- 20.07.2016, 15:47:06
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Automobilimporteure zu Willi: NOx-Emissionen bei Pkw deutlich zurückgegangen
Wien (OTS) - „Es ist schlichtweg falsch, dass es bei den Pkw noch zu
keinen relevanten Abnahmen der NOx-Emissionen gekommen wäre“, stellte
der Sprecher der österreichischen Automobilimporteure Günther Kerle
heute, Mittwoch, in Reaktion auf die von Abg. z. NR Georg Willi (Die
Grünen) im Rahmen einer Pressekonferenz getätigten Aussagen fest.
„Das ist eine nicht nachvollziehbare und offenbar absichtlich
zweifelhafte Auslegung der vorliegenden Zahlen und Daten. Sehr wohl
sind parallel zu den NOx-Grenzwerten auch die Realemissionen von Euro
1 bis Euro 6 nachweislich gesunken.“ Auch wenn dies im alltäglichen
Gebrauch im Straßenverkehr leider nicht im selben Ausmaß wie bei den
Grenzwerten passiert. Stammten im Jahr 1980 noch 29,2 Prozent (73.200
Tonnen) der NOx-Gesamtemissionen in Österreich aus dem Pkw-Verkehr,
so waren es 2014 nur noch 12,8 Prozent (16.600 Tonnen).
„Niemand wird in Abrede stellen, dass eine hohe Luftqualität uns
allen ein Anliegen sein muss“, stellte Kerle auf die Vorwürfe
eingehend klar. „Deshalb beschäftigt sich die Automobilindustrie
intensiv mit den Themen Abgasreinigung, Schadstoffreduzierung und
Effizienzsteigerung. Dennoch muss an diesem Punkt festgehalten
werden, dass jede weitere Entwicklung in diese Richtung mit großen
Anstrengungen und erheblichen Investitionen für die
Automobilindustrie verbunden ist. Es gilt entsprechend
sicherzustellen, dass der gesetzliche Rahmen Grenzwerte definiert,
die technisch derzeit auch möglich und umsetzbar sind. Die
vorgesehenen Toleranzfaktoren bei den neuen Testverfahren ab 2017
stellen genau das sicher.“
Kritik an „Dieselprivileg“ folgewidrig
2015 wurden über vier Milliarden Euro an Mineralölsteuer in die
Staatskasse gespült, auch der sogenannte Tanktourismus leistet hier
seinen Beitrag. „Es ist naheliegend, dass, sollten die Einnahmen aus
dem Tanktourismus wegfallen, das Geld auf anderer Seite eingeholt
wird. Durch eine höhere Dieselbesteuerung würden aber nur die
heimischen Autofahrerinnen und Autofahrer mehr zahlen“, kritisierte
Kerle: „Klimapolitisch hätte die Maßnahme wenig Auswirkungen, da die
Schadstoffe vom Tanktourismus ohnehin nicht in Österreich ausgestoßen
werden. Eine derartige Forderung macht demnach keinen Sinn. Die
Grünen wünschen sich hier eine Pseudo-Maßnahme unter dem Deckel des
Umweltschutzes, die klar auf dem Rücken der Österreicherinnen und
Österreicher ausgetragen würde, ohne einen nennenswerten Effekt zu
erzielen. Das Credo muss lauten: Fördern statt bestrafen! Eine
bundesweit einheitliche Ankaufsförderung von Elektromobilität für
Private würde beispielsweise klimapolitisch mehr bringen als die
Bestrafung von Bürgerinnen und Bürger, die auf ihr Auto angewiesen
sind und anschließend nur noch tiefer in ihre Taschen greifen
müssten.“
Abschließend und bezugnehmend auf das Thema Mautspreizung bei Lkw
hält Mag. Franz Weinberger, Sprecher der österreichischen
Nutzfahrzeugimporteure, fest: „Wir sind etwas verwundert, dass hier
von den Grünen bereits die Auswirkungen der neuen Mauttarife
diskutiert werden, obwohl diese noch gar nicht veröffentlicht wurden.
Jedenfalls werden ab 2017 in die neuen Mautsätze auch die externen
Kosten, wie Lärm und Schadstoffe, miteingerechnet. Österreich ist
eines der ersten EU-Länder, welche diese externen Faktoren in der
Maut berücksichtigen.“
Der Arbeitskreis der Automobilimporteure stellt eine eigens geregelte
Interessenvertretung innerhalb der Industriellenvereinigung dar.
Mitglieder sind die österreichischen Automobilimporteure und die
Vertriebsgesellschaften der internationalen Automobilhersteller.
Weitere Informationen unter http://www.automobilimporteure.at
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