• 20.08.2016, 08:28:20
  • /
  • OTS0003 OTW0003

Grafenegg Festival: Start in die Jubiläumssaison

LH Pröll: „Ein Top-Kulturstandort geworden“

Utl.: LH Pröll: „Ein Top-Kulturstandort geworden“ =

St. Pölten (OTS/NLK) - Seit seiner Gründung vor genau zehn Jahren hat
sich Grafenegg zu einem der renommiertesten Festivalstandorte
entwickelt und sich als Ort der Begegnung für internationale
Orchester, Solisten und den musikalischen Nachwuchs mitten in Europa
etabliert. Gestern, Freitag, startete das Grafenegg Festival mit
einem Festakt sowie einem fulminanten musikalischen Auftakt in die
Jubiläumssaison.

„Die Kulturarbeit trägt unglaublich viel Kraft in sich“, sagte
Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll im Zuge des Festaktes im Auditorium:
„Dort, wo Kulturarbeit zuhause ist, dort entwickelt sich
Kreativität“. Grafenegg, das von einer „einzigartigen Atmosphäre“ und
der Harmonie von Geschichte und Gegenwart geprägt sei, habe sich zu
einem „Standort der Weltklasse“ entwickelt, so Pröll.

Im Gespräch mit Moderatorin Dr. Barbara Rett verwies der
Landeshauptmann auch darauf, dass dieses Festival tief in der Region
verankert sei: „Wenn etwas kräftig wachsen soll, muss es tiefe
Wurzeln haben.“ Dass 46 Prozent des Publikums aus Niederösterreich
und 35 Prozent aus Wien kämen, sei „der Beweis dafür, dass unsere
kulturpolitische Mission aufgegangen ist“.

Die Tatsache, dass das European Union Youth Orchestra seine
Sommerresidenz in Grafenegg habe, bezeichnete Pröll als „offenes und
klares Bekenntnis zu einem größeren Europa“. Gerade hier tue sich
eine neue Facette auf: „Wir werden alles daran setzen, den
Heimatstandort des European Union Youth Orchestra hier zu verankern.
Wir tun gut daran, in diese Richtung Anstrengungen zu unternehmen.“
Grafenegg sei in den vergangenen zehn Jahren zu einem
„Top-Kulturstandort“, geworden, so Pröll.

Der künstlerische Leiter von Grafenegg, Rudolf Buchbinder,
betonte: „Grafenegg – das war am Anfang ein Traum. Heute ist
Grafenegg der Beweis dafür, was die Musik schaffen kann.“ Für ihn sei
Grafenegg „der Beweis dafür, dass Musik noch immer eine treibende
Kraft ist, wenn Menschen Träume verwirklichen wollen“, so Buchbinder.
In Grafenegg sei „ein Traum wahr geworden“, sagte Buchbinder: „So wie
Grafenegg stelle ich mir eine Heimat der Musik vor.“

Eingeleitet wurde der Festakt im Auditorium durch den Regisseur
Michael Sturminger, der dafür eine Multimedia-Performance
inszenierte. Ausgehend von Shakespeares 66. Sonett entwickelte er mit
der Burgschauspielerin Caroline Peters, dem Bassbariton Florian
Boesch und Andreas Schosst sowie der Musikgruppe Franui eine
multimediale Zeitreise von der Renaissance bis in die Gegenwart.

An den Festakt im Auditorium anschließend wurde das zehnte
Grafenegg Festival im Wolkenturm mit Beethovens 9. Symphonie und zwei
Uraufführungen vom diesjährigen Composer in Residence Christian Jost
eröffnet. Es spielte das Tonkünstler-Orchester als Festival-Orchester
gemeinsam mit Alumni des European Union Youth Orchestras. Als
Solisten traten Camilla Nylund, Elena Zhidkova, Klaus Florian Vogt
und René Pape auf.

Bis 11. September werden weltweit führende Orchester und
internationale Künstler, darunter das Cleveland Orchestra unter Franz
Welser-Möst, das Königliche Concertgebouworchester Amsterdam mit
Daniele Gatti und Sol Gabetta, das Mariinsky Orchester St. Petersburg
unter Valery Gergiev, die Sächsische Staatskapelle Dresden mit
Christian Thielemann und Solisten wie Hilary Hahn, Klaus Florian Vogt
und Klaus Maria Brandauer in Grafenegg auftreten. Seinen Abschluss
findet das diesjährige Grafenegg Festival mit Rudolf Buchbinder und
den Wiener Philharmonikern, die sich an einem Tag allen
Klavierkonzerten Beethovens widmen.

Im Vorfeld der Festivaleröffnung kam es auch zur Unterzeichnung
des Vertrages über die Verlängerung der Amtszeit von Yutaka Sado als
Chefdirigent des Tonkünstler-Orchesters Niederösterreich. Sado wird
damit bis zum Sommer 2022 diese Funktion ausüben. „Ich bin sehr
glücklich, bis 2022 mit dem Tonkünstler-Orchester arbeiten und mich
in dieser Zeit gemeinsam mit den Musikerinnen und Musikern
weiterentwickeln zu können“, meinte der Chefdirigent zur Verlängerung
seines Vertrages. Die Vertragsverlängerung eröffne „die große Chance,
über einen längeren Zeitraum hinweg unsere gemeinsamen Ziele zu
realisieren – in Österreich, Europa und der Welt“, so Sado. Von einem
„bedeutenden Tag“ und einem „wichtigen Schritt“ sprach der
Geschäftsführer der NÖ Tonkünstler, Frank Druschel. Für
Landeshauptmann Pröll ist die Vertragsverlängerung „eine große
Freude“, betonte er, mit Sado habe man „einen Maestro unter Vertrag,
der international Rang und Namen genießt“.

Nähere Informationen: www.grafenegg.com

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NLK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel