KAV-GD Janßen zu Arbeitszeiten: KAV setzt gemeinsame Vereinbarung um

ÄK-Präsident hat Reduktion der Nachtdienste unterschrieben

Wien (OTS) - Udo Janßen, Generaldirektor des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV), weist die Aussagen des Wiener Ärztekammerpräsidenten in verschiedenen Medien wie in der ORF-Sendung „Wien heute“ aufs Schärfste zurück. Janßen: „Wir haben ein neues Dienstzeitmodell vereinbart, mit kürzeren Arbeitszeiten und weniger Nachtdiensten. Zur Reduktion der Nachtdienste haben wir massive Erhöhung der Gehälter vereinbart, um Einkommensverluste zu kompensieren. Die Erhöhungen liegen im Schnitt bei 30 Prozent, in manchen Fällen bei bis zu 50 Prozent. Der Ärztekammer-Präsident behauptet jetzt, wir würden nun einseitig gegen die Vereinbarung verstoßen und 40 Nachtdiensträder reduzieren. Das ist die Unwahrheit. Aus dem Pakt, den auch Ärztekammerchef Szekeres im Juli 2015 unterschrieben hat, geht ganz klar die gemeinsame Vereinbarung hervor, die Nachtdienste von 135.000 auf 100.000 zu reduzieren. Wir sind im Juli 2015 davon ausgegangen, dass die Unterschrift des Präsidenten auch Verbindlichkeit bringt.“

„Unser Ziel ist die Verringerung der Wartezeiten für die PatientInnen“, erläutert Janßen. „Wenn Ärzte tagsüber länger anwesend sind, erwarten wir uns davon kürzere Wartezeiten, längere Laufzeiten von Geräten und insgesamt effiziente Abläufe. Die Aussage des Kammerpräsidenten, die PatientInnen müssten wegen Nachtdienstreduktionen länger warten – wobei ja dann mehr ÄrztInnen am Nachmittag im Spital sind – ist vollkommen absurd.“ Die Behauptung, der KAV hätte zu wenig ÄrztInnen, reiht sich in Liste der unwahren Behauptungen ein: „Der KAV hat im Juli 2016 mit 3.124 vollzeitbeschäftigten ÄrztInnen deutlich mehr als im Vergleich zu Jänner 2015, vor den Verhandlungen, mit 3.045.“

„Seit Monaten hintertreibt die Ärztekammer den Vertrag, deren Präsident ihn eigenhändig unterschrieben hat“, kritisiert Janßen. „Die Ärztinnen und Ärzte und auch alle anderen Berufsgruppen leisten tagtäglich hervorragende Arbeit zur Versorgung der PatientInnen, die Leistungen der Wiener Spitäler sind dank dieser Arbeit voll aufrecht. Sie haben kein Verständnis dafür, dass ihre Arbeit ständig von FunktionärInnen schlecht geredet wird und dass ihnen unterstellt wird, die Versorgung in der Nacht wäre gefährdet“, empört sich Janßen. „Es mag sein, dass sich Präsident Szekeres erneut nicht an seine Unterschrift von 2015 erinnert“, sagt Janßen abschließend. „Unsere Ärztinnen und Ärzte jedenfalls vergessen zu keiner Zeit, dass im Mittelpunkt ihrer Arbeit die Versorgung der PatientInnen steht.“

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