Silicon Valley goes Kottingbrunn

Wien (OTS) -

Open-Office-Konzept mit Rückzugsmöglichkeit Neuer Standort, neue Produktion: Takt- statt Standplatzfertigung Von Ternitz nach Kottingbrunn Bekenntnis zum Standort Europa Zur Maplan GmbH Produktion & Innovation Stagnation? Für Maplan ein Fremdwort Familienunternehmen

Der Maschinenbauer Maplan hat zwölf Millionen Euro in ein neues Produktionswerk samt Bürogebäude im ecoplus-Wirtschaftspark von Kottingbrunn investiert. Das Hightech-Areal könnte so aber auch in Silicon Valley stehen. Heute, am 01. September wird das Areal mit 400 Gäste aus der Wirtschaft.um 16.00 Uhr durch Landeshauptmann-Stellvertreterin Johanna Mikl-Leitner eröffnet.

Bereits die Außenansicht des neuen Maplan-Werks hat wenig mit einer schnöden Produktionshalle zu tun. Der Baukörper ist schlank, in Grau-Schwarz gehalten und signalisiert Hochtechnologie und Innovation, noch bevor man das Gebäude betritt. Das gesamte Gelände ist begrünt, auf dem Parkplatz spenden Bäume Schatten. „Wir leben hier das Google-Prinzip: Gleitzeitmodelle und Flexibilität, Innovation und Leistung, Besprechungsinseln und Freizeitlounges für Kommunikation und Erholung“, sagt Maplan-CEO Wolfgang Meyer. „Für Transportwege stehen Elektroautos bereit. Wir wollten Raum für interdisziplinären Austausch, und nicht, dass jeder Mitarbeiter in seiner Abteilung sein Wurstbrot isst.“
Der mobile Bürokubus am Rande des Teichs heißt deshalb Kommunikationsinsel, der vorgeschriebene Löschteich wurde zusätzlich mit Schilf und einem Steg verschönert. Zum Austausch und Denken regt aber das gesamte Areal an. Die Mitarbeiter verbringen ihre Pausen auf der Terrasse oder in der Kantine, die an Berlin-Mitte erinnert. Eine Photovoltaikanlage am Dach deckt einen Großteil des Stromverbrauchs und sorgt für ein nachhaltiges Energiekonzept. Der Boden der Produktionsstätte ist mit einer Fußbodenheizung ausgestattet, die wiederum mittels Grundwasser-Wärmepumpe ökologisch geheizt oder gekühlt wird. Modernste LED-Technologie garantiert durch die Helligkeitsregulierung auch abends optimale Lichtverhältnisse und kaum Stromverbrauch.

Open-Office-Konzept mit Rückzugsmöglichkeit
Die offenen Großraumbüros für maximal 16 Mitarbeiter sind in punkto Akustik mit speziellen schallschluckenden Decken- und Fußbodenkonstruktionen optimiert, eine automatische Belüftung in allen Büroräumen mit 20-fachem Luftwechsel pro Tag sorgt für optimales Raumklima. Begegnungsbereiche in allen Stockwerken fördern die Kommunikation, während die "Denkerzelle" in jeder Abteilung zum Rückzug für Telefonate oder kleinere Besprechungen einlädt. Wer möchte, kann in der Freizeit Lounge-Billard spielen. „Unsere Mitarbeiter produzieren Spritzgießmaschinen, die weltweit in über 60 Länder verkauft werden. Das Arbeitsklima wirkt sich immer auch auf die Qualität aus. Wir wollten daher ein Konzept, das Teamarbeit und Workflow fördert“, sagt Inhaber und CEO Philippe Soulier.

Neuer Standort, neue Produktion: Takt- statt Standplatzfertigung Aber auch auf die Produkte und deren Zuverlässigkeit wirkt sich das neue Modell aus. „Die neue Taktfertigung ist jetzt so aufgestellt, dass wir mit kurzen, optimierten Wegen Maschinen in Topqualität bauen können. Wir sind kein One-Shot-Business, unser Geschäftsmodell lebt von langfristiger, verlässlicher Qualität. Diese konstante Qualität haben wir jetzt durch die Taktfertigung perfektioniert. Alle Produktionsschritte werden zerlegt, standardisiert und damit noch weniger fehleranfällig“, sagt CEO Philippe Soulier.

Durch ein spezielles Logistikkonzept ist es gelungen, Maschinen mit bis zu 30 Tonnen auf der Montagestraße zu fertigen. Die dazu notwendigen IT-Projekte, Maßnahmen und logistischen Umstellungen wurden in den letzten zwei Jahren präzise ausgearbeitet und jetzt umgesetzt.
Belohnt wurde diese Investition mit:
 einem optimalen Materialfluss vom Wareneingang bis zum Maschinenausgang,
 bis zu 30 Prozent kürzeren Durchlaufzeiten in der Produktion,  einer Verdoppelung der Kapazitäten,
 einer konstanteren Qualität der Maschinen und
 einem eigenen Technikum für Versuche und Entwicklung.

Von Ternitz nach Kottingbrunn
Bis August produzierte die Maplan GmbH in Ternitz, seit Mitte August läuft der Umzug. Das Change-Management war erfolgreich: 90 Prozent der Mitarbeiter gingen zum neuen Standort mit, Sozialverträge für jene, die nicht wechseln wollten, wurden ausverhandelt. Im ecoplus-Wirtschaftspark in Kottingbrunn war die freie Fläche und damit die Expansionsmöglichkeit gegeben. Zudem garantiert der Ballungsraum Wien eine gute Anbindung an den Flughafen Schwechat. Nach flotten drei Monaten wurde die Baugenehmigung erteilt, die Kaplanstraße wurde kurzerhand in Maplanstraße unbenannt.

Bekenntnis zum Standort Europa
„In Europa sind in unserer Branche nur jene konkurrenzfähig, die ein Baukastensystem implementieren und so die Produktion optimieren. Durch unsere optimierte Produktion nach Taktfertigung erwarten wir 30 Prozent mehr Output bei gleichem Mitarbeiterstand. Natürlich ließe sich etwa in Asien kostengünstiger produzieren, aber wir bauen mit hohem Know-how Spezialmaschinen, und dieses Know-how lässt sich nicht so einfach transferieren. Zudem brauchen wir gut ausgebildete Mitarbeiter, und diese Mitarbeiter wünschen sich ein sicheres, lebenswertes Umfeld – und das haben wir in Österreich“, sagt CEO Wolfgang Meyer.
Philippe Soulier ergänzt: „Kottingbrunn ist ein klares Statement zu einer Produktion nach europäischen Standards. Und wir wollen dort sitzen, wo unsere Kunden sitzen. Die Maschinen werden für unsere Kunden ständig technisch angepasst, dokumentiert und nachgerüstet, und das erfordert Kommunikation und kurze Wege. Maplan-Maschinen haben eine Lebensdauer von 20 Jahren. Brauchen unsere Kunden Unterstützung, dann sind wir vor Ort!“
Die Maplan-Spritzgießmaschinen werden dafür eingesetzt, in der Autoindustrie Gummimetallteile zur Schwingungsdämpfung herzustellen, damit ein Ferrari lautlos und komfortabel über die Straße schweben kann. Sie werden auch verwendet, um Sicherheitselemente für Bohrlochabdichtungen in der US-Ölindustrie oder etwa Schienenzwischenlagen für die Deutsche Bahn zu produzieren. „Gummi ist letztlich in mittlerweile fast jedem Produkt, dabei sind Gummiteile komplexe Hightech-Teile", sagt Philippe Soulier. „Wir sind mit unseren Maschinen ein Teil dieser Spitzentechnologie und haben uns jetzt noch innovativer, effizienter und konkurrenzfähiger aufgestellt.“

Zur Maplan GmbH
Die Maplan GmbH hat mit einem Umsatz von circa 45 Millionen Euro im Jahr 2015 das erfolgreichste Jahr in der Unternehmensgeschichte abgeschlossen. Die Eigenkapitalquote des Maschinenbauunternehmens ist stabil und liegt deutlich über 40 Prozent. Maplan produziert sogenannte Elastomer-Spritzgießmaschinen und -Pressen und exportiert diese in mehr als 60 Länder weltweit. Der Exportanteil liegt bei 99 Prozent.

Produktion & Innovation
Bisher wurden die Maplan-Maschinen in Ternitz produziert, der Standort wurde jetzt nach Kottingbrunn in den Wiener Ballungsraum verlegt. Dort beschäftigt Maplan künftig 200 Mitarbeiter, weltweit sind 230 Mitarbeiter für Maplan tätig. Am neuen Werkstandort investierte die Familie Soulier, Eigentümerin der Maplan GmbH, insgesamt zwölf Millionen Euro. Die Maplan-Produktionshalle am neuen Standort Eco-Plus-Technologiepark in Kottingbrunn wird am 1. September eröffnet. Die Produktion wurde von Einzel- auf Taktfertigung umgestellt. Die Linienproduktion des Technologieführers gilt für die Branche als beispielgebend und garantiert eine neuerliche Steigerung der Qualitätsstandards.

Stagnation? Für Maplan ein Fremdwort
Zehn Prozent des Umsatzes werden allein für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Zuletzt wurden in den wichtigen Märkten USA und Italien deutlich gestiegene Auftragseingänge erzielt. Durch das neue Werk wurden die Durchlaufzeiten verkürzt und die Produktionskapazität verdoppelt.

Familienunternehmen
Ursprünglich ging die Maplan GmbH aus der Starlinger Gruppe hervor und ist seit 2012 im Besitz der Familie Soulier. Das Management der Maplan GmbH besteht aus dem Chief Executive Manager Philippe Soulier und dem Chief Executive Manager DI Wolfgang Meyer.

Rückfragen & Kontakt:

DI Wolfgang Meyer, CEO / Geschäftsführer
Email: Wolfgang.Meyer@maplan.at
Tel: +43 2252 790909/113
Maplan-Straße 1
A-2542 Kottingbrunn

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