• 07.07.2016, 15:00:42
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Grüne/Lesjak zur Causa Kärntner Landesmuseum: „Museumsgesetz NEU längst überfällig!“

Politische Versäumnisse verursachten Chaos und unhaltbare Zustände im Kärntner Landesmuseum; LR Benger ist schwer säumig

Utl.: Politische Versäumnisse verursachten Chaos und unhaltbare
Zustände im Kärntner Landesmuseum; LR Benger ist schwer säumig =

Klagenfurt (OTS) - „Im kritischen Bericht sprach der
Landesrechnungshof dem Landesmuseum 78 Empfehlungen aus, welche ein
großes politisches Versäumnis sichtbar werden lassen. Fehlende
gesetzliche Rahmenbedingungen, wie ein novelliertes Museumsgesetz,
führten zu fehlerhaften Verhalten und Unsicherheit im Landesmuseum.
Probleme bei der Erstellung der Jahresabschlüsse sind nur ein
Beispiel dafür,“ erklärt Lesjak.

„Doch nicht nur politische Versäumnisse wurden vom Rechnungshof
aufgedeckt, sondern auch viele andere Ungereimtheiten traten ans
Tageslicht. So wurden 2013 in einem Jahr 118 Bewirtungen abgerechnet,
viele ohne Aufzeichnungen über den Zweck und die Namen der
TeilnehmerInnen. Das entspricht einer Bewirtung an jedem zweiten
Arbeitstag! Interessant war auch, dass der Assistent des Direktors,
dem 60 Bewirtungen zuordenbar waren, in der heutigen Sitzung des
Kontrollausschusses darüber keine Auskunft geben konnte“, stellt
Lesjak empört fest.

Trotz des derzeitigen Zustandes und der starken Kritik des
Rechnungshofes ist Lesjak überzeugt, „dass unser Bundesland ein
modernes, funktionierendes Landesmuseum braucht. Die Museumsexponate
wie auch die Forschungsleistung der Mitarbeiter sind ein wichtiger
Pfeiler des kulturellen Lebens in Kärnten. Damit darf nicht
leichtfertig umgegangen werden! Es darf keine Ausreden und keine
Toleranz für Fehler seitens der Politik geben.“

„Das Museumsgesetz wie auch die Museumsordnung hätten schon lange
fertig sein müssen. Nun liegt es an LR Benger, seine Versäumnisse
nachzuholen und als Kulturreferent den Erstellungsprozess
voranzutreiben. Des Weiteren muss, nachdem das Ausscheiden des
derzeitigen Direktors mit Jahresende ja bekannt ist, die
Ausschreibung für den oder die neueN MuseumsleiterIn sobald als
möglich bekannt gemacht werden“ fordert Lesjak. „Nur mit geklärten
rechtlichen Rahmenbedingungen, einem gut durchdachten, modernen
Konzept und einem neuen, externen, unabhängigen Experten in Sachen
Museumsneuausrichtung und -führung kann ein Neustart erfolgen“,
schließt Lesjak.

(Schluss)

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