• 01.09.2016, 11:28:40
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Medienanalyse: Österreichs Kanzler - Die ersten 100 Tage im Vergleich

Die ersten 100 Tage der Kanzler in den Medien

Wien (OTS) - APA-DeFacto untersuchte die mediale Präsenz von vier
österreichischen Bundeskanzlern in ihren ersten 100 Tagen im Amt –
Schüssel knapp vor Gusenbauer und Kern, Faymann abgeschlagen

100 Tage im Dienst – Zeit, auch medial eine erste Bilanz der Amtszeit
von Bundeskanzler Christian Kern zu ziehen. Wie liegt er im Vergleich
mit seinen Vorgängern seit der Jahrtausendwende? Wer konnte mit
welchen Themen punkten? Wer blieb stabil, wem ging in den ersten 100
Tagen die Luft aus? APA-DeFacto beantwortet in ihrer aktuellen
Medienanalyse, welcher der letzten vier Kanzler die meisten Berichte
erreicht hat, wer schwach performt hat, und was die Gründe dafür
waren.

Die meisten Medienbeiträge in den ersten 100 Tagen im Amt verbuchte
Wolfgang Schüssel. Mit 4.824 Beiträgen liegt er knapp vor Alfred
Gusenbauer (4.696) sowie Christian Kern (4.243), bei welchem die
politisch und medial ruhigere Sommerzeit in die 100-Tage-Frist fiel.
Mit 2.612 Beiträgen erreichte Werner Faymann nur rund die Hälfte der
Beiträge seiner Amtskollegen, er liegt damit weit abgeschlagen an
vierter Stelle im Kanzlerranking. Einer der Gründe dafür liegt in
seiner zurückhaltenden Kommunikationsstrategie, die mit Leitsätzen
wie „genug gestritten“ für eine bewusst reduzierte
Öffentlichkeitsarbeit sorgte.

Alle vier Kanzler verzeichneten nach der Amtsübernahme einen medialen
Hype, jedoch kam es bereits in der dritten Woche bei allen zu einer
Abnützung des Aktualitätswertes und in der Folge zu einer
Normalisierung des Nachrichtenaufkommens. Nach dieser Startphase
blieb die Präsenz im Allgemeinen stabil und sank im letzten Drittel
noch einmal leicht ab. Eine Ausnahme bildet hier wiederum Werner
Faymann, der gegen Ende der 100 Tage durch Landtagswahlen in Kärnten
und Salzburg einen Peak verzeichnete.

Thematisch waren die ersten 100 Tage der Kanzlerschaft von Christian
Kern geprägt von der Asyl- und Integrationsdebatte, der
Bundespräsidenten-Stichwahl und deren Anfechtung sowie durch Kerns
Grundsatzprogramm und diplomatische Verstimmungen mit der Türkei. Der
im Präsenzranking führende Wolfgang Schüssel hatte im Jahr 2000 mit
EU-Sanktionen, Donnerstagsdemos und dem unterirdischen Gang zur
Angelobung zu kämpfen, konnte medial aber auch mit der Entschädigung
von NS-Zwangsarbeitern und dem Privatisierungs- und Pensionsgesetz
punkten. Rund um Gusenbauers Amtseinstieg 2007 wurde über
Eurofighter, Temelin und Kärntner Ortstafeln berichtet, bei Faymann
drehten sich die Themen Ende 2008 um Wirtschaftskrise,
Arbeitslosigkeit, ein Konjunkturpaket sowie die erwähnten
Landtagswahlen.

Für die Medienanalyse wurden 16.375 Beiträge aus 13 Tageszeitungen
herangezogen, die im gesamten Untersuchungszeitraum redaktionell
tätig waren. Die wissenschaftlich fundierten Analysen von APA-DeFacto
messen und interpretieren den medialen Output zu definierten Themen,
Zeiträumen oder Anlässen und geben u.a. Antworten auf Fragen zu
öffentlicher Präsenz, Positionierung oder Wirkung.

Über APA-DeFacto:

Die APA-DeFacto GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der APA –
Austria Presse Agentur und der größte Medien- und
Fachdatenbank-Anbieter Österreichs. Sie bietet ihren Kunden ein
umfangreiches Monitoring- und Analyse-Portfolio in Form von
Pressespiegeln und Medienresonanz-Analysen. Der Datenpool beinhaltet
aktuell mehr als 130 Millionen Dokumente aus rund 800 Quellen –
darunter sämtliche APA- sowie internationale Agentur-Meldungen,
österreichische und internationale Tageszeitungen, Radio- &
TV-Sendungen, Magazine, Fachmedien, Web- und Social Media-Beiträge,
Firmendaten, Bilderdienste sowie der APA-OTS Originaltext Service.

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