ÖAMTC: Im Tunnel ist das richtige Verhalten entscheidend

Österreichs Tunnel werden sicherer – viele Gefahrenpunkte bereits entschärft

Wien (OTS) - Aktuell sind in Österreich rund 420 Kilometer Tunnelröhren in Betrieb, die große Mehrheit davon auf Autobahnen oder Schnellstraßen (Quelle: BMVIT). Von 2012 bis 2015 gab es jährlich über 110 Tunnelunfälle mit Personenschaden, dabei verloren insgesamt 24 Menschen ihr Leben (Quelle: Statistik Austria). Die Analyse der Unfälle zeigt, dass das Fehlverhalten von Lenkern die Hauptunfallursache ist.

Positiv ist, dass die Tunnelbetreiber die Sicherheitsniveaus ihrer Anlagen stetig erhöhen. Besonders im Autobahn- und Schnellstraßennetz wird in die Modernisierung der Tunnel investiert – viele Gefahrenpunkte wie Pfänder-, Roppener-, Tauern- oder Katschbergtunnel wurden bereits entschärft. "Wichtig ist dennoch, sich jetzt nicht auszuruhen. Der hohe Qualitätsstand muss erhalten bleiben und weitere Verbesserungen müssen umgesetzt werden", erklärt ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nosé.

Unachtsamkeit und Ablenkung häufigste Unfallursachen

Die häufigsten Ursachen bei Tunnelunfällen sind Unachtsamkeit bzw. Ablenkung (40 Prozent), gefolgt von Unfällen aufgrund eines zu geringen Sicherheitsabstandes (15 Prozent) und nicht angepasster Geschwindigkeit (13 Prozent). Einen großen Beitrag zu mehr Sicherheit können also die Verkehrsteilnehmer selbst leisten, wenn sie einige Punkte beachten. "Vor der Einfahrt in den Tunnel sollte man die Sonnenbrille abnehmen, das Abblendlicht einschalten, auf Ampeln und Verkehrszeichen achten sowie das Radio mit Verkehrsfunk einschalten", rät der ÖAMTC-Experte. Im Tunnel selbst gilt: Großen Sicherheitsabstand zum Vordermann halten, die erlaubte Höchstgeschwindigkeit unbedingt einhalten, niemals wenden oder rückwärts fahren und nur im Notfall anhalten.

Richtiges Verhalten im Notfall

Im Falle einer Panne oder eines Unfalles gilt es, Ruhe zu bewahren und folgende allgemeine Verhaltensregeln zu beachten: Warnblinker einschalten und das Auto in eine Pannenbucht oder möglichst nah an den rechten Rand lenken und Motor abstellen. Verlassen sollte man das Fahrzeug nur mit Warnweste und dabei immer den Verkehr beobachten. "Rettungskräfte unbedingt über die Notruftelefone im Tunnel alarmieren. Sie stehen im Abstand von weniger als 250 Metern und ermöglichen den Rettern eine schnelle Ortung der Unfallstelle", so Nosé. Danach sollte verletzten Personen geholfen werden.

Kommt es zu einem Brand, dann möglichst noch aus dem Tunnel fahren. Niemals aber wenden oder rückwärts fahren. Brennt ein Fahrzeug, so gilt in allen Fällen: Warnblinker einschalten, Motor abstellen und Zündschlüssel stecken lassen. Danach über die Notruftelefone die Rettungskräfte informieren und den Brand nur im Anfangsstadium selbst zu löschen versuchen. Ist das nicht möglich, muss man den Tunnel so schnell wie möglich über die Notausgänge verlassen.

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