„Tägliche Turnstunde in der Volksschule ist mit diesem Lehrpersonal leider Unsinn!“

„Motivation vieler Schulkinder wäre schon jetzt olympiareif!“

Sankt Pölten (OTS) - „Niemand verlangt von völlig unmusikalischen Lehrern, dass sie den Kindern singen lernen, oder von Analphabeten, dass sie ihnen schreiben lernen, aber in der Turnstunde soll plötzlich das sehr oft völlig unsportliche Lehrpersonal Wunder wirken? Dieser Anspruch ist bildungspolitisch leider Schwachsinn und bringt uns weder in der Volksgesundheit noch im Breitensport einen Millimeter weiter!“ Diese harten Worte richtet der NÖ Landtagsabgeordnete und Nachwuchssportbetreuer Walter Naderer an alle jene Phantasten und Einsager, die nach der wiederholten Olympiapleite nun zum x-ten Mal die tägliche Turnstunde fordern.
„Wir brauchen keine tägliche Turnstunde, da die Kinder dann eben nicht an 2 Tagen wenig machen, sondern an 5! Für Bewegungs- und Motorik- Pädagogik brauchen wir durch die ganzheitliche Vermittlung voll motivierte und athletisch bestens ausgebildete Fachkräfte! Wenn eine Volksschullehrerin das kann ist es super, aber aus Erfahrung weiß ich, dass das Lehrpersonal hier professionelle Unterstützung braucht.“ fordert der parteilose Mandatar, der sich seit vielen Jahren intensiv mit Basissportprogrammen für Kinder beschäftigt. In einem von ihm initiierten Laufprojekt, der „Laufinitiative 2020“ betreute er im abgelaufenen Schuljahr über 1300 Volksschulkinder in 13 Schulen.
„Unsere Idee war es, als erfahrene Laufveranstalter die Kinder aus den Schulen zu unseren Volksläufen abzuholen. In fast allen Klassen machen alle Kinder bei den Übungen mit, auch die etwas Rundlicheren! Die Starterquote bei den Läufen liegt insgesamt bei annähernd 40%, bei manchen Veranstaltungen am Standort der Schule sogar bei über 60%! Im Schuljahr 2015/16 haben wir über 600 Kinder zu insgesamt 6 Laufveranstaltungen gebracht. Das war oft eine Verdreifachung der Starterzahlen bei den Kinderläufen!“ bilanziert Naderer den Erfolg des Projekts.
„Mit der Feststellung, dass sich die Kinder untereinander in allen möglichen Fähigkeiten messen wollen, hat Peter Schröcksnadel völlig recht, daraus die tägliche Turnstunde als Gebot abzuleiten ist mangels geeigneten Lehrpersonals leider völlig unrealistisch. Wir brauchen „Fahrende Sportlehrer“ oder bezahlte Trainer, die 2 x / Woche mit den Kindern in Doppelstunden ein echtes Training in Basismotorik simulieren und die entstehende Gruppendynamik zur motorischen Weiterentwicklung auch nutzen! Es ist meine persönliche Erfahrung aus mehreren Jahren Kinderbetreuung, dass in der Folge viele von sich aus Weitspringen, Hochspringen und Werfen lernen wollen. Schwimmen ist bei den Kleinen ohnehin ein Selbstläufer, aber wir sperren ja aus Geldmangel die Schulhallenbäder eher zu denn auf, weil wir Milliarden für die Pensionisten brauchen. Auch reichen die erworbenen Fähigkeiten der Volksschulpädagogen für zielführenden Basissport nicht aus, weil man dafür sehr zeiteffizient vorgehen muss. Das gelingt den Lehrerinnen nur mit Unterstützung geschulter Trainer.“ analysiert Naderer.
„Es liegt ausschließlich an den zumeist übergewichtigen, bildungsverantwortlichen Politikern die Grundlagen für einen auf Breitensport basierenden Leistungssport zu legen, denn viele unserer Volksschulkinder sind von der Motivation her schon jetzt olympiareif!“

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LAbg. Walter Naderer
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