• 03.08.2016, 13:10:47
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Wahlärzte aus öffentlichem Gesundheitssystem nicht wegzudenken

NÖ Ärztekammer tritt für Wahlfreiheit der Patienten ein

Utl.: NÖ Ärztekammer tritt für Wahlfreiheit der Patienten ein =

Wien (OTS) - Von den derzeit etwa 3.400 Ärzten, die in
Niederösterreich im niedergelassenen Bereich arbeiten, tun dies mehr
als 2.000 als Wahlärzte, also deutlich mehr als die Hälfte. „Das
öffentliche Gesundheitssystem könnte ohne Wahlärzte nicht
aufrechterhalten werden“, ist Dr. Christoph Reisner, Präsident der
Ärztekammer für Niederösterreich, überzeugt. Die Kassenvertragsärzte
können die wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung nicht alleine
übernehmen, denn sie arbeiten bereits jetzt durchschnittlich 45
Stunden pro Woche und behandeln pro Ordinationstag an die 100
Patienten.

Wahlärzte entlasten Kassensystem

Etwa 48.500 Mal pro Woche werden in Niederösterreich Wahlärzte von
Patienten aufgesucht. „Diese Versorgungsleistung kann nicht auch noch
von den Kassenärzten übernommen werden“, erklärt Reisner und betont:
„Wahlärzte schließen eine große Lücke in der allgemeinmedizinischen
und fachärztlichen Gesundheitsbetreuung. Sie entlasten das stark
strapazierte Kassensystem.“

Patienten sollen wählen können

Der Hauptgrund, der die Patienten dazu bewegt, Wahlärzte aufzusuchen,
ist aus Patientenbefragungen bekannt. Es ist der Faktor Zeit.
Reisner: „Da können Wahlärzte voll punkten, nur sie haben die
Möglichkeit, die Zeit deutlich eingeschränkt Patienten direkt zu
verrechnen. Für Ärztinnen und Ärzte mit Kassenvertrag wird Zeit nur
minimal bezahlt.“ Wenn man bedenkt, dass die Kostenrückerstattung
nicht einmal 5 Prozent des Honorarvolumens der Gebietskrankenkasse in
Niederösterreich ausmacht, so stellt sich die Frage, warum die
Politik diesen Schritt gehen möchte.

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