Brunner zum Welterschöpfungstag: Die Belastungsgrenze unseres Planeten ist ab heute erreicht

Grüne fordern Maßnahmen für einen nachhaltigen Umbau der Wirtschaft

Wien (OTS) - „Wir haben weder einen Planeten B noch einen Planeten C oder D. Wir haben nur die eine Erde – und die hat ihre Kapazitäts-und Belastungsgrenzen. Das sollten wir endlich ernst nehmen“, sagt Christiane Brunner, Umweltsprecherin der Grünen, anlässlich des heutigen Welterschöpfungstags.
Unser Planet hat eine begrenzte Menge an Naturkapital, welches nicht dauerhaft verfügbar ist. Heute überschreiten wir diese Menge so früh wie noch nie zuvor und leben für den Rest des Jahres auf Pump. Die Folgen sind das Schwinden von Urwäldern, die Plünderung der Meere, die Vernichtung von fruchtbarem Boden und der Klimawandel. "Die derzeitige Nutzung der Ökosysteme unserer Erde übersteigt deren Regenerationsfähigkeiten bei weitem“, erklärt Brunner.

Bei der Berechnung des „World Overshoot Day“ wird der Ressourcenverbrauch aller Staaten zusammengerechnet. Zwischen den Ländern dieser Erde gibt es allerdings große Unterschiede beim Grad der Übernutzung unseres Planeten. Während ärmere Länder pro Kopf einen durchaus nachhaltigen Ressourcenverbrauch aufweisen, würde es dreieinhalb Planeten brauchen, wenn alle Menschen auf der Welt so leben würden wie wir in Österreich. Zur weltweiten Deckung des Lebensstils der US-Amerikaner oder Australier bräuchte es sogar fünf Planeten. „Die große Herausforderung unserer Zeit ist nach wie vor eine Lebensweise, die ein gutes Leben im Rahmen der Belastungsgrenzen unseres Planeten sicherstellt. In Österreich haben wir zwar einige Umweltprobleme ganz gut in den Griff bekommen, unser ökologischer Fußabdruck sowie der Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen hat sich allerdings in den letzten Jahrzehnten nicht verbessert“, kritisiert Brunner.

Als dringendste Maßnahme sieht Brunner eine ökosoziale Steuerreform:
"Arbeit ist zu hoch besteuert, während Ressourcen- und Energieverbrauch viel zu billig ist. Das Resultat ist eine hohe Arbeitslosigkeit und ein komplett verschwenderischer Umgang mit unseren Ressourcen. Eine ökosoziale Steuerreform ist daher längst überfällig“, appelliert Brunner an die Bundesregierung.

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