AK Test: Was Hypothekarkredite kosten können 1

Beachtliche Kostenunterschiede bei Zinsen und sonstigen Kosten

Wien (OTS) - Die Kostenunterschiede bei neuen Wohnkrediten sind enorm. Ein AK Vergleich bei sieben Wiener Banken zeigt: KonsumentInnen können sich bei einem 200.000 Euro-Hypothekarkredit mit einer Laufzeit von 25 Jahren bis zu rund 20.000 Euro ersparen, je nach Bonität und Verhandlungsgeschick bei Zinsen und Nebenspesen.

Derzeit sind die Zinsen für neue Hypothekarkredite sehr niedrig. In der Regel wird bei Wohnbaukrediten mit variabler Verzinsung der reine Zinsaufschlag (Marge) als wichtigster Vergleichsparameter herangezogen. „Die Zinsspanne ist verhandelbar“, weiß AK Konsumentenschützer Christian Prantner. „Aber es gilt: Je besser die Bonität, desto günstiger die Zinsspanne.“ Ob „beste“ oder „ausreichende“ Bonität – das schlägt sich für KonsumentInnen auch bei den sonstigen Nebenkosten zu Buche.

Der AK Test zeigt: Die aktuellen variablen Sollzinsen betragen bei „ausreichender“ Bonität 1,375 bis 2,125 Prozent, bei „bester“ Bonität 1,125 bis 1,5 Prozent. Die Bandbreite bei der Bearbeitungsgebühr macht ein bis zwei Prozent aus. Die Kontoführungsgebühr pro Quartal liegt bei 6,76 bis 20 Euro. Einmalig verrechnete Kosten betreffen vor allem die Schätzkosten der Immobilie, die im schlimmsten Fall mehr als 700 Euro ausmachen.

Fixzinssätze bieten die Banken auch an: Alle sieben Banken haben Fixzinsen für zehn Jahre – davon sechs von sieben immerhin für 15 Jahre. Fixzinsvereinbarungen über eine Dauer von 20 Jahren oder länger bieten lediglich zwei Banken in Wien an. Zehnjährige Fixzinssätze reichen bei „bester“ Bonität von 1,375 bis 2,375 Prozent. Bei „ausreichender“ Bonität werden zwischen 1,625 und 2,75 Prozent verlangt.

Die Höhe der einmalig anfallenden Nebenkosten zu Vertragsbeginn (also Bearbeitungsgebühr oder Schätzkosten) betragen bei einem Hypothekarkredit in der Höhe von 200.000 Euro im günstigsten Fall 2,4 Prozent (4.790 Euro) und im teuersten Fall 3,8 Prozent (7.680 Euro) – je nach Bonität.

Die AK hat Modelle gerechnet: KonsumentInnen können sich bei einem 200.000 Euro Wohnkredit mit 25 Jahren Laufzeit, variablen Zinsen mit „bester“ Bonität bis zu rund 14.700 Euro sparen, bei „ausreichender“ Bonität bis zu rund 20.000 Euro. „Durch die unterschiedlichen Zinsen und Nebenkosten ergeben sich große Differenzen“, sagt Prantner.

Zum Test: Die AK hat im Juni variable Zinsen und Zinsaufschläge (Margen), Fixzinsen und sonstige Kosten (einmalige Bearbeitungsgebühr, Schätzkosten/ Liegenschaftsbewertung, Kosten der Bonitätsprüfung und Vertragserrichtung, Kontoführungsgebühr pro Quartal) für neue Hypothekarkredite bei sieben Banken erhoben: Bank Austria, BAWAG P.S.K., easybank, Erste Bank, Hypo NÖ, Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, Volksbank Wien. Kreditsumme: 200.000 Euro, Laufzeit: 25 Jahre, volle Besicherung durch eine Wohnimmobilie. (Forts.)

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