- 11.08.2016, 09:37:01
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AK Test: Was Hypothekarkredite kosten können 1
Beachtliche Kostenunterschiede bei Zinsen und sonstigen Kosten
Utl.: Beachtliche Kostenunterschiede bei Zinsen und sonstigen Kosten =
Wien (OTS) -
Die Kostenunterschiede bei neuen Wohnkrediten sind enorm. Ein AK
Vergleich bei sieben Wiener Banken zeigt: KonsumentInnen können sich
bei einem 200.000 Euro-Hypothekarkredit mit einer Laufzeit von 25
Jahren bis zu rund 20.000 Euro ersparen, je nach Bonität und
Verhandlungsgeschick bei Zinsen und Nebenspesen.
Derzeit sind die Zinsen für neue Hypothekarkredite sehr niedrig.
In der Regel wird bei Wohnbaukrediten mit variabler Verzinsung der
reine Zinsaufschlag (Marge) als wichtigster Vergleichsparameter
herangezogen. „Die Zinsspanne ist verhandelbar“, weiß AK
Konsumentenschützer Christian Prantner. „Aber es gilt: Je besser die
Bonität, desto günstiger die Zinsspanne.“ Ob „beste“ oder
„ausreichende“ Bonität – das schlägt sich für KonsumentInnen auch bei
den sonstigen Nebenkosten zu Buche.
Der AK Test zeigt: Die aktuellen variablen Sollzinsen betragen bei
„ausreichender“ Bonität 1,375 bis 2,125 Prozent, bei „bester“ Bonität
1,125 bis 1,5 Prozent. Die Bandbreite bei der Bearbeitungsgebühr
macht ein bis zwei Prozent aus. Die Kontoführungsgebühr pro Quartal
liegt bei 6,76 bis 20 Euro. Einmalig verrechnete Kosten betreffen vor
allem die Schätzkosten der Immobilie, die im schlimmsten Fall mehr
als 700 Euro ausmachen.
Fixzinssätze bieten die Banken auch an: Alle sieben Banken haben
Fixzinsen für zehn Jahre – davon sechs von sieben immerhin für 15
Jahre. Fixzinsvereinbarungen über eine Dauer von 20 Jahren oder
länger bieten lediglich zwei Banken in Wien an. Zehnjährige
Fixzinssätze reichen bei „bester“ Bonität von 1,375 bis 2,375
Prozent. Bei „ausreichender“ Bonität werden zwischen 1,625 und 2,75
Prozent verlangt.
Die Höhe der einmalig anfallenden Nebenkosten zu Vertragsbeginn
(also Bearbeitungsgebühr oder Schätzkosten) betragen bei einem
Hypothekarkredit in der Höhe von 200.000 Euro im günstigsten Fall 2,4
Prozent (4.790 Euro) und im teuersten Fall 3,8 Prozent (7.680 Euro) –
je nach Bonität.
Die AK hat Modelle gerechnet: KonsumentInnen können sich bei einem
200.000 Euro Wohnkredit mit 25 Jahren Laufzeit, variablen Zinsen mit
„bester“ Bonität bis zu rund 14.700 Euro sparen, bei „ausreichender“
Bonität bis zu rund 20.000 Euro. „Durch die unterschiedlichen Zinsen
und Nebenkosten ergeben sich große Differenzen“, sagt Prantner.
Zum Test: Die AK hat im Juni variable Zinsen und Zinsaufschläge
(Margen), Fixzinsen und sonstige Kosten (einmalige
Bearbeitungsgebühr, Schätzkosten/ Liegenschaftsbewertung, Kosten der
Bonitätsprüfung und Vertragserrichtung, Kontoführungsgebühr pro
Quartal) für neue Hypothekarkredite bei sieben Banken erhoben: Bank
Austria, BAWAG P.S.K., easybank, Erste Bank, Hypo NÖ,
Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, Volksbank Wien. Kreditsumme: 200.000
Euro, Laufzeit: 25 Jahre, volle Besicherung durch eine Wohnimmobilie.
(Forts.)
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