatlichem
Eigentum oder staatlich kontrolliert ist. Die APA hat sich deshalb
2001 entschlossen, unter Geiringers Namen einen Fonds zur
journalistischen Weiterbildung einzurichten.

Das Stipendium geht an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von
österreichischen Medienhäusern sowie der APA selbst. Bisherige
Geiringer-Stipendiaten waren Hedwig Kainberger ("Salzburger
Nachrichten"), Monika Graf (APA, inzwischen "Salzburger
Nachrichten"), Alexandra Föderl-Schmid ("Der Standard"), Gianluca
Wallisch (APA, inzwischen "Der Standard"), Alexandra Frech (APA), Eva
Weissenberger ("Kleine Zeitung", inzwischen "News"), Judith Högerl
(APA), Monika Kalcsics (ORF), Christoph Griessner (APA), Anna-Maria
Wallner ("Die Presse"), Sonja Gruber (APA) sowie Anja Kröll
("Salzburger Nachrichten").

Der Studienaufenthalt bei der Thomson Reuters Foundation findet
von Oktober bis Dezember 2015 in Oxford statt. Das "Journalism
Training Programme" in der britischen Universitätsstadt bietet dabei
drei Schwerpunkte: Die Teilnehmer verfassen eine wissenschaftliche
Arbeit über ein medienrelevantes Thema ihrer Wahl, besuchen
regelmäßig Seminare und gelegentliche Speziallehrveranstaltungen und
können unter dem Motto "human contacts" persönliche Kontakte zu
Vortragenden und Studierenden, Medienfachleuten und Praktikern
knüpfen. Darüber hinaus werden Studien-Ausflüge zu großen
Medienunternehmen in London, etwa Reuters, BBC und CNN, sowie zu
politischen Einrichtungen wie House of Commons und Royal Institute of
International Affairs unternommen.

APA-Außenpolitikredakteur Alexander Fanta erhielt unterdessen das
"Google Digital News Fellowship" zugesprochen. Fanta wird sich ab
Jänner 2017 im Rahmen eines vom US-Internetkonzern finanzierten
Stipendiums für sechs Monate am Reuters-Institut in Oxford aufhalten.
Thema seiner dort geplanten Forschungsarbeit ist
"Roboterjournalismus" und der Trend hin zu automatisierter
Texterstellung im Journalismus. Fanta ist 31 Jahre und arbeitet seit
2011 in der APA-Außenpolitik, davor sammelte er in der Außenpolitik
des "Standard" und bei der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" erste
Berufserfahrung.

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