KURIER: Die ersten Millionen-Klagen nach HCB-Skandal

Zwei Forstunternehmer wollen von Republik und Firmen 2,57 Millionen. Euro Schadenersatz. AdvoFin finanziert mehr als 500 Einzelklagen.

Wien (OTS/Kurier) - Zwei Jahre nach Platzen der sogenannten HCB-Affäre im Kärntner Görtschitztal, des größten Umweltskandals der Republik, rollt eine massive Klagewelle an. Das berichtet der KURIER in seiner Freitag-Ausgabe. Am Mittwoch hat der Wiener Anwalt Wolfgang List zwei Klagen für zwei große Kärntner Forstbetriebe bei Gericht in Wien eingebracht. Sie fordern von der Republik Österreich und den mutmaßlichen Verursachern, Donau Chemie und Zementwerk Wietersdorfer, vorerst rund 2,57 Millionen Euro Schadenersatz. Diese bestreiten die Vorwürfe.
Bezahlt wird die Sammelklage-Aktion vom Wiener Prozessfinanzierer AdvoFin. Insgesamt wird Anwalt Wolfgang List mehr als 500 Einzel-Klagen einbringen. „Wir klagen die Republik Österreich, weil sie unserer Ansicht nach für die Untätigkeit und das rechtswidrige Handeln der Kärntner Behörden und des Landeshauptmannes im Zusammenhang mit Freisetzung des Umweltgifts HCB verantwortlich ist“, sagt List.
Laut AdvoFin-Vorstand Franz Kallinger werden in Kürze auch die Klagen für die betroffenen Biobauern und privaten Anrainer folgen. Kallinger: „Insgesamt werden wir mehr als 100 Millionen Euro Schaden einklagen.“

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