GRAS Innsbruck: Neuregelung der Innsbrucker Mietzinsbeihilfe gefährdet Existenz vieler Student_innen

GRAS-Petition für Beibehaltung schon bei 3000 Unterschriften

Innsbruck (OTS) - Mit Verständnislosigkeit reagieren die Grünen & Alternativen Student_innen Innsbruck (GRAS Innsbruck) auf die gestrige Entscheidung des Innsbrucker Gemeinderats, eine dreijährige Wartezeit für die zumeist lebensnotwendige Mietzinsbeihilfe einzuführen. "Was ÖVP, FPÖ, die Männer der SPÖ und Für Innsbruck (FI) damit vorzeigen ist ihre Unfähigkeit die aktuellen sozialen Probleme sinnvoll anzugehen. Anstatt ein nachhaltiges Konzept für die Mietzinsbeihilfe zu entwickeln werden nun tausende Studierende aber auch Familien, Alleinerziehende, Senior_innen und Asylberechtigte um ihre Beihilfe gebracht. Wie sich diese Personen ihr Leben in Innsbruck nun leisten sollen, konnte bisher niemand von den Verantwortlichen beantworten", ist die GRAS-Aktivistin Marie Regner über den faktischen Verlust der Mietzinsbeihilfe für viele Innsbrucker_innen empört, die ihren Hauptwohnsitz noch nicht drei Jahre in der Stadt gemeldet haben.

"Da helfen auch keine halbherzigen Übergangslösungen, die nur ein paar Einzelfälle betreffen, während der Großteil weiterhin außen vor bleibt", referiert Marie Regner auf die noch hinzugefügten Bestimmungen, dass Personen, die schon sechs Jahre in Innsbruck arbeiten oder anderweitig 15 Jahre in Innsbruck gemeldet sind auch ohne Erfüllung der Wartezeit die Mietzinsbeihilfe erhalten.

Ihren Unmut über die geplante Neuregelung äußerten darüber hinaus auch schon über 3000 Personen mithilfe einer von der GRAS Innsbruck initiierten Petition zur Rettung der Mietzinsbeihilfe. "In weniger als zwei Tagen konnten wir tausenden Innsbrucker_innen ein Sprachrohr bieten, auf das die Politiker_innen der ÖVP, SPÖ, FPÖ und FI aber nicht hören wollten. Stattdessen wurde abgewartet bis ein Großteil der Studierenden über die vorlesungsfreie Zeit hinweg nicht mehr in der Stadt ist, um diese unsoziale Maßnahme durchzudrücken", ist Marie Regner über diese exkludierende Politik verärgert.

Die gestrige Entscheidung des Innsbrucker Gemeinderats wird nun viele Menschen im schlimmsten Fall auf die Straße bringen - unter dem Vorwand, das Problem der horrenden Mietpreise in Innsbruck anzugehen. Ein unhaltbares Argument, wie Regner von der GRAS Innsbruck abschließend darstellt: "Der Druck auf den Innsbrucker Wohnungsmarkt ist immens und auch ohne Mietzinsbeihilfe wird es zahlende Kundschaft geben. Dafür werden junge und vor allem finanziell schwache Menschen aus der Stadt getrieben, während die Mietpreise weiterhin hoch bleiben. Innsbruck als unsoziale Stadt für Wohlhabende scheint das Ziel der ÖVP, FPÖ, SPÖ-Männer und FI zu sein. Ein klassischer Schuss ins eigene Knie."

Link zur Petition:
http://www.openpetition.eu/at/petition/online/mietzinsbeihilfe-retten

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Dejan Lukovic
GRAS Innsbruck - Grüne & Alternative Student_innen Innsbruck
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