- 29.07.2016, 12:14:08
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Präsentation der Studie: „Mehrweg-Transportverpackungen Wien“ und Mehrwegmaßnahmen des Biobauernmarktes auf der Wiener Freyung
Eine Studie im Rahmen der Initiative „Natürlich weniger Mist“, betreut von der Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22, durchgeführt vom Österreichischen Ökologie-Institut
Utl.: Eine Studie im Rahmen der Initiative „Natürlich weniger Mist“,
betreut von der Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22,
durchgeführt vom Österreichischen Ökologie-Institut =
Wien (OTS) - „Mehrweg-Transportverpackungen werden mehrfach verwendet
und helfen Abfälle einzusparen und die Umwelt zu entlasten“, betont
Karin Büchl-Krammerstätter, Leiterin der Wiener Umweltschutzabteilung
– MA 22. „Sie bieten aber auch ökonomische Vorteile: Sie sind
billiger – und schützen die transportierten Waren besser vor
Beschädigungen, wie jetzt auch die aktuelle Studie
Mehrweg-Transportverpackungen in Wien bestätigt.“
Im Projekt „Mehrweg-Transportverpackungen in Wien“ wurde erstmals
ein Überblick über die derzeitige Nutzung von
Mehrweg-Transportverpackungen (MTV) in ausgewählten Branchen
geschaffen. Gleichzeitig wurde auch das Potenzial für eine künftig
verstärkte Nutzung von MTV erhoben.
Bei der Studie, die im Rahmen der Initiative „Natürlich weniger
Mist“ von der Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22 betreut und dem
Österreichischen Ökologie-Institut durchgeführt wurde, zeigte sich
unter anderem, dass in folgenden Bereichen
Mehrweg-Transportverpackungen zu 100 Prozent zum Einsatz kommen: bei
den ProduzentInnen, die LGV-Frischgemüse beliefern, beim
Fleischgroßmarkt und der fleischverarbeitenden Industrie sowie bei
der direkten Belieferung der Filialen von Wiener Großbäckereien.
Kein Mehrweg im Fischhandel
Großes Potenzial gibt es hingegen beispielsweise noch beim
Großmarkt Wien in Inzersdorf, wo nur rund 15 Prozent der Obst- und
Gemüsetransporte in Mehrwegkisten transportiert werden sowie beim
Fischhandel, der zu 100 Prozent in Einweg-Transportverpackungen
erfolgt. Keine Mehrweglösungen gibt es auch im Bereich der
Bekleidungsindustrie.
Bei Obst und Gemüse sind heimische Produkte häufiger in
Mehrweg-Transportverpackungen unterwegs – Überseewaren und die
meisten Importwaren werden hingegen ausschließlich in Einwegkisten
transportiert.
Vom Einweg zum Mehrweg
Beim Pharmagroßhandel werden die Produkte zu 100 % in
Einweg-Transportverpackungen angeliefert – dann jedoch zu 100 % in
Mehrweg-Transportverpackungen zu den KundInnen weiter transportiert.
Ein großes Potenzial sehen die Autoren der Studie auch im
dynamisch wachsenden Sektor des Online-Lebensmittelhandels, im
Buchgroßhandel und bei Drogerie-Ketten.
Empfehlungen der Studien-Autoren
Die wichtigsten Empfehlungen der Studien-Autoren Philipp Hietler
und Christian Pladerer von der pulswerk GmbH für einen verstärkten
Einsatz von Mehrweg-Transportverpackungen: Die Entwicklung einer
standardisierten Mehrweg-Transportverpackung für Europa sowie eine
flexible Markenkennzeichnung bei diesen Transportverpackungen, um
eine bessere Markenpräsentation am Point of Sale zu ermöglichen.
Weiters empfehlen die Studien Autoren die Erarbeitung einer
Richtlinie für ein Österreichisches Umweltzeichen für
Mehrweg-Transportverpackungen. Überdies werden weitere Gespräche mit
der Pharmaproduktion sowie der Einsatz von MTV bei Überseewaren
angeregt.
Mehr Mehrweg beim Bio-Bauernmarkt auf der Freyung
Der Biobauernmarkt auf der Freyung ist nicht nur der einzige in
Wien, der ausschließlich Waren aus biologischer Landwirtschaft
anbietet – er ist auch in mehrfacher Hinsicht Vorreiter beim Einsatz
von Mehrwegsystemen.
So kommt bei den Kulinarik-Ständen ausschließlich Mehrweg-Geschirr
zum Einsatz, das in einem eigenen Geschirrspüler gereinigt wird. Für
die Anlieferung der Waren setzt ein Großteil der Standler bewusst auf
Mehrweg-Transportverpackungen – auch aus rein praktischen Gründen:
„Die sind für das Her- und Wegräumen ideal“, berichtet Günter Bartl,
der an seinem Stand Jungpflanzen anbietet und bis vor kurzem
langjähriger Obmann des Vereines ARGE Biobauernmarkt war. „Die
Mehrweg-Kisten haben den großen Vorteil, dass man sie zusammenklappen
kann – und Karton-, aber auch Holzkisten werden zu rasch kaputt.“
Die Aktion Freyung-Einkaufssäcke
Besonders stolz ist Günter Bartl auf eine weitere Aktion unter dem
Titel „Bring Your Bag“, die er und seine Vereins-KollegInnen
tatkräftig unterstützt haben: Mehr als die Hälfte der Standler auf
der Freyung bieten ihren Kunden gezielt eigens gebrandete
Mehrweg-Stoffsackerln an. Mit einem besonderen Anreiz: Ein Stoffsack
kostet zwar drei Euro – aber wenn sie an zehn Tagen mit dem Sackerl
einkaufen, bekommen die Stammkunden einen Gutschein im Wert von fünf
Euro.
Entwickelt und initiiert wurde das von der Wiener
Umweltschutzabteilung – MA 22 geförderte Projekt von zwei
Studentinnen der Wiener Universität für Bodenkultur. Seit dem Start
im Jänner dieses Jahres sind bereits rund 250 KundInnen mit den
Freyung-Einkaufssäcken unterwegs. „Mit der Aktion sind alle absolut
zufrieden“, resümiert Günter Bartl.
Die Initiative „Natürlich weniger Mist“
Mit der Initiative „natürlich weniger Mist“ werden
richtungweisende und beispielhafte Projekte und Aktivitäten gefördert
und unterstützt, die zur Schonung wertvoller Ressourcen oder zu einer
nachhaltigen Lebens- und Verhaltensweise beitragen. Die Initiative
„natürlich weniger Mist“ ist Teil der "Umwelt Musterstadt Wien" und
wird unterstützt von der Wiener Umweltstadträtin Ulli Sima und den
Abteilungen der Geschäftsgruppe Umwelt. Abfallvermeidung hat höchste
Priorität in der Wiener Umweltpolitik.
Link zum Download der Studie „Mehrweg-Transportverpackungen in
Wien“:
http://www.wenigermist.at/mehrweg-transportverpackungen-in-wien
Nähere Informationen zum Bio-Bauernmarkt auf der Freyung:
http://www.biobauernmarkt-freyung.at/
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