- 10.08.2016, 09:32:27
- /
- OTS0024 OTW0024
ÖAMTC: Im Tunnel ist das richtige Verhalten entscheidend
Österreichs Tunnel werden sicherer – viele Gefahrenpunkte bereits entschärft
Utl.: Österreichs Tunnel werden sicherer – viele Gefahrenpunkte
bereits entschärft =
Wien (OTS) - Aktuell sind in Österreich rund 420 Kilometer
Tunnelröhren in Betrieb, die große Mehrheit davon auf Autobahnen oder
Schnellstraßen (Quelle: BMVIT). Von 2012 bis 2015 gab es jährlich
über 110 Tunnelunfälle mit Personenschaden, dabei verloren insgesamt
24 Menschen ihr Leben (Quelle: Statistik Austria). Die Analyse der
Unfälle zeigt, dass das Fehlverhalten von Lenkern die
Hauptunfallursache ist.
Positiv ist, dass die Tunnelbetreiber die Sicherheitsniveaus ihrer
Anlagen stetig erhöhen. Besonders im Autobahn- und Schnellstraßennetz
wird in die Modernisierung der Tunnel investiert – viele
Gefahrenpunkte wie Pfänder-, Roppener-, Tauern- oder Katschbergtunnel
wurden bereits entschärft. "Wichtig ist dennoch, sich jetzt nicht
auszuruhen. Der hohe Qualitätsstand muss erhalten bleiben und weitere
Verbesserungen müssen umgesetzt werden", erklärt
ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nosé.
Unachtsamkeit und Ablenkung häufigste Unfallursachen
Die häufigsten Ursachen bei Tunnelunfällen sind Unachtsamkeit bzw.
Ablenkung (40 Prozent), gefolgt von Unfällen aufgrund eines zu
geringen Sicherheitsabstandes (15 Prozent) und nicht angepasster
Geschwindigkeit (13 Prozent). Einen großen Beitrag zu mehr Sicherheit
können also die Verkehrsteilnehmer selbst leisten, wenn sie einige
Punkte beachten. "Vor der Einfahrt in den Tunnel sollte man die
Sonnenbrille abnehmen, das Abblendlicht einschalten, auf Ampeln und
Verkehrszeichen achten sowie das Radio mit Verkehrsfunk einschalten",
rät der ÖAMTC-Experte. Im Tunnel selbst gilt: Großen
Sicherheitsabstand zum Vordermann halten, die erlaubte
Höchstgeschwindigkeit unbedingt einhalten, niemals wenden oder
rückwärts fahren und nur im Notfall anhalten.
Richtiges Verhalten im Notfall
Im Falle einer Panne oder eines Unfalles gilt es, Ruhe zu bewahren
und folgende allgemeine Verhaltensregeln zu beachten: Warnblinker
einschalten und das Auto in eine Pannenbucht oder möglichst nah an
den rechten Rand lenken und Motor abstellen. Verlassen sollte man das
Fahrzeug nur mit Warnweste und dabei immer den Verkehr beobachten.
"Rettungskräfte unbedingt über die Notruftelefone im Tunnel
alarmieren. Sie stehen im Abstand von weniger als 250 Metern und
ermöglichen den Rettern eine schnelle Ortung der Unfallstelle", so
Nosé. Danach sollte verletzten Personen geholfen werden.
Kommt es zu einem Brand, dann möglichst noch aus dem Tunnel fahren.
Niemals aber wenden oder rückwärts fahren. Brennt ein Fahrzeug, so
gilt in allen Fällen: Warnblinker einschalten, Motor abstellen und
Zündschlüssel stecken lassen. Danach über die Notruftelefone die
Rettungskräfte informieren und den Brand nur im Anfangsstadium selbst
zu löschen versuchen. Ist das nicht möglich, muss man den Tunnel so
schnell wie möglich über die Notausgänge verlassen.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OCP






