AK: Netzregulierung braucht faire Rahmenbedingungen!

Bewährtes System zur Verzinsung von Netzinvestitionen muss beibehalten werden. AK fordert sachliche Diskussion statt Blackout-Drohszenarien

Wien (OTS) - „Als überzogen“ kritisiert die AK die heute veröffentlichten Renditevorstellungen und Blackout-Drohszenarien der E-Wirtschaft. „Fakt ist: Das Zinsniveau ist in den letzten Jahren massiv gesunken. Die günstigen Finanzierungsmöglichkeiten der Netzbetreiber müssen nun auch an die Verbraucher weitergegeben werden“, fordert AK Energie-Experte Dominik Pezenka. „Andernfalls würden sich die Netzbetreiber ein Körberlgeld verdienen.“

Investitionen in die Energie-Netzinfrastruktur sind für die AK Zukunftsinvestitionen. Sie sichern die hohe Versorgungsqualität in Österreich und liefern wichtige Konjunkturimpulse. Die Aufgabe der Regulierungsbehörde ist dabei, ein ausgewogenes System zu schaffen, das einerseits Anreize für Netzinvestitionen bietet, aber gleichzeitig die VerbraucherInnen vor überhöhten Kostenbelastungen schützt.

Die Höhe der Kapitalverzinsung der Netzbetreiber wird alle fünf Jahre neu festgelegt. Die Höhe errechnet sich aus einer fünfjährigen Durchschnittsbetrachtung der Kapitalmarktentwicklung. Daraus ergibt sich zwar eine zeitliche Verzögerung, gleichzeitig ist die Zins-berechnung für alle Marktteilnehmer transparent und nachvollziehbar. Die aktuelle Forderung von Österreichs Energie würde einen Systembruch bedeuten.

„Uns ist klar, dass die Rahmenbedingungen in der Energiewirtschaft aufgrund des niedrigen Großhandelspreises sehr herausfordernd sind“, so der AK Energie-Experte. „Die Netztarife dürfen aber nicht dazu verwendet werden, die Verwerfungen am Strommarkt zu kompensieren. Um diese Herausforderungen bewältigen zu können, ist eine gesamthafte Strategie notwendig. In deren Mittelpunkt müssen die drei zentralen energiepolitischen Ziele gerückt werden: Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit“, verlangt Pezenka.

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