- 03.07.2016, 11:52:50
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Tröls-Holzweber: Reform der Landwirtschaftskammer NÖ - erste kleine Schritte, aber kein großer Wurf
Bürokratie der Kammer bindet noch immer zu viele Finanzmittel; hohe Landesförderung für die Bauern freimachen
Utl.: Bürokratie der Kammer bindet noch immer zu viele Finanzmittel;
hohe Landesförderung für die Bauern freimachen =
St. Pölten (OTS) - „Grundsätzlich freut es mich sehr, dass die NÖ
Landwirtschaftskammer sehr rasch auf unsere Forderung im Rahmen der
vergangenen Budgetsitzung des Landtags für eine Reform ihrer
Strukturen reagiert hat. Die zu Beginn dieser Woche angekündigten
Schritte, von der Bündelung der Kräfte bis hin zu einer Reduzierung
des bürokratischen Überbaus mit einer geringfügigen Personalreduktion
durch die Nichtnachbesetzung von Pensionierungen ist sicher ein
erster Schritt, aber zweifellos kein großer Wurf oder gar eine
Reform, die diesen Namen verdient“, so SPNÖ-Agrarsprecherin LAbg.
Ilona Tröls-Holzweber zu den seitens der Landwirtschaftskammer
angekündigten Schritten.
Die NÖ Landwirtschaftskammer ist die einzige große
Interessenvertretung in Niederösterreich, deren Bestand massiv
mittels öffentlicher Steuermittel aus dem Landesbudget - nicht
weniger als 17 Millionen Euro für das kommende Jahr - gefördert wird.
Leider, und es ist wirklich traurig, sperren jedes Jahr hunderte
bäuerliche Betriebe zu, weil sie ihre Existenz mit dem klassischen
Broterwerb nicht mehr sichern können. Viele andere werden damit auch
zu Nebenerwerbsbauern, die klassischen Strukturen „der Bauernschaft“
werden immer mehr ausgehöhlt. Bei einer Umfrage, bei der 1.000
landwirtschaftliche Betriebe in Niederösterreich teilgenommen haben,
haben 48 Prozent der Befragten geklagt, dass sie es „gerade noch
schaffen, den Betrieb zu erhalten“, für 11 Prozent ist die Situation
„kritisch“.
Tröls-Holzweber regt daher an, zusätzliche Mittel für die bäuerlichen
Betriebe auch durch eine Strukturreform der Landwirtschaftskammer
frei zu machen. „Wir reden immer von schlanken Strukturen und einer
effizienten Verwaltung. Daher könnte man sehr wohl andenken, die 21
Bezirksbauernkammern zu reduzieren. NÖ hat ja schon mit der
Zusammenlegung Schulverwaltungsstruktur auf fünf Regionen gezeigt,
dass gute Reformschritte möglich sind“, so LAbg. Tröls-Holzweber
abschließend.
(Schluss) fa
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