ÖAMTC: Abgelaufenes Pickerl im Ausland besser vermeiden

§57a-Begutachtung noch vor der Fahrt in den Urlaub erledigen

Wien (OTS) - Die §57a-Begutachtung muss in Österreich innerhalb eines gesetzlichen Toleranzzeitraums erfolgen. Der beginnt einen Monat vor und endet vier Monate nach Fälligkeit, abhängig vom Monat der Erstzulassung. Innerhalb dieses Zeitraums gilt das Pickerl noch nicht als abgelaufen. "Dann darf zwar weder eine Strafe verhängt noch ein Nachteil im Schadensfall entstehen, allerdings sind Reisen ins Ausland oft problematisch – vor allem nach Ungarn, Polen und Tschechien. Viele Länder haben nämlich keine oder kürzere Toleranzfristen als Österreich", erklärt ÖAMTC-Jurist Alexander Letitzki.

Der ÖAMTC rät daher, nur mit einer gültigen Begutachtungsplakette zu verreisen – diese sollte auch bei der Heimreise noch gelten. Um Problemen im Ausland vorzubeugen, lohnt es sich außerdem, die jeweiligen Mitführpflichten zu beachten (z.B. Warnweste und Autoapotheke), sowie die grüne Versicherungskarte als international anerkannten Nachweis, dass das Auto ordnungsgemäß versichert ist, mitzunehmen.

Strafen und Einreiseverweigerung im Ausland ohne Pickerl

Die Begutachtung eines Fahrzeugs und eine eventuelle Bestrafung dürfen nur durch den Staat, in dem es zugelassen wurde, erfolgen. "Uns erreichen aber immer wieder Anrufe von Mitgliedern, die im Ausland von der Polizei bestraft oder denen sogar Kennzeichen oder Dokumente abgenommen werden, wenn sie innerhalb des Toleranzzeitraumes unterwegs sind", berichtet der Club-Jurist. Vereinzelt gehen auch Mitgliederbeschwerden beim ÖAMTC ein, dass die Einreise verweigert wurde. Letitzki: "Das ist gegen das Völkerrecht und widerspricht den internationalen kraftfahrrechtlichen Vereinbarungen." Der ÖAMTC setzt sich schon lange für eine Verbesserung dieser Problematik ein, allerdings melden Mitglieder immer wieder ähnliche Schwierigkeiten. Es lohnt sich jedenfalls, die Pickerl-Überprüfung rechtzeitig vor der Abfahrt zu erledigen.

Bei Notfällen kann man sich auch aus dem Ausland rund um die Uhr an die juristische Nothilfe des ÖAMTC wenden, erreichbar unter Tel. +43 (0)1 2512000. Erfolgt eine ungerechtfertigte Bestrafung und findet man eine Anzeige im Postkasten, hilft die kostenlose Rechtsberatung des Clubs Mitgliedern weiter. Nähere Infos dazu gibt es unter www.oeamtc.at/rechtsberatung.

Alle Details zur §57a-Begutachtung sowie zum Urlaubs-Check an den ÖAMTC-Stützpunkten findet man online unter www.oeamtc.at/pruefdienste. Ein Verzeichnis aller ÖAMTC-Stützpunkte gibt es unter www.oeamtc.at/standorte.

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