Konrad: „Asylwohnung.at“ – Impuls zur Entlastung von Großquartieren

Angebot zur Information über privaten Wohnraum nun erweitert um Infos für „organisierte Unterkünfte“

Wien (OTS) - „Das ist ein weiterer Impuls, um Großquartiere zu entlasten und Flüchtlinge in kleineren Einheiten gut betreuen und bei ihrer Integration begleiten zu können“, so Flüchtlingskoordinator Christian Konrad zur Erweiterung des Angebotes von „Asylwohnung.at.“ Seit September 2015 ist der Leitfaden zur privaten Unterbringung von Flüchtlingen „Asylwohnung.at“ online. Die Plattform richtet sich an alle Menschen, die Flüchtlingen Wohnraum zur Verfügung stellen möchten, aber nicht genau wissen wie. Über 12.000 Zugriffe sind ein Beweis für die große Bereitschaft der Zivilbevölkerung Flüchtlingen ein Dach über dem Kopf zu bieten.

Nun ist das vom Verein Respekt.net gestaltete Angebot der Webseite erweitert worden. Informationen für „Organisierte Unterkünfte“ geben Orientierung zu den rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen für die Betreibung von Flüchtlingsquartieren. Das Team von Flüchtlingskoordinator Christian Konrad im Verein Österreich hilfsbereit hat diese Erweiterung gemeinsam mit dem Verein Respekt.net umgesetzt.

„Wir brauchen weiterhin Wohnraum von privaten Anbietern und wir brauchen weiter auch kleinere organisierte Quartiere. Hier gibt es von Bundesland zu Bundesland und von Region zu Region unterschiedliche Rahmenbedingungen, aber im Grundsätzlichen bleibt der Bedarf“, so Konrad. „Asylwohnung.at ist“, unterstreicht Konrad, „seit Monaten ein wichtiger Mosaikstein in der Versorgung von Flüchtlingen in Österreich. Einmal mehr hat hier zivilgesellschaftliches Engagement schnell und effizient auf Herausforderungen reagiert.“

„Mit der Erweiterung von Asylwohnung.at wollten wir unseren Leitfaden komplettieren und damit noch mehr Wohnraum aus der Zivilgesellschaft schaffen. Was viele nicht wissen: schon in einer großen Wohnung oder in einem Einfamilienhaus kann eine sogenannte „organisierte Unterkunft“ betrieben werden. Auch ehemalige Pensionen oder Gasthäuser bieten sich natürlich an. Die Asylwerber werden professionell betreut und der Vermieter hat die Sicherheit, die Kosten vom Land gedeckt zu bekommen.“, so Pamina Ackerbauer, Projektleiterin von Asylwohnung.at beim Verein Respekt.net.

Konrad: „Es gibt noch viel zu tun – und es ist gut vorbereitet zu sein!“

Aktuell gibt es zwischen 800 und 1000 Asylanträge pro Woche. Die Entwicklung der kommenden Monate ist noch nicht absehbar, macht Konrad deutlich und stellt klar fest: „Es gibt keinen Grund für Katastrophenstimmung oder Notstandsrhetorik, aber es gibt noch einiges im Land zu tun und es ist gut, für mögliche Szenarien vorbereitet zu sein. Die Menschen in Österreich haben in der Vergangenheit gezeigt, dass in den Gemeinden die Zivilgesellschaft mit Ruhe, Kompetenz und Pragmatismus viel leistet. Beides soll auch weiterhin dazu beitragen, dass wir die Herausforderungen bewältigen.“ Einmal mehr muss den über 100.000 Freiwilligen HelferInnen in der Betreuung von Flüchtlingen für dieses Engagement „Respekt und Dank ausgesprochen werden!“, so Konrad.

Großquartiere durch kleinere Einheiten entlasten

Konrad plädiert dafür, gezielt Großquartiere durch kleinere Einheiten zu entlasten: „Noch immer haben wir Großquartiere. Diese haben in der Logistik sicher Vorteile. Im Blick auf die Integration gibt es aber auch Nachteile. Für jene Flüchtlinge, deren Aussicht auf einen positiven Asylbescheid größer ist und besonders für Familien mit Kindern sind kleinere Betreuungseinrichtungen mit der Möglichkeit für Integrationsmaßnahmen aber sicherlich sinnvoller.“ Derzeit werden in Österreich immer wieder neue Quartiere eröffnet, deren Umsetzung Ende des vergangenen Jahres oder kurz danach in Angriff genommen worden ist.

„Aber schon seit dem Herbst, haben die zahlreichen Anbieter von privaten Quartieren wesentlich dazu beigetragen, dass wir für Flüchtlinge nicht nur ein menschenwürdiges Quartier, sondern auch eine erste Basis für eine gute Integration sicherstellen konnten. Ihr Beispiel ist für mich eine Bestätigung für den Willen, sich Herausforderungen zu stellen und sie zu bewältigen. Wer will, der kann!“, so Konrad. Alleine in Wien leben 60% der Flüchtlinge in Grundversorgung in privaten Quartieren.

Wohnraum für Startwohnungen ermöglicht Perspektiven

Zusätzlich zu Wohnraum für AsylwerberInnen ist aber auch Wohnraum für Asylberechtigte eine große Herausforderung. Auch hier bietet „Asylwohnung.at“ eine Orientierungshilfe für Interessierte.

Respekt.net – Verein zur Stärkung der Zivilgesellschaft

“Asylwohnung.at“ ist eine Plattform des Vereins Respekt.net (verein.respekt.net), der schon die Crowdfunding-Plattform für eine bessere Gesellschaft www.respekt.net, die Politik-Transparenzplattform www.meineabgeordneten.at und die Steuer-Transparenzplattform www.SteuernZahlen.at ins Leben gerufen hat.

Der Verein.Respekt.net ist ein überparteilicher Zusammenschluss von politisch interessierten Bürgerinnen und Bürgern, die gesellschaftspolitisches Engagement erleichtern wollen. Für eine funktionierende Demokratie braucht es politisches Engagement in breiter Form. Weil die ausgetrampelten Pfade der etablierten Politik immer mehr Menschen abschrecken, entwickelt der Verein.Respekt.net neue innovative Konzepte, um eine Teilnahme am politischen Prozess zu fördern.

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Österreich hilfsbereit
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peter.wesely@oesterreich-hilfsbereit.at
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Pamina Ackerbauer
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