- 29.07.2016, 15:53:27
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„Orientierung“ über den Weltjugendtag mit Papst Franziskus
Am 31. Juli um 12.30 Uhr in ORF 2
Utl.: Am 31. Juli um 12.30 Uhr in ORF 2 =
Wien (OTS) - Christoph Riedl-Daser präsentiert „Orientierung“ am
Sonntag, dem 31. Juli 2016, um 12.30 Uhr in ORF 2 mit folgenden
Themen:
Tanzen, beten, feiern: Der Weltjugendtag mit Papst Franziskus als
Ziel und Aufbruch
Dass er, wie erwartet, auch unbequeme Botschaften im Reisegepäck hat,
ließ Papst Franziskus gleich am ersten Tag seines Polenbesuchs klar
erkennen: Es sei „die Bereitschaft zur Aufnahme derer notwendig, die
vor Kriegen und Hunger fliehen“, sagte Franziskus am Mittwoch bei
einem Treffen mit der polnischen Staatsspitze. Doch der eigentliche
Anlass des Besuchs ist der katholische Weltjugendtag, der dieser Tage
in Krakau stattfindet und zu dem mehrere hunderttausend Jugendliche
aus aller Welt gekommen sind. Mit Fahnen, Jubelgesängen und
Sprechchören wurden denn auch junge Christen aus Österreich begrüßt,
die mit ihren Fahrrädern von Wien nach Krakau geradelt sind. 548
Kilometer hat die Jugendgruppe der „Salesianer Don Boscos“ auf diesem
Weg zurückgelegt. Andere pilgerten einen Großteil der Strecke zu Fuß
zum Weltjugendtag. Rund 300 Jugendliche aus Österreich sind mit dem
„Praytrain“ angereist. Während der nächtlichen Zugfahrt wurde gebetet
und getanzt. Die „Orientierung“ hat nicht nur die päpstlichen
Programmpunkte des Weltjugendtages beobachtet, sondern auch
österreichische Jugendliche auf ihren unterschiedlichen Wegen nach
Krakau begleitet und beim Weltjugendtag mit ihnen über ihre Eindrücke
gesprochen. Ständig präsent sind neben den Jugendlichen die
polnischen Sicherheitskräfte. Angesprochen auf die jüngsten
Attentate, z. B. in einer Kirche in Nordfrankreich, zeigen sich viele
junge Katholikinnen und Katholiken – etwa aus Frankreich, Österreich
und Deutschland – betroffen und nachdenklich. Gestaltung: Marcus
Marschalek, Sandra Szabo; Mitarbeit: M. Arduc, J. Daser, J.
Wögerbauer.
Im „Orientierung“-Studiogespräch: die Pastoraltheologin Regina Polak
und der Jesuit Christian Marte, Leiter des Kardinal-König-Hauses in
Wien.
Im Schweigen gedenken: Papst Franziskus in Auschwitz
Am 29. Juli wird Papst Franziskus im Zuge seiner Reise zum
Weltjugendtag in Krakau das ehemalige NS-Vernichtungslager
Auschwitz-Birkenau besuchen. In der Gedenkstätte wird der Papst mit
Holocaust-Überlebenden und 25 „Gerechten unter den Völkern“ – also
Menschen, die Jüdinnen und Juden während der Zeit des
Nationalsozialismus gerettet haben – zusammentreffen. Der Besuch des
Papstes fällt in das Gedenkjahr zum 75. Jahrestag des Martyriums des
heiligen Maximilian Kolbe. Der katholische Mönch war 1941 in dem
NS-Lager freiwillig anstelle eines Familienvaters in den Tod
gegangen. Franziskus wird in Auschwitz in der Zelle des Heiligen
beten. Dass er diesen Besuch im ehemaligen Vernichtungslager
„schweigend“ tätigen möchte, ließ der Papst im Vorfeld der Reise
ankündigen. Ein Schweigen, das etwa der deutsche Zentralrat der Juden
als „angemessene und ehrfürchtige Form des Gedenkens“ empfindet. Der
aktuelle „Orientierung“-Beitrag beschäftigt sich aber auch mit der
kleinen jüdischen Gemeinde in Krakau, die rund 600 Mitglieder zählt –
und den Papstbesuch in Auschwitz-Birkenau wohl aufmerksam beobachten
wird. Ein Bericht von Mathilde Schwabeneder.
Faszination des Grauens: Dschihadisten als Herausforderung für die
Gesellschaften Europas
Mehr als 200 junge Menschen sind aus Österreich nach Syrien oder in
den Irak gezogen, um dort für den sogenannten „Islamischen Staat“ zu
kämpfen. Die Gründe dafür müssten auch in den europäischen
Gesellschaften selbst gesucht werden, sagt der katholische Theologe
Jürgen Manemann. Er leitet das „Forschungsinstitut Philosophie
Hannover“. Manemann ortet „nihilistische Tendenzen“ in europäischen
Gesellschaften, in denen sich Gefühle der Sinnlosigkeit, der
Hoffnungslosigkeit und der Lieblosigkeit ausbreiten würden. Der
Dschihadismus wiederum bediene sich der Religion, behaupte einen
Traditionalismus, der eigentlich mit Tradition nicht kompatibel sei.
Als Gefahr erweisen sich aber zusehends auch junge Dschihadisten, die
aus dem Kriegsgebiet zurückkehren und hier in Mitteleuropa „im
Ungeist des IS“ tätig sind – und teils auch traumatisierte, junge
Menschen mit Identitätsstörungen, die sich unter Hilfesuchende – aus
Syrien und Afghanistan etwa – gemischt haben, um in Europa Terror zu
verbreiten. Ein Bericht von Sandra Szabo.
Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der
Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand
abrufbar.
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