• 14.07.2016, 11:00:01
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Bundesminister Kurz: „Kampf gegen Radikalisierung als Schwerpunkt des österreichischen OSZE-Vorsitzes“

Vorstellung der Pläne des österreichischen OSZE-Vorsitzes 2017

Utl.: Vorstellung der Pläne des österreichischen OSZE-Vorsitzes 2017 =

Wien, 14. Juli 2016 (OTS) - „Ich gehöre einer Generation an, die den
Kalten Krieg selbst nicht erlebt hat. Sicherheit und Stabilität war
für mich und meine Generation immer etwas Selbstverständliches – auch
dank der OSZE. Das Blockdenken hat aber wieder Hochkonjunktur. Man
hört wechselseitige Vorwürfe, die junge Menschen wie ich in ihrer
Sprache und Tonalität nur aus den Geschichtsbüchern kennen. Gerade
vor diesem Hintergrund haben wir vor zwei Jahren beschlossen, uns für
den OSZE Vorsitz 2017 zu bewerben“, erklärte Außenminister Sebastian
Kurz anlässlich der Vorstellung der Pläne des österreichischen
OSZE-Vorsitzes 2017 vor dem Ständigen Rat der OSZE in Wien.

„Wir wollen uns in der OSZE engagieren, um einen Beitrag zu mehr
Sicherheit zu leisten. Wir erleben gerade drei zentrale Bedrohungen,
die die Sicherheit und Stabilität, aber auch unsere gemeinsamen Werte
im OSZE-Raum gefährden:

1. Eine weitere Verschärfung von militärischen
Auseinandersetzungen, die schon jetzt tausende Opfer, Vertreibung und
Zerstörung ausgelöst haben.
Wir wollen einen Beitrag leisten, bestehende Konflikte zu
entschärfen.
2. Die zunehmende Bedrohung der inneren Sicherheit durch die
stärkere Radikalisierung vor allem junger Menschen und Terrorismus
als Folge dessen.
Wir müssen daher gemeinsam gegen Radikalisierung und Extremismus
ankämpfen.
3. Und der zunehmende Vertrauensverlust zwischen Staaten, aber
auch der Bürger gegenüber staatlichen Institutionen und
Organisationen, die den Frieden und unsere Werte sichern sollten.
Wir müssen daher wieder gemeinsam Vertrauen schaffen“, so
Außenminister Sebastian Kurz.

„In Zeiten großer Veränderungen und erhöhter Unsicherheit müssen die
internationalen und regionalen Organisationen politische
Verantwortung übernehmen“, sagte Außenminister Sebastian Kurz. Die
Ukraine-Krise habe Vertrauen zwischen den Staaten zerbrochen und
zeige gleichzeitig die Bedeutung der OSZE und ihres
Krisenmanagements. „Während des Vorsitzes wird Österreich auf seiner
Rolle als ehrlicher Vermittler aufbauen und Dialog und Zusammenarbeit
in der OSZE-Region fördern“, so Außenminister Sebastian Kurz.

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