VKI: Türschlösser im Test – 10 von 20 bieten wenig Sicherheit

Große Qualitätsunterschiede, Preis allein nicht aussagekräftig

Wien (OTS/VKI) - Welche Sicherheit bieten gängige Türschlösser? Der VKI hat 20 Modelle, die häufig in privaten Haushalten und in großen Wohnanlagen eingebaut werden, getestet. Geprüft wurde dabei, ob und in welchem Zeitraum eine zweifach versperrte Tür von einem Profi zerstörungsfrei geöffnet werden kann. Das Resultat: 10 der 20 Schlösser im Test waren innerhalb weniger Minuten geknackt, nur auf zwei Schlössern waren hinterher Spuren zu erkennen. Alle Ergebnisse im Detail und weitere Informationen gibt es in der Septemberausgabe des Magazins KONSUMENT und unter www.konsument.at.

Ausgewählt wurden 20 Zylinderschlösser, davon fünf aus Baumärkten oder Onlineshops und 15 aus dem Fachhandel. Die Hälfte musste am Ende mit „nicht zufriedenstellend“ bewertet werden – die betroffenen Modelle konnten alle in weniger als fünf Minuten geknackt werden. Die Mehrheit ließ sich zudem öffnen, ohne dass der Einbruch hinterher zu erkennen gewesen wäre. In einigen Fällen dauerte das kaum länger als mit dem Originalschlüssel.

Demgegenüber stehen sechs „sehr gute“ Schlösser, die im Test auch nach 20 Minuten noch allen Öffnungsversuchen standhielten. Mit dem E60 von ABUS, das für ca. 30 Euro im Baumarkt angeboten wird, gehört auch eines der günstigsten Modelle dazu. Die fünf anderen „sehr guten“ Schlösser wurden im Fachhandel eingekauft. Sie lagen preislich im Mittelfeld und kosteten zwischen 90 Euro (ISEO R6 Bohrmulde) und 187 Euro (EVVA 3KS).

Tipps der VKI-Zeitschrift KONSUMENT

  • Auch sehr gute Türschlösser kommen in die Jahre und können zum Risiko werden. Spätestens nach zehn Jahren sollte jedes Modell getauscht werden.
  • Montagefehler können die Sicherheit einschränken. Der Einbau von Türschlössern sollte daher Profis überlassen werden.
  • Schutz von Einbruch und Diebstahl gibt es nur im Paket: Neben einem guten Schloss sind (u.a.) auch hochwertige Schutzbeschläge nötig.

SERVICE: Den Testbericht im Detail sowie Stellungnahmen der Hersteller gibt es in der Septemberausgabe des Magazins KONSUMENT und online unter www.konsument.at.

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