Nachkommen vertriebener Jüdinnen und Juden in St. Pölten empfangen

Schwarz: Auseinandersetzung mit der Geschichte braucht oft Mut

St. Pölten (OTS/NLK) - Auf Initiative des Instituts für jüdische Geschichte Österreichs unter der Leitung von Direktorin Dr. Martha Keil fand kürzlich in St. Pölten ein Treffen der Nachkommen vertriebener St. Pöltner Jüdinnen und Juden statt. Im Zuge dessen wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Landhaus St. Pölten von Landesrätin Mag. Barbara Schwarz herzlich willkommen geheißen, die darauf hinwies: „Hass, Gewalt, Grausamkeit und Rassismus sind Dinge, die uns auch heute immer noch traurig stimmen. Manche Gräueltaten in der Geschichte sind für uns heute unvorstellbar. Sie alle beweisen ungeheuren Mut, sich mit der Geschichte Ihrer Vorfahren auseinanderzusetzen, und dafür gebührt Ihnen mein größter Respekt.“

Der insgesamt viertägige Aufenthalt führte die über 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter anderem in die Synagoge, zu Friedhöfen, ins Rathaus und durch die Innenstadt St. Pöltens. Die Gäste kamen u. a. aus Großbritannien, Italien, Israel, USA, Argentinien, Mexiko und Wien. Die meisten sind Nachkommen einst vertriebener Jüdinnen und Juden, manch einer nahm sogar noch als Zeitzeuge teil. Die Führungen durch die Landeshauptstadt wurden von rund 50 Schülerinnen und Schülern aus St. Pölten durchgeführt, die sich im Vorfeld im Zuge eines Schulprojektes mit dem Thema Vertreibung von Juden auseinandergesetzt haben.

Zum Abschluss führte die Landesrätin aus: „Nur, wenn wir über unsere Geschichte und ihre Auswirkungen lernen und uns dafür interessieren, haben wir die Chance, von ihr zu lernen. Auch wenn manche Themen unangenehm und nicht einfach zu verstehen sind, so dürfen wir doch nicht die Augen davor verschließen. Wir alle können an unserer Zukunft arbeiten, einer Zukunft ohne Diskriminierung und Rassismus.“

Nähere Informationen: Büro LR Schwarz, Mag. (FH) Dieter Kraus, Telefon 02742/9005-12655, e-mail dieter.kraus@noel.gv.at.

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