- 19.08.2016, 09:05:34
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Medizinsoftwarehersteller: Projekt e-Medikation nimmt Fahrt auf
- Wartezeiten signifikant verbessert
Utl.: - Wartezeiten signifikant verbessert =
Wien (OTS) - Das e-Medikations-Pilotprojekt in der Region
Deutschlandsberg nimmt Fahrt auf. Eduard Schebesta, Sprecher der
Industrieplattform Medizinsoftwarehersteller im Fachverband Elektro-
und Elektronikindustrie (FEEI), ist mit der Startphase zufrieden: „In
den vergangenen Tagen habe ich mit einem Großteil der an dem
Pilotprojekt beteiligten Arztsoftwareherstellern gesprochen und
einhellig positive Aussagen erhalten“, so Schebesta. Die von den
Ärzten – zu Recht – beanstandeten Wartezeiten konnten durch
Verbesserungen in der Arztsoftwareschnittstelle zu ELGA deutlich
unter ein bis zwei Sekunden gesenkt werden.
Bei einem komplexen Pionierprojekt wie ELGA gibt es stets
Verbesserungspotenzial, sowohl in den Arztsoftwareprodukten als auch
im Bereich der ELGA, räumt Gerhard Stimac, Geschäftsführer der
INNOMED GmbH und CGM Arztsysteme Österreich GmbH, ein. Stimac hat in
der Pilotregion die meisten Ärzte ausgestattet. „Positiv ist die
tadellose Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Ordinationen und
den Softwareanbietern zu erwähnen.“
Die Learnings aus der Testphase eins in Deutschlandsberg fließen in
den Rollout für ganz Österreich ein. Bis Ende September ist nun noch
Zeit, die Softwareprodukte serienreif und damit die Anwendung und die
Bearbeitungszeiten für die Ärzte einfacher zu machen.
Keine Verzögerung in der täglichen Routine
„Entgegen vereinzelten Erfahrungen beobachten wir bereits jetzt, dass
bei optimaler Integration der e-Medikation-Funktionen in die Arzt-
und Apotheken-Software es zu praktisch keiner Mehrarbeit und
Zeitverzögerung in der täglichen Routine kommt“, weist Schebesta hin
und bezieht sich dabei auf Gespräche mit vielen Branchenkollegen.
„Die gesamte e-Health-Branche arbeitet seit mehreren Jahren an der
Umsetzung des ambitionierten Projekts, um Verbesserung in der
Patientensicherheit und -versorgung zu erzielen“, so Manfred Müllner,
stellvertretender Geschäftsführer des FEEI. Die e-Medikation ist eine
Datenbank, in der von Ärzten verordnete bzw. von Apotheken abgegebene
Medikamente und wechselwirkungsrelevante, nicht-rezeptpflichtige
Arzneimittel gespeichert werden.
Mit der e-Medikation erhalten Mediziner, Apotheken sowie
Krankenanstalten und Pflegeorganisationen einen Überblick über
verordnete und in Apotheken abgegebene Arzneimittel einer Patientin
bzw. eines Patienten. Dabei werden die Daten strukturiert in Form
einer e-Medikationsliste (offene Verordnungen, erfolgte Abgaben)
dargestellt. Mit diesen Informationen ist eine weiterführende
(elektronische) Prüfung auf potenzielle Wechselwirkungen und
Überdosierungen möglich, wodurch die Patientensicherheit erhöht wird.
Nach Branchenschätzungen entstehen mehr als drei Viertel der
ELGA-relevanten Daten im extramuralen Bereich. Über den Erfolg oder
Misserfolg von ELGA entscheidet daher, zu welchem Grad die
ELGA-Software bei Ärzten, Radiologen, Labors und Apotheken
implementiert wird.
Industrieplattform Medizinsoftware
In der Industrieplattform Medizinsoftware sind unter dem Dach des
Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI) Unternehmen
organisiert, die in Österreich Software für den Gesundheitsbereich
erstellen. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zum effizienten
Umgang mit medizinischen und administrativen Daten im
Gesundheitswesen.
Über den FEEI:
Der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie vertritt in
Österreich die Interessen von rund 300 Unternehmen mit über 60.000
Beschäftigten und einem Produktionswert von 13,4 Milliarden Euro
(Stand 2015). Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern – dazu gehören u.
a. die Fachhochschule Technikum Wien, UFH, die Plattform Industrie
4.0, Forum Mobilkommunikation (FMK), Umweltforum Starterbatterien
(UFS), der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT) und der
Verband der Bahnindustrie – ist es das oberste Ziel des FEEI, die
Position der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie im
weltweit geführten Standortwettbewerb zu stärken. www.feei.at
Pressetext, Pressefotos, Infografiken sowie Videomaterial finden Sie
unter www.feei.at/presse
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