Triumph nimmt weitere Optimierungen an seiner Lieferkette vor - das Unternehmen investiert in den Ausbau zentraler Lager in Wiener Neustadt und Obernai (Bild)

Bad Zurzach, Schweiz (ots) - Im Rahmen seiner internationalen strategischen Neuausrichtung zielt die Triumph Holding AG (Bad Zurzach - "Triumph") seit 2015 darauf ab, eine neue globale Vertriebsstrategie zu implementieren, sich auf seine Kernmarken zu fokussieren und sein Geschäftsmodell zu vereinfachen. In diesem Zusammenhang verbessert das Unternehmen seine Prozesse in den Bereichen Produktentwicklung, Produktion und Logistik kontinuierlich und macht sie leistungsstärker. Konkret bedeutet dies, dass folgende strategische Entscheidungen getroffen wurden:

Triumph wird seine Lager- und Verteilaktivitäten für die europäischen Märkte langfristig an den bestehenden Standorten Wiener Neustadt (Niederösterreich) und im elsässischen Obernai konzentrieren. Die beiden Lager werden sämtliche west- und mitteleuropäischen Märkte versorgen. Dazu werden beide Standorte erweitert, um Ausstattung und Prozesse auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Der Standort Wiener Neustadt wird außerdem mittelfristig mit mehr Personal ausgestattet: So sollen dort rund 100 neue Arbeitsplätze entstehen.

Ein Teil der Aktivitäten des Logistikzentrums im deutschen Aalen wird dagegen schrittweise bis Anfang 2018 eingestellt. Die Entscheidung hierzu erfolgte nach intensiver Prüfung aller Alternativen in enger Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern. Bis zu 300 Mitarbeitende werden von der Schließung betroffen sein. Um die Konsequenzen des Arbeitsplatzverlustes bestmöglich zu reduzieren, soll ein Bündel von sozialverträglichen Maßnahmen wie Vorruhestandsregelungen, Umschulungen und der Aufbau einer Transfergesellschaft diskutiert werden. Die Verhandlungen zum Sozialplan und Interessenausgleich werden aufgenommen.

Des Weiteren wird Triumph einen Teil seiner Nähproduktion von osteuropäischen Fremdwerken in eigene Werke in Marokko und Indien verlagern. Damit einhergehend werden den Näharbeiten in Osteuropa vorgelagerte Tätigkeiten, die aktuell in Wiener Neustadt angesiedelt sind, wegfallen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird mindestens die Hälfte der 110 betroffenen Mitarbeiter im erweiterten Logistikzentrum weiterbeschäftigt werden können. Darüberhinausgehendes und die entsprechenden Einzelheiten werden aktuell ebenfalls zwischen den Sozialpartnern besprochen.

Außerdem ist geplant, die Produktentwicklungsaktivitäten für die Marke Triumph am Standort Heubach (ebenfalls Deutschland) effizienter zu gestalten. Diese Maßnahme ist insbesondere aufgrund einer Reduzierung der Kollektionsgröße, verbesserter Prozesse sowie der Einführung eines integrierten IT-Systems für die Produktentwicklung, welches zahlreiche manuelle Arbeitsschritte ersetzt, geboten. Betroffen sind im laufenden Jahr etwa 50 und im kommenden Jahr etwa 25 Mitarbeitende. Auch hier sollen die Auswirkungen so gut wie möglich reduziert und aufgefangen werden.

Schließlich ist Triumph in fortgeschrittenen Übernahmeverhandlungen für seine Produktionsstätte im portugiesischen Sacavém nahe Lissabon. Es ist beabsichtig, dass sämtliche 521 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vom Erwerber übernommen werden. Die Übernahme soll noch im laufenden Jahr 2016 vollzogen werden. Der Prozess wurde von konstruktiver Zusammenarbeit zwischen Management, Arbeitnehmervertretungen und den portugiesischen Behörden begleitet. Eine endgültige Bestätigung der Übernahme kann nur nach Unterschrift des finalen Vertrags erfolgen.

Mit diesen Maßnahmen schließt Triumph die Umgestaltung seiner europäischen Lieferkette weitgehend ab. Wichtige Wertschöpfungsprozesse wie Forschung und Entwicklung, Innovationsprozesse, Design sowie Qualitätssicherung sind auch weiterhin an eigenen europäischen Triumph Standorten angesiedelt.

Damit stellt Triumph entscheidende Weichenstellungen für die Zukunft, um in einem insgesamt schrumpfenden und herausfordernden Marktumfeld wettbewerbsfähig und weiterhin einer der großen Arbeitgeber der globalen Textilindustrie zu bleiben. So ist es dem Unternehmen mit seinen bisherigen Transformationsmaßnahmen gelungen, den Marktanteil in seinen Kernmärkten Deutschland und Japan entgegen dem Branchentrend auszubauen. Gemeinsam mit sämtlichen Sozialpartnern wird Triumph in den nächsten Tagen und Wochen intensiv zusammenarbeiten, um die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu unterstützen und die sozialen Auswirkungen aufzufangen. Gemeinsam kommentieren Kay Zumkley, General Manager der Triumph International AG, Wiener Neustadt, sowie die Betriebsratsvorsitzenden Gabriele Gruber und Manfred Knebel: "Triumph investiert in den Standort Wiener Neustadt, baut ihn zu einem seiner zentralen Logistikzentren in Europa aus. Nun geht es darum, so viele Kolleginnen und Kollegen wie möglich aus der Vorproduktion und den produktionsnahen Bereichen zu übernehmen und fit für die Arbeit im Verteilzentrum zu machen. Auch hier werden die Sozialpartner eng zusammenarbeiten."

Triumph gehört zu den weltweit größten Herstellern von Bodywear und Dessous. Mit seinen Hauptmarken Triumph® und sloggi® vertreibt das Unternehmen seine Produkte in mehr als 120 Ländern. Weltweit beliefert Triumph 40.000 Wholesale Kunden und verkauft seine Produkte in 2.000 Triumph Stores sowie in zahlreichen eigenen Online Shops. Triumph erzielt mit rund 30.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,437 Mrd. Euro (2014). Das Unternehmen ist Mitglied der Business Social Compliance Initiative (BSCI) und dem Global Social Compliance Programme (GSCP).

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