Mit dem Versicherungs-Rabatt legte sich der Bauernbund selbst ein Riesenei

LAbg. Walter Naderer bemängelt Pfuschlösung und fragwürdige Bauernhilfe

St. Pölten (OTS) - Der parteilose LAbg. Walter Naderer sieht im 25% Rabatt für die Sozialversicherungsbeiträge, der allen Bauern gewährt werden soll, ein Chaosszenario am Horizont.

Es ergeben sich für ihn einige Fragen:

1)„Nicht nur die Husch-Pfusch Verabschiedung im Parlament, sondern auch die gegenwärtig diskutierte Umsetzung zeigen, dass hier niemand dieses außerordentliche Förderszenario zu Ende gedacht hat. Egal ob wir von Nachlass, Aussetzen, Stundung oder Beihilfe reden, niemandem ist im Moment klar wie diese Baustelle abgewickelt werden soll.“

2) „Wie rechtfertigt der LWK Präsident Hermann Schultes diese Maßnahme angesichts der, in manchen Regionen bereits verkündeten Rekordernte?“

3) „Für wie gerecht mögen alle anderen Sozialversicherten diese Beihilfe erachten, wenn zwar nur ein Teil einer Berufsgruppe wirklich förderwürdig ist, aber im Sinne einer Gleichbehandlung innerhalb einer Branchen-Versicherung alle in den Genuss einer Zahlungserleichterung kommen?

4) "Wie sieht es mit der Gleichbehandlung aller Versicherten aus, die in nummerisch bedeutenderen Individualfällen keine Chance auf derartige politische Maßnahmen haben.“

5) "Wie gerecht ist eine solche Maßnahme, wenn der Ausfall für die SVB am Ende von allen Steuerzahlern über Zuschüsse zu tragen ist."

Naderer stellt in diesem Zusammenhang eine oft gestellte Frage: „Ist es gesellschaftspolitisch wirklich notwendig, einen, in idyllischer Idealisierung eingebetteten, Berufstand künstlich am Leben zu erhalten, nur damit Schweinefleisch im Supermarkt per Kilo um € 3,99 und Hendl unter € 5,- und 1 lt. Milch deutlich unter € 1 zu haben sind?“

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LAbg. Walter Naderer
walter.naderer@buergerladtag.at
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