- 04.08.2016, 14:49:42
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Industrie begrüßt Bildungskompass
IV-GS Neumayer: Stärken- und ressourcenorientierter Fokus – Keine Stigmatisierungen – Durchgängiges Förderinstrument bis in die Schule notwendig
Utl.: IV-GS Neumayer: Stärken- und ressourcenorientierter Fokus –
Keine Stigmatisierungen – Durchgängiges Förderinstrument bis
in die Schule notwendig =
Wien (OTS) - „Ein zweiter wichtiger Baustein der Bildungsreform ist
heute auf den Weg gebracht worden – offenen Fragen müssen nun rasch
geklärt werden“, so Mag. Christoph Neumayer, Generalsekretär der
Industriellenvereinigung (IV) anlässlich des heute, Donnerstag, von
Bundesministerin Sophie Karmasin vorgestellten Konzepts für den
Bildungskompass im elementarpädagogischen Bereich. Neumayer begrüßte,
dass der von einer Expertengruppe erarbeitete Vorschlag keine
Stigmatisierung der Kinder bedeute und die Stärken und Fähigkeiten
jedes einzelnen Kindes in den Mittelpunkt stellen wolle: „Uns war
immer wichtig, dass der Bildungskompass Kinder nicht punziert,
sondern sie im Sinne eines stärken- und ressourcenorientierten
Ansatzes in ihrer Entwicklung begleitet. Also: Beobachtung und
Dokumentation als Basis für individuelle Unterstützung und gute
Übergänge mit dem Ziel, zu unterstützen sowie Talente aufzuspüren und
zu fördern. Dass dafür in den Bundesländern bereits erfolgreich
erprobte Verfahren herangezogen werden, ist jedenfalls sinnvoll“,
betonte der IV-Generalsekretär.
Nachdem mit dem vorliegenden Konzept der Kindergarten als erster,
wichtiger Bildungsbereich berücksichtigt worden sei, sei es in
weiterer Folge notwendig, den Kompass zu einem durchgängigen
Förderinstrument bis zum Ende der Pflichtschulzeit
weiterzuentwickeln: „Ein Instrument wie der Bildungskompass macht nur
Sinn, wenn er gute Übergänge unterstützt und auch die Schulen auf ihm
aufbauen können. Es muss sichergestellt werden, dass der Kompass in
der Schule als Basis für individuelle Unterstützung und eine
individuelle Bildungs- und Entwicklungsbegleitung weitergeführt wird.
Eine äußerst sensible Datenweitergabe an die aufnehmenden
Bildungseinrichtungen ist dafür natürlich unumgänglich“, appellierte
Neumayer.
Zwtl. Offene Fragen rasch klären – auf weitere Rahmenbedingungen
nicht vergessen
Nun müssten, so Neumayer, die im Zusammenhang mit dem Kompass noch
offenen Fragen schnell und dringend geklärt werden: „Um den
Bildungskompass erfolgreich auf Schiene zu bringen, müssen nun die
Länder ins Boot geholt und Fragen wie die Finanzierung oder jene der
Pilotphase mit den Ländervertretern geklärt werden.“ Klar sei dabei
auch, dass mit den Ländern endlich über das Thema Rahmenbedingungen
gesprochen werden müsse, denn: “Wenn der Bildungskompass als echtes
Förderinstrument angelegt ist, dann braucht es flankierende
Begleitmaßnahmen für die Pädagoginnen und Pädagogen, Schulungen und
institutionenübergreifende Fortbildung, Zeitressourcen und eine
entsprechende Ausbildung des Personals. Der Kompass alleine kann die
Bildungsqualität nicht ausreichend verbessern, wenn die wesentlichen
Reformen in punkto Ausbildung, Qualität und Rahmenbedingungen im
Elementarbildungsbereich nicht endlich angegangen werden“, so
Neumayer abschließend.
Weitere Informationen: www.iv-net.at/medien
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