- 18.08.2016, 09:18:19
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Die traurigsten Bären Europas: eingesperrt, angekettet, zur Schau gestellt
VIER PFOTEN fordert ein Ende der grausamen Haltung von Bären in Albanien

Utl.: VIER PFOTEN fordert ein Ende der grausamen Haltung von Bären
in Albanien =
Wien (OTS) - Bären in Albanien müssen der Unterhaltung dienen, doch
sie selbst führen ein sehr trauriges Leben. Nach Schätzungen von VIER
PFOTEN leiden in Albanien bis zu 50 Braunbären unter extrem schlimmen
Haltungsbedingungen. Viele von ihnen stammen aus der Wildnis und
wurden von Wilderern brutal der getöteten Mutter entrissen. Sie
vegetieren unterernährt und verwahrlost in engen Käfigen oder
angekettet neben Restaurants, Tankstellen oder Hotels, um Kunden und
Touristen anzulocken. Manche von ihnen, so genannte Selfie-Bären,
werden im Sommer an Stränden und Straßen als Fotomotiv zur Schau
gestellt. Obwohl Braunbären in freier Wildbahn nach albanischem
Gesetz und aufgrund internationaler Vereinbarungen geschützt sind,
floriert in Albanien der illegale Handel mit Bären seit Jahren. VIER
PFOTEN unterstützt die albanische Regierung dabei, die bestehende
Gesetzgebung zum Schutz von Wildbären und Bären in Gefangenschaft zu
verbessern und deren strengere Durchsetzung zu gewährleisten.
Experten von VIER PFOTEN haben über mehrere Monate in Albanien
recherchiert und viele Fälle grausamer Misshandlung dokumentiert.
„Viele von ihnen leben elendig und völlig vernachlässigt auf bloßem
Betonboden in engen, finsteren Käfigen, die nur einige wenige
Quadratmeter umfassen ”, erklärt Thomas Pietsch, Wildtierexperte bei
VIER PFOTEN. „Sie haben keinen Platz und keine Möglichkeit, sich zu
bewegen, zu rennen oder zu klettern. Die meisten leiden unter
massiven Verhaltensstörungen und haben offene Wunden. Manche stehen
sogar kurz vor dem Hungertod.”
Beispiel 1: Bier-Bär Tomi
Ein trauriges Beispiel: Bier-Bär Tomi, der in einem engen, feuchten
und schmutzigen Betonkäfig neben den Toiletten eines Restaurants
gehalten wird. „Tomi zeigt starke Verhaltensstörungen; zum Beispiel
läuft er unterbrochen in seinem engen Käfig auf und ab und beißt sich
selbst”, sagt Thomas Pietsch. „In diesem Käfig kann der Bär nicht
einmal grundlegende natürliche Verhaltensweisen ausleben. Er kann
sich weder richtig bewegen, noch nach Futter suchen, noch graben oder
baden. Zu allem Übel haben wir auch noch beobachtet, wie der Besitzer
Tomi Bier anstatt Wasser zu trinken gab.”
Beispiel 2: Selfie-Bärin Jeta
Ein weiteres Beispiel ist Selfie-Bärin Jeta. In der sengenden Hitze
Albaniens führt Jetas Besitzer sie an einer Kette, die an ihrer Nase
befestigt ist, über Strände, durch Städte und touristische Hotspots.
Jeta und andere Selfie-Bären erleiden jedes Mal, wenn ihr Besitzer an
der Kette zieht, schlimme Schmerzen, da ihre Nase sehr empfindlich
ist. „Ab und zu halten Leute an und bezahlen eine kleine Summe Geld,
um mit der Bärin ein Selfie machen zu dürfen. Es ist eigentlich
völlig absurd, einen solch traurigen Anblick als leichte Unterhaltung
anzusehen. Doch manche Leute wissen nicht, dass Bären wie Jeta leiden
und brutal gezwungen werden, Menschen zu unterhalten”, betont Thomas
Pietsch.
Der Tourismussektor ist einer der wichtigsten Motoren der
wirtschaftlichen Entwicklung Albaniens, und die Regierung strebt an,
Albanien zu einem für Touristen aus westlichen Ländern attraktiven
Reiseziel zu entwickeln. „Doch die grausame Haltung und
Zurschaustellung von Braunbären neben Restaurants, an Stränden oder
kulturellen Orten läuft diesen Plänen zuwider. Berichte schockierter
Touristen sind ein klarer Indikator, dass der weit verbreitete
brutale Umgang mit Bären den guten Ruf Albaniens als aufstrebendes
Urlaubsland gefährdet“, so Thomas Pietsch.
VIER PFOTEN will die furchtbaren Lebensbedingungen der Braunbären
Albaniens verbessern. Die Tierschutzorganisation und das albanische
Umweltministerium haben im letzten Frühjahr eine Vereinbarung
unterschrieben, gemeinsam an einer nachhaltigen und
tierschutzgerechten Lösung für diese Bären zu arbeiten.
Um eine nachhaltige Lösung sicherzustellen, bittet VIER PFOTEN seine
Unterstützer, das albanische Umweltministerium darin zu bestärken,
die geltenden Rechtsvorschriften strenger durchzusetzen. Damit sollen
die wildlebenden Populationen geschützt und die grausame Bärenhaltung
beendet werden. Möglich ist dies mit einer Online-Petition:
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
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