Erfolgreiche Uraufführung interpretiert Verhältnis Emilie Flöge-Gustav Klimt neu

Maxi Blaha brilliert mit spannendem Monolog am Originalschauplatz Villa Paulick

Wien/Seewalchen am Attersee (OTS) - Anlässlich ihres dreijährigen Bestehens hat die Klimt-Foundation den zeitgenössischen Monolog SÜSSE WIENER DUNKELHEIT / TIEFHELLER SEE beauftragt, der am 03.09.2016 von Schauspielerin Maxi Blaha in der Villa Paulick in Seewalchen am Attersee zur Uraufführung gelangte. Neben einer eigenen Sonderschau über Emilie Flöge im Klimt-Zentrum in Schörfling und einer neuen wissenschaftlichen Publikation über die Modedesignerin, fördert die Klimt-Foundation auch die zeitgenössische Auseinandersetzung mit Emilie Flöge im Bereich der darstellenden Künste.

Auf den Spuren der Modepionierin in der 1877 errichteten Villa Paulick

Für Maxi Blaha, die kürzlich als Bertha von Suttner (Feuerseele) und mit einem Monolog von Elfriede Jelinek und Ingeborg Bachmann (Es gibt mich nur im Spiegelbild) internationale Erfolge feierte, war es „eine berührende Herausforderung auf den Spuren der Modepionierin und wichtigen Frau an Klimts Seite zu wandeln: im historischen Ambiente, mit Originalrequisiten und einem neuen, zeitgenössischen Text“.

Sonnenlichtleichte Komplexität und kritische Reflexionen auf heterosexuelle Begehrensstrukturen

Der von der 28-jährigen Germanistin Clara Gallistl verfasste Monolog lässt die gängigen Beziehungsklischees beiseite. „Es war mein Wunsch, die zielstrebige, dichte und sonnenlichtleichte Komplexität dieser Frauenbiografie zu einem menschlichen Charakter zu verdichten, an den sich das Publikum erinnert“ – schwärmt die junge Autorin, die nach Abschluss ihres Studiums mit einem Startstipendium für Kulturmanagement des Bundeskanzleramtes und einer Nominierung für das Hans-Gratzer-Dramatikerinnen-Stipendium des Schauspielhauses Wien ausgezeichnet wurde. „Der Titel meines Textes stellt die immer noch anziehende, besondere Emotion der kulturgeschichtlichen Epoche `Wien 1900´ neben das einzigartige Erleben der Seelandschaft Attersee. In der Perspektive meines Stückes wirft die gealterte Flöge aus dem Wien der 1930er-Jahre einen sehnsuchtsvollen Blick zurück auf die Zeit der berühmten Sommerfrischen und des Secessionismus, nicht ohne ihre kritischen Reflexionen auch heterosexuellen Begehrensstrukturen, geschlechtlichen Arbeitsbedingungen und den politischen Implikationen ihres Schaffens zu widmen" so Gallistl.

Wir geben Emilie Flöge ihre Stimme zurück

Briefe von Klimt an Flöge sind zahlreich erhalten, nicht aber Post von Flöge an Klimt. „Unsere Flöge-Sonderschau im Klimt-Zentrum bereichern erstmals Arbeiten der zeitgenössischen Künstlerinnen Bernadette Huber und Irene Andessner. Mit dem Stück von Clara Gallistl gehen wir nun einen für die Stiftung neuen Weg in der darstellenden Kunst und geben Emilie Flöge damit auch wieder ihre Stimme zurück“, so Klimt-Expertin Sandra Tretter, die in den vergangenen Jahren in die Korrespondenz von Gustav Klimt und Egon Schiele tauchte und das Stück für die Klimt-Foundation nach einer Idee von Peter Weinhäupl beauftragte.

Weitere Vorstellungen mit Maxi Blaha, in einem neu gedachten Reformkleid von Designer Juergen Christian Hoerl, sind ab Herbst 2016 an Originalschauplätzen von Gustav Klimt & Emilie Flöge in Wien und am Attersee geplant.

SÜSSE WIENER DUNKELHEIT / TIEFHELLER SEE
Szenische Lesung von Maxi Blaha über Emilie Flöge
Text: Clara Gallistl
Viola: Martina Reiter
Kostüm: Jürgen Christian Hoerl
Plakat: Bernadette Huber
Im Auftrag von: Gustav Klimt | Wien 1900-Privatstiftung

Edition Klimt, Band 3:
Gustav Klimt. Emilie Flöge - Reform der Mode, Inspiration der Kunst, hrsg. von Sandra Tretter und Peter Weinhäupl. Mit Beiträgen von Martina Leitner, Sonja Niederacher, Uwe Schögl, Paul H. Simpson, Verena Traeger, Sandra Tretter und Angela Völker.
ISBN 978-3-7106-0070-8, € 19,90

Weitere Informationen unter:
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160903_OTS0008/

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/8118

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Gustav Klimt | Wien 1900 - Privatstiftung
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