• 31.08.2016, 12:01:30
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„Im Pfandl“: „Am Schauplatz“ trifft Pfandleiher und Pfandkunden

Am 1. September um 21.05 Uhr in ORF 2

Utl.: Am 1. September um 21.05 Uhr in ORF 2 =

Wien (OTS) - Seit es schwieriger geworden ist, Bankkredite zu
bekommen, erleben die Pfandleiher einen neuen Frühling. Sie belehnen
von Goldschmuck über Laptops bis hin zu Autos alles, was Wert hat.
Schnell und unbürokratisch, das sind die Vorteile. Allerdings ist ein
Pfandkredit wesentlich teurer als einer bei der Bank. Er ist ja auch
nur für kurze Zeit gedacht, als Notlösung, betonen alle in der
Branche. Für die „Am Schauplatz“-Reportage „Im Pfandl“ – zu sehen am
Donnerstag, dem 1. September 2016, um 21.05 Uhr in ORF 2 – hat Tiba
Marchetti mehrere Pfandleiher und Pfandkunden getroffen – und
überraschende Einblicke in die Branche bekommen.

Im Pfandhaus von Gerard Bleiweis in Linz kann man so gut wie alles
verpfänden: vom Schlauchboot über den Brillantring bis zum
ausgestopften Murmeltier. Seinen Kunden begegnet er auf Augenhöhe.
„Dann schämen sie sich nicht. Warum auch, wir haben ja beide etwas
davon“. Mario ist einer seiner Stammkunden. Er ist 30 und
Schausteller. Für seinen Fernseher hat er 70 Euro Pfanddarlehen von
Gerard bekommen. Mit dem Geld kauft er seiner Stieftochter Angelina
Ballerinas. „Sie war so brav in letzter Zeit und ich hab‘s ihr
versprochen“. Angelinas Mutter Manuela sieht darin kein Problem.
„Dann sparen wir eben woanders wieder etwas ein. Bei den Zigaretten
oder beim Nagelstudio“, schlägt sie vor.

Bei Erich geht es um eine unvorhergesehene Autoreparatur – um das
Geld dafür aufzubringen, versetzt er den Brillantring seiner
Freundin. „Sie hat den Ring von mir bekommen, weil sie eine gute Frau
ist. Und sie bekommt ihn ja nach ein paar Wochen wieder zurück“. Sie
steht daneben und nickt – es ist nicht das erste Mal, dass sie den
Ring zum Verpfänden vom Finger zieht.

Wer mehr Geld braucht, muss schon wertvollere Gegenstände versetzen,
zum Beispiel sein Auto. Das belehnte Auto darf man weiter benützen –
das ist Standard bei den meisten Autopfandhäusern. Das Risiko lassen
sie sich zahlen: 100 Prozent Zinsen inklusive Gebühren im Jahr sind
da keine Seltenheit.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der
Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand
abrufbar.

Das gesamte TV-Angebot des ORF – ORF eins, ORF 2, ORF III sowie ORF
SPORT + – ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen
zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden
sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090
010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

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