AUVA-Rechnungsabschluss 2015: Einnahmensentfall von über 90 Millionen Euro zur Hälfte kompensiert

Unfallprävention weiterhin zentrale Aufgabe für Kostenreduktion

Wien (OTS) - Die im Jahr 2013 beschlossene Senkung des Beitragssatzes verursacht weiterhin einen substanziellen Bilanzverlust für die AUVA. „Was der Wirtschaft zu Gute kommt, stellte die AUVA vor eine große Herausforderung“, sagt AUVA-Obmann DDr. Anton Ofner. „Rasche Maßnahmen zur Kostenreduktion mussten gesetzt werden.“

Mit flächendeckenden Einsparungen sowie mit Maßnahmen zur Effizienzsteigerung konnte die AUVA im Jahr 2015 den Einkommensentfall von über 90 Millionen Euro auf 41 Millionen ohne Qualitätsverlust um mehr als zur Hälfte kompensieren. Dazu zählen eine Reduktion des Sachaufwandes auf allen Ebenen, die Einfrierung des Personalstandes und Umstrukturierungen. Ofner ist zufrieden mit dem Ergebnis: “Wir befinden uns auf einem guten Weg, der nun fortgesetzt werden muss.“

Die Unfallprävention bleibt dabei eine zentrale Aufgabe der AUVA. Denn bereits in den vergangenen Jahren konnten die Unfallzahlen dank der intensiven Aufklärung durch die AUVA erheblich gesenkt werden. Dies wirkt sich positiv auf die Kosten-Nutzenrechnung aus. So erspart 1 eingesetzter Euro 3 bis 4 Euro in der Unfallheilbehandlung, in der Rehabilitation sowie in der Berentung.

Im Jahr 2015 stiegen die Aufwendungen lediglich um 1,5 Prozent, hingegen sind die Erträge im Vergleich zum Jahr 2014 um nur 0,4 Prozent gesunken. Die höchsten Ausgaben entfallen mit rund 498 Millionen Euro auf den Bereich der Rentenleistungen. Als weitere große Positionen können mit 438 Millionen Euro die Kosten für die Unfallheilbehandlung, mit 91 Millionen Euro die Ausgaben für die Rehabilitation sowie mit 76 Millionen Euro die Ausgaben für die Prävention genannt werden.

Senkung des Beitragssatzes der Pflichtbeiträge der Unternehmer

Im Jahr 2013 hat der Gesetzgeber eine Senkung des Beitragssatzes zur Unfallversicherung von 1,4 auf 1,3 Prozent vorgenommen. So ist zwar der Pflichtbeitrag, den die Unternehmen an die AUVA zahlen, gesunken, der AUVA fehlen damit aber über 90 Millionen Euro Einnahmen jährlich.

Der Einnahmensentfall verschärft sich durch gesetzlich vorgeschriebene systemfremde Ausgaben, die die AUVA zu leisten hat. Darüber hinaus wird die AUVA gezwungen, die Leistungen der Krankenkassen, die nach Arbeitsunfällen erbracht werden, überproportional abzugelten.

Beispielsweise behandelt die AUVA in ihren sieben Unfallkrankenhäusern und vier Rehabilitationszentren über 80 Prozent Freizeitunfälle. Nur ein Teil dieser Leistungen wird der AUVA rückerstattet.

Über die AUVA:

Bei der AUVA sind rund 4,8 Millionen Personen gesetzlich gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 2,9 Millionen unselbständig Erwerbstätige, 0,5 Millionen selbständig Erwerbstätige sowie 1,4 Millionen in Ausbildung Stehende vom Kindergarten bis zum Studienabschluss. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben als gesetzliche Unfallversicherung fast zur Gänze aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber. Prävention ist dabei die vorrangige Kernaufgabe der AUVA, denn die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von Berufskrankheiten senken die Kosten für die drei weiteren Kernaufgaben Heilbehandlung, Rehabilitation und finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am wirksamsten.

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