- 16.08.2016, 09:13:10
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Millionenbeträge für die Stärkung des Gesundheitswesens
Rahmen-Pharmavertrag trägt abermals zu positivem Finanzergebnis der Krankenkassen bei. Pharmawirtschaft unterstreicht Notwendigkeit struktureller Reformen im Kassenwesen.
Utl.: Rahmen-Pharmavertrag trägt abermals zu positivem
Finanzergebnis der Krankenkassen bei. Pharmawirtschaft
unterstreicht Notwendigkeit struktureller Reformen im
Kassenwesen. =
Wien (OTS) - Das positive Gebarungsergebnis der Krankenkassen mit
voraussichtlich plus 48 Mio. Euro kommt, wie der Hauptverband selbst
betont, dank des mit der Pharmawirtschaft im vergangenen Jahr
abgeschlossenen Rahmen-Pharmavertrages 2018 zustande. Dr. Jan Oliver
Huber, Generalsekretär der Pharmig, betont: „125 Millionen Euro
überweisen die Mitglieder dieses Vertrages – pharmazeutische
Unternehmen und Großhändler – an die Sozialversicherung alleine in
diesem Jahr. Keine andere Branche stärkt die Krankenkassen mit einer
derartig hohen Summe, wiewohl die Medikamentenkosten lediglich zwölf
Prozent der gesamten österreichischen Gesundheitsausgaben ausmachen.
Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger und die einzelnen
Krankenkassen sind für die Zukunft gut beraten, endlich nachhaltige
strukturelle Reformen und eine ebensolche Finanzstrategie umzusetzen,
um aus eigenen Stücken weiterhin leistungsfähig zu bleiben.“ Huber
unterstütze daher den von Hauptverbandschefin Mag. Ulrike
Rabmer-Koller eingeschlagenen Weg.
Erfreulich sei weiters, dass die Unterstützung durch die
Pharmawirtschaft seitens des Hauptverbandes nun erstmals auch
explizit angesprochen werde. „In den letzten Jahren haben wir uns
durch über das Jahr hinweg kolportierte Negativergebnisse der
Krankenkassen in Millionenhöhe immer wieder einem großen Druck
ausgesetzt gesehen, obwohl letztlich die Gebarungsergebnisse positiv
waren. Diese Tendenz haben wir auch heuer wieder gesehen, mit dem
Unterschied, dass unsere Millionenbeiträge nun erstmals auch
öffentlich honoriert werden“, so Huber.
Die Wiener Gebietskrankenkasse, die nun voraussichtlich mit plus 44,1
Mio. Euro abschließt, hatte zuletzt überhöhte und von der
Pharmaindustrie nicht nachvollziehbare Steigerungsraten bei den
Medikamentenausgaben für ihre finanzielle Belastung verantwortlich
gemacht. Bezüglich des unter den Krankenkassen herrschenden Streits
um den Ausgleichsfonds verwies Huber in diesem Zusammenhang auf die
Pflicht bei Politik und Sozialpartner, mit diesem Finanzausgleich
verantwortungsvoll umzugehen und faire sowie nachvollziehbare
Maßnahmen zu setzen, anstatt den Schwarzen Peter der Pharmaindustrie
zuzuschieben.
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