• 04.08.2016, 10:53:26
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Oberhauser: Neuer 9-fach HPV-Impfstoff im kostenfreien Impfprogramm

Bundesministerium für Gesundheit & Frauen empfiehlt HPV-Impfung für Mädchen und Buben

Utl.: Bundesministerium für Gesundheit & Frauen empfiehlt
HPV-Impfung für Mädchen und Buben =

Wien (OTS) - Bereits Anfang 2014 hat das Bundesministerium für
Gesundheit die Impfung gegen Humane Papillomaviren, HPV, als
kostenfreie Impfung in das Nationale Kinderimpfprogramm aufgenommen.
Nun gibt es einen neuen Impfstoff, der gegen die 9 wichtigsten
HPV-Typen schützt. “Die Gesundheit unserer Kinder und Jugendlichen
ist mir ein großes Anliegen. Daher freut es mich, dass wir auch den
neuen HPV-Impfstoff kostenlos anbieten können. Damit sind wir in
Europa das erste Land, in dem es den 9-fach-Impfstoff gegen HPV im
kostenfreien Impfprogramm sowohl für Mädchen als auch Buben gibt“,
hält Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser fest. ****

Im nationalen, kostenfreien Impfprogramm gibt es ab Sommer 2016 den
9-fach-Impfstoff gegen HPV für Mädchen und Buben vom vollendeten 9.
Lebensjahr bis zum vollendeten 12. Lebensjahr. Mit Schulbeginn werden
diese HPV-Impfungen auch in bestehenden Schulimpfprogrammen an
österreichischen Volksschulen (4. Schulstufe) angeboten. Für Mädchen
und Buben ab dem vollendeten 12. Lebensjahr bis zum vollendeten 15.
Lebensjahr bieten die Bundesländer Nachholimpfungen zum vergünstigten
Selbstkostenpreis an.

„Die HPV-Impfung schützt nicht nur vor Gebärmutterhalskrebs, sondern
auch vor einer Reihe anderer Krebsvorstufen und Krebserkrankungen.
Die kostenfreie Impfung ist eine wichtige Maßnahme, um die Häufigkeit
von Erkrankungen durch HPV zu reduzieren“, so Ministerin Oberhauser.

HPV wird sowohl von Frauen als auch von Männern übertragen

Humane Papillomaviren (HPV) sind weltweit verbreitet und können
sowohl von Männern als auch von Frauen übertragen werden.
Gebärmutterhals-, Scheiden-, Vulva-, Anal- und Peniskrebs sowie
Krebsformen im Mund- und Rachenraum lassen sich häufig auf
HPV-Infektionen zurückführen. Vier von fünf Personen (Männer, Frauen
und Kinder) stecken sich im Laufe ihres Lebens mit HPV an – meistens
ohne, dass sie es wissen oder bemerken. Die Übertragung von HPV
erfolgt am häufigsten durch sexuelle Kontakte, aber auch durch
einfache (Haut-)Kontakte (z.B. bei der Geburt durch Übertragung von
der Mutter auf das Kind). Das Kondom zum Schutz vor HIV und anderen
sexuell übertragbaren Erkrankungen kann vor HPV nur teilweise
schützen, der Gebrauch ist aber auf jeden Fall zu empfehlen („Safer
Sex“).

Der 9-fach-Impfstoff (wirksam gegen die HPV-Typen 6, 11, 16, 18, 31,
33, 45, 52 und 58) ist zugelassen für die Vermeidung von
Genitalwarzen, Krebsvorstufen und Krebs des Gebärmutterhalses, der
Scheide, der Vulva und des Anus. Die HPV-Typen 6 und 11 verursachen
über 90 Prozent der Genitalwarzen, die HPV-Typen 16 und 18, 31, 33,
45, 52 und 58 verursachen etwa 90 Prozent aller Fälle von
Gebärmutterhalskrebs und von meist operationspflichtigen
Krebsvorstufen.

HPV-Impfstoffe werden vom vollendeten 9. bis zum vollendeten 15.
Lebensjahr in 2 Dosen mit einem Abstand von mindestens 6 Monaten
verabreicht. Nach dem vollendeten 15. Lebensjahr werden 3 Dosen für
einen gleichwertigen Impfschutz benötigt.

Impfungen gegen HPV stellen eine wesentliche Verbesserung in der
Eindämmung von Krebserkrankungen dar. Umfassende Informationen sind
auf der Website des BMGF abrufbar. www.bmgf.gv.at/HPV. (Schluss)

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