• 18.08.2016, 10:06:50
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NEOS Wien/Wiederkehr: 8 Punkte-Plan für Wiens Kindergärten

Christoph Wiederkehr: „Die Causa Alt-Wien muss eine Lehre sein. Das Kindergartenwesen der Stadt muss reformiert werden. NEOS Wien präsentiert 8 Punkte, die verbessert gehören.“

Utl.: Christoph Wiederkehr: „Die Causa Alt-Wien muss eine Lehre
sein. Das Kindergartenwesen der Stadt muss reformiert werden.
NEOS Wien präsentiert 8 Punkte, die verbessert gehören.“ =

Wien (OTS) - „Der Fall der Alt Wien-Kindergärten hat gezeigt, dass
das Förderwesen der Stadt dringend Reformen braucht. Wenn es Probleme
gibt, dürfen nicht Kinder und Eltern die Leidtragenden sein“,
fordert NEOS Wien Bildungssprecher Christoph Wiederkehr. Anlässlich
des Bildungs-Ausschusses am kommenden Montag, der sich mit der Alt
Wien-Causa beschäftigen wird, präsentiert Wiederkehr bereits 8
Forderungen für bessere Kindergärten. „Entgegen der Darstellungen der
Stadtregierung geht es nicht um reine Schuldzuweisungen, sondern um
Vorschläge mit denen man Katastrophen wie den Alt Wien-Fall in
Zukunft verhindern kann“, stellt Christoph Wiederkehr klar.

8 Punkte für bessere Kindergärten in Wien:

1. Rechenschaftsbericht der Stadt Wien über das
Kindergarten-Förderwesen:

Das Vertrauen der Bevölkerung in das Kindergartenwesen ist
erschüttert. Die Bevölkerung hat ein Recht auf transparente
Informationen. Es braucht daher einen jährlichen Rechenschaftsbericht
der Stadt mit allen Förderungen an private Trägervereine, Daten zu
den Kontrollen, Problembereichen im Kindergartenwesen sowie Vorhaben
für die Folgejahre.

2. Sorgfältigere Kontrollen:

Trägervereine von Kindergärten müssen sorgfältiger überprüft werden,
vor allem die religiöse Ausrichtung muss überprüft und erfasst
werden.

3. Umstellung auf ein modernes Kontrollsystem:

Die Stadt Wien braucht endlich ein elektronisches Systems mit
standardisierter Eingabefunktion um eine rasche jene Mängel, die die
Kontrollen in Kindergärten ergeben haben, erfassen zu können. Damit
gäbe es aussagekräftige Analysen zu Problembereichen aus denen
wiederum lösungsorientierte Verbesserungen erarbeitet werden könnten.

4. Mehr Qualität in den Kindergärten:

Das Betreuungsverhältnis muss verbessert werden. Aktuell kommen in
den Kindergärten auf eine Betreuungsperson 25 Kinder, bei den
unter-3-Jährigen beträgt das Verhältnis 1:8. NEOS spricht sich für
ein Verhältnis 1:3 aus. Der Kindergarten muss von einer reinen
Betreuungseinrichtung zur ersten Bildungsstätte im Leben eines Kindes
entwickelt werden.

5. Mehr Spielraum für Investitionen:

Der Zeitraum, in dem Trägervereine nicht gebrauchte Fördergelder
verwenden dürfen, soll verlängert werden. Gemeinnützigen Vereinen
soll es erlaubt werden Rücklagen zu bilden, um in Ausstattung und
Räumlichkeiten investieren zu können.

6. Sprachförderung von Anfang an:

Integration und Inklusion beginnt bereits im Kindergarten. Die
Bildungschancen von Kindern dürfen nicht durch homogene Gruppen, die
Deutsch nicht als Muttersprache haben, behindert werden. Nur so
können langfristig die Bildungschancen aller Kinder verbessert
werden.

7. Aufwertung von Kindergartenpädagog_innen:

Die Ausbildung muss neu aufgestellt werden: Die
Bundesbildungsanstalten für Kindergartenpädagogik (BAKIP) werden zu
Berufsbildenden Höheren Schulen; die BAKIP-Kollegs zu
Bachelor-Studiengängen; für die Ausbildung zur Führungskraft wird ein
Master-Studiengang an den Pädagogischen Hochschulen eingerichtet.

8. Nachqualifizierung von Kindergruppenbetreuer_innen:

Bis vor kurzem reichten 90 Stunden Ausbildung, um eine Kindergruppe
betreuen zu können. Die Stadt Wien hat die erforderliche Stundenzahl
zwar auf 400 Stunden angehoben, das gilt aber nicht rückwirkend für
bereits aktive Kindergruppenbetreuer_innen. NEOS Wien fordert eine
verpflichtende Nachqualifizierung.

„Wir sind es den Eltern und ihren Kindern schuldig, dass man Lehren
aus der Causa Alt Wien zieht. Ich appelliere an die Stadtregierung,
unsere Vorschläge aufzugreifen um das System im Sinne aller
Beteiligten zu verbessern“, schließt Wiederkehr.​

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