• 19.08.2016, 09:44:42
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KAV-GD Janßen zu Arbeitszeiten: KAV setzt gemeinsame Vereinbarung um

ÄK-Präsident hat Reduktion der Nachtdienste unterschrieben

Utl.: ÄK-Präsident hat Reduktion der Nachtdienste unterschrieben =

Wien (OTS) - Udo Janßen, Generaldirektor des Wiener
Krankenanstaltenverbundes (KAV), weist die Aussagen des Wiener
Ärztekammerpräsidenten in verschiedenen Medien wie in der ORF-Sendung
„Wien heute“ aufs Schärfste zurück. Janßen: „Wir haben ein neues
Dienstzeitmodell vereinbart, mit kürzeren Arbeitszeiten und weniger
Nachtdiensten. Zur Reduktion der Nachtdienste haben wir massive
Erhöhung der Gehälter vereinbart, um Einkommensverluste zu
kompensieren. Die Erhöhungen liegen im Schnitt bei 30 Prozent, in
manchen Fällen bei bis zu 50 Prozent. Der Ärztekammer-Präsident
behauptet jetzt, wir würden nun einseitig gegen die Vereinbarung
verstoßen und 40 Nachtdiensträder reduzieren. Das ist die Unwahrheit.
Aus dem Pakt, den auch Ärztekammerchef Szekeres im Juli 2015
unterschrieben hat, geht ganz klar die gemeinsame Vereinbarung
hervor, die Nachtdienste von 135.000 auf 100.000 zu reduzieren. Wir
sind im Juli 2015 davon ausgegangen, dass die Unterschrift des
Präsidenten auch Verbindlichkeit bringt.“

„Unser Ziel ist die Verringerung der Wartezeiten für die
PatientInnen“, erläutert Janßen. „Wenn Ärzte tagsüber länger anwesend
sind, erwarten wir uns davon kürzere Wartezeiten, längere Laufzeiten
von Geräten und insgesamt effiziente Abläufe. Die Aussage des
Kammerpräsidenten, die PatientInnen müssten wegen
Nachtdienstreduktionen länger warten – wobei ja dann mehr ÄrztInnen
am Nachmittag im Spital sind – ist vollkommen absurd.“ Die
Behauptung, der KAV hätte zu wenig ÄrztInnen, reiht sich in Liste der
unwahren Behauptungen ein: „Der KAV hat im Juli 2016 mit 3.124
vollzeitbeschäftigten ÄrztInnen deutlich mehr als im Vergleich zu
Jänner 2015, vor den Verhandlungen, mit 3.045.“

„Seit Monaten hintertreibt die Ärztekammer den Vertrag, deren
Präsident ihn eigenhändig unterschrieben hat“, kritisiert Janßen.
„Die Ärztinnen und Ärzte und auch alle anderen Berufsgruppen leisten
tagtäglich hervorragende Arbeit zur Versorgung der PatientInnen, die
Leistungen der Wiener Spitäler sind dank dieser Arbeit voll aufrecht.
Sie haben kein Verständnis dafür, dass ihre Arbeit ständig von
FunktionärInnen schlecht geredet wird und dass ihnen unterstellt
wird, die Versorgung in der Nacht wäre gefährdet“, empört sich
Janßen. „Es mag sein, dass sich Präsident Szekeres erneut nicht an
seine Unterschrift von 2015 erinnert“, sagt Janßen abschließend.
„Unsere Ärztinnen und Ärzte jedenfalls vergessen zu keiner Zeit, dass
im Mittelpunkt ihrer Arbeit die Versorgung der PatientInnen steht.“

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRK

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