- 24.08.2016, 13:28:38
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FPÖ: Karlsböck fordert mehr Medizin-Studienplätze und die Rückkehr zum Herkunftslandprinzip
„Eklatante soziale Schieflage muss beseitigt werden“
Utl.: „Eklatante soziale Schieflage muss beseitigt werden“ =
Wien (OTS) - Der Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses im
Nationalrat und freiheitliche Wissenschaftssprecher, NAbg. Dr.
Andreas F. Karlsböck, verortet bei den derzeit geltenden
Zugangsregeln zum Medizinstudium eine eklatante soziale Schieflage,
die nur durch ein umfassendes Maßnahmenpaket beseitigt werden könne:
die Schaffung zusätzlicher Medizin-Studienplätze, Ausgleichszahlungen
der EU für den „Überhang“ ausländischer Studierender und die Rückkehr
zum Herkunftslandprinzip.
„Angesichts der massiven Abwanderung von Medizin-Absolventen ins
Ausland müssten beim Wissenschaftsminister alle Alarmglocken
schrillen und ich wundere mich, dass er bis jetzt nichts gegen diese
dramatische Entwicklung unternommen hat“, sagt Karlsböck. Es gehe
schließlich nicht nur darum, die medizinische Versorgung in
Österreich sicherzustellen, sondern auch die eklatante soziale
Schieflage zu beseitigen, die dadurch entstanden sei, dass
wohlhabende Familien, die es sich leisten könnten, ihre Sprösslinge
zunehmend auf Privatunis schickten, während sozial Schwächere infolge
eingeschränkter Studienplätze und strenger Zugangsbeschränkungen an
den staatlichen medizinischen Universitäten das Nachsehen hätten.
„Das ist das Gegenteil dessen, was die sozialdemokratisch geführte
Bundesregierung stets propagiert, und führt schnurstracks in eine
Zweiklassen-Gesellschaft“, betont der freiheitliche
Wissenschaftssprecher.
Karlsböck fordert daher als Sofortmaßnahme die Schaffung zusätzlicher
Studienplätze an den medizinischen Universitäten, in weiterer Folge
die Beseitigung jener Nachteile, die heimischen Studierenden aus dem
Zustrom ausländischer Studierender erwüchsen. „Das ist wiederum nur
möglich“, betont der freiheitliche Wissenschaftssprecher, „wenn die
Bundesregierung endlich mit der EU über Ausgleichszahlungen für den
jährlich 600 Millionen Euro verschlingenden ‚Überhang’ ausländischer
Studierender verhandelt, die einen heimischen Studienplatz in
Anspruch nehmen.“
Und schließlich müsse angesichts des heuer auslaufenden Moratoriums
für die geltende 75-Prozent-Quote für heimische Studierende das
„Herkunftslandsprinzip“ wiedereingeführt werden, um
„Numerus-Clausus-Flüchtlinge“ auch dann abzuwehren, wenn die
Beibehaltung einer Quote nicht mehr möglich sei. „Wobei auch der
ständige Verweis auf widerstreitendes EU-Recht auf Dauer inakzeptabel
ist“, so Karlsböck, „denn wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“
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