- 13.07.2016, 10:46:52
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VOR-Tarifreform bringt Härtefälle
ÖAAB FCG AK Fraktion fordert Nachbesserung und Kostensenkung
Utl.: ÖAAB FCG AK Fraktion fordert Nachbesserung und Kostensenkung =
Wien (OTS) - Mehr als reformbedürftig ist die aktuelle Tarif-Reform
im Verkehrsverbund Ostregion. Die mit 1. Juli in Kraft getretene
Regelung bringt neben der versprochenen größeren Transparenz, nämlich
auch völlig unverständliche Tariferhöhungen mit sich. So muss etwa
ein Pendler auf der Strecke von Wiener Neustadt nach Baden seit 1.
Juli um 218 Euro mehr für die Jahreskarte zahlen, ein Pendler von
Münchendorf bis Wien um 262 Euro mehr. Die AK-Präsidenten von Wien,
NÖ und Burgenland fordern deshalb Nachbesserungen.
Dass die Preissprünge für die Betroffenen nicht nachvollziehbar sind,
kann auch der ÖAAB FCG Funktionär Leopold Wagner bestätigen. Er muss
als persönlich Betroffener sogar eine Preissteigerung von 338,00 €
pro Jahr hinnehmen. Bisher betrug der Fahrpreis für 7 Außenzonen
1.340 € (Jahreskarte bei monatlicher Abbuchung), der neue Fahrpreis
von Platt im Weinviertel bis Wien samt Kernzone beträgt nun 1.678 €
also um 25 Prozent mehr. „Dafür bekomme ich Strecken, die ich
wahrscheinlich nie nutzen werde, wie etwa die Busse in Bisamberg oder
Groß-Enzersdorf hinzu. Hier handelt es sich um eine Zwangsbeglückung,
für die kein Bedarf besteht und für die ich eigentlich nicht zahlen
möchte“, beklagt Wagner die unverständlichen VOR-Tarife.
Der ÖAAB FCG Fraktionsvorsitzende Fritz Pöltl ergänzt: „Würde man
sich auf den tatsächlichen Bedarf der Pendler beschränken, könnte der
Tarif sicher günstiger ausfallen!“
Die FCG unterstützt daher die Forderungen für eine Nachbesserung der
Tarife und einer großzügigeren Härtefallregelung. „Es kann nicht
sein, dass die Menschen für vergleichbare Strecken unterschiedliche
Preise zahlen müssen“, meint Pöltl. Es brauche auch
Härtefallregelungen, die nicht nur zeitlich begrenzt sind. Bisher
bietet der VOR eine Deckelung der Preiserhöhung nämlich nur bei 120
Euro und nur im ersten Jahr an.
Die FCG-Funktionäre finden dies allerdings nicht ausreichend und
fordern günstigere Lösung für die Pendlerinnen und Pendler ein.
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