• 29.07.2016, 09:30:01
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Mitterlehner: Heimische KMU belegen Spitzenplätze in Europa-Ranking

Erfolgreich im Wettbewerb: 13 Forschungsprojekte mit österreichischer Beteiligung werden mit 3,1 Millionen Euro aus Förderprogramm Eurostars-2 unterstützt

Utl.: Erfolgreich im Wettbewerb: 13 Forschungsprojekte mit
österreichischer Beteiligung werden mit 3,1 Millionen Euro aus
Förderprogramm Eurostars-2 unterstützt =

Wien (OTS/BMWFW) - Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner zieht
eine positive Bilanz über die jüngste Ausschreibungsrunde des
transnationalen Förderprogramms Eurostars-2. "Noch nie waren so viele
Projekte mit österreichischer Beteiligung erfolgreich. Dadurch können
wir 13 innovative Vorhaben mit rund 3,1 Millionen Euro unterstützen",
sagt Mitterlehner. Im internationalen Eurostars-Ranking platzieren
sich mehrere Projekte mit österreichischen Akteuren im Spitzenfeld:
auf dem ersten, zweiten und fünften Platz unter insgesamt 130
geförderten Projekten. Für die Reihung haben unabhängige Experten den
technologischen Innovationsgrad sowie die Marktchancen bewertet. "Das
Ergebnis zeigt die hohe Innovationskraft unserer Klein- und
Mittelbetriebe. Sie sind das Rückgrat der heimischen Wirtschaft und
bringen das Land nach vorne", so Mitterlehner.

Das transnationale Förderprogramm, an dem 34 Länder teilnehmen,
fokussiert auf forschungsintensive KMU als Koordinatoren. Als
Projektpartner können auch Großunternehmen und Forschungsinstitute
teilnehmen. National wird Eurostars zu drei Vierteln vom
Wirtschaftsministerium finanziert, ein Viertel kommt von der
Europäischen Kommission „Damit unterstützen wir Unternehmen dabei,
neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen möglichst rasch auf den
Markt zu bringen“, erläutert Mitterlehner.

Abgewickelt wird das Programm im Auftrag des Wirtschaftsministeriums
von der Forschungsförderungsgesellschaft FFG. „Projekte können
laufend eingereicht werden. Es gibt jährlich zwei Einreichfristen.
Internationale Experten evaluieren dann alle bis dahin eingelangten
Projektanträge“, erläutert FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth.
Die Förderung besteht aus nicht rückzahlbaren Zuschüssen (bis zu 60
Prozent) zu den Projektkosten.

Aktuelle Beispiele für Eurostars-Projekte mit österreichischer
Beteiligung

* Im Projekt E!10580 – EPITHYDIA kooperiert das Wiener KMU Platomics
mit dem Austrian Institute of Technology und dem belgischen KMU
Diagenode. Ziel des Projekts, das im internationalen Ranking den
sensationellen ersten Platz errang, ist die Entwicklung eines
epigenetik-basierten Diagnostik-Kits, mit dem wesentlich genauer als
bisher festgestellt werden kann, ob Schilddrüsenknoten gutartig oder
bösartig sind. So können unnötige Operationen aufgrund verdächtiger
Diagnosen vermieden werden.

* Rang zwei des internationalen Rankings kann das Projekt E!10466 -
O2 HighSpeed für sich verbuchen: Der steirische Klein- und
Mittelbetrieb TecSense arbeitet darin gemeinsam mit der JOANNEUM
RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH und dem deutschen Koordinator
Cortex Biophysik an der Entwicklung eines neuartigen Gerätes zur
Untersuchung der Atemluft (Ergospirometriegeräts), das aufgrund
verbesserter Sauerstoffmessung genauere Diagnosemöglichkeiten, etwa
bei Lungen- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bietet.

* Im ebenfalls topgereihten Projekt E!10418 LaserSens 4-in-1
entwickelt das oberösterreichische Unternehmen
Salvagnini-Maschinenbau gemeinsam mit einem Unternehmen und einer
Universität aus Deutschland einen multifunktionalen optischen Sensor,
um Hochleistungslasermaschinen im 24/7 Betrieb zu überwachen und zu
regeln. Hier findet seit einigen Jahren ein Wechsel von den
traditionellen CO2-Lasern hin zum Faserlaser statt. Für letztere gibt
es am Sensorikmarkt allerdings bisher keine zufriedenstellende
Sensoriklösung, um Schneidprozesse online hinsichtlich
Schnittqualität und Effizienz zu überwachen. Hier setzt das Vorhaben
der österreichischen und deutschen Forscher an, die diese Lücke
schließen wollen.

* Im Projekt E!10598 Analyse JET kooperiert das Wiener KMU Qualysoft
mit Unternehmenspartnern aus Deutschland und Ungarn. Ziel ist die
Entwicklung eines neuen statischen Analysewerkzeugs für die Java
Programmiersprache, um Softwarefehler schnell zu lokalisieren und den
Code besser zu verstehen. Diese Lösung wird speziell großen
Unternehmen nützlich sein, um beispielsweise Altsysteme zu migrieren
oder undokumentierte Applikationen von anderen Lieferanten zu
übernehmen.

* Die LieberLieber Software GmbH aus Wien koordiniert das Projekt
E!10595 EMBEET, in dem eine Modellierungs- und Testumgebung für
sicherheitskritische Software-Systeme (z.B. in Autos, Flugzeugen
etc.) entwickelt wird. Durch die Weiterentwicklung der innovativen
Methode "Modellbasierte Software- und Systementwicklung" sollen die
Entwicklungs- und Wartungskosten solcher Systeme über die Lebensdauer
um bis zu 50 Prozent reduziert werden. Gleichzeitig wird auch die
Qualität der Systeme durch verschiedene Maßnahmen (z.B. Entwicklung
spezieller Hilfswerkzeuge für die Modellierung, Automatisierung der
Erstellung von Testfällen, exakte Dokumentation etc.) erhöht. Partner
in diesem Projekt sind das Austrian Institute of Technology und ein
KMU aus der Slowakei.

Weitere Informationen zum Eurostars-Programm gibt es auf
www.ffg.at/eurostars

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